Am 27. September muss Gelsenkirchen wieder wählen (Bericht von Fotini Kouneli)
Stichwahl zwischen Welge (SPD) und Stuckmann (CDU) - Fotostrecke: Gerd Kaemper

Eindrücke vom Wahlabend bei der SPD in Gelsenkirchen.
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Die SPD verliert Prozentpunkte, aber bleibt weiterhin stärkste Kraft in der Stadt. Am Sonntag, 27. September, kommt es zwischen Karin Welge (SPD) und Malte Stuckmann (CDU) zu einer Stichwahl.
Am letzten Sonntag wurde es spannend in Gelsenkirchen, denn die sonst so eindeutige Gewinnerpartei SPD musste Verluste in den Kommunalwahlen einstecken. Bei der Oberbürgermeisterwahl hat keiner der Kandidaten die Mehrheit der Bürger von sich überzeugen können.
Schon früh kristallisierte sich heraus, dass die Gelsenkirchener am nächsten Sonntag erneut in die Wahllokale müssen. Bei einer Stichwahl werden sich die Wähler zwischen der SPD-Kandidatin Karin Welge und Malte Stuckmann von der CDU entscheiden können. Mit 40,4 Prozent erhielt Welge mit Abstand die meisten Stimmen des Abends. Stuckmann holte 25,1 Prozent. Mit 9,3 Prozent landete David Fischer von den Grünen auf dem vierten Platz, hinter dem AfD-Kandidaten Jörg Schneider, der es auf 12,1 Prozent brachte.

SPD zuversichtlich

Dass Welge die Spitzenergebnisse des bisherigen Oberbürgermeisters Frank Baranowski, der 2014 mit 67,4 Prozent wiedergewählt wurde, nicht erreichen konnte, war für sie keine große Überraschung: "Uns war lange klar, dass der Wahlkampf nach den vergangenen anstrengenden Jahren voller Krisen und finanzieller Engpässe kein Sprint, sondern ein Marathonlauf wird. Doch wir sind nach wie vor die stärkste Partei in der Stadt und werden weiterhin die Demokratie verteidigen und für Solidarität eintreten".
Auch der SPD- Bundestagsabgeordnete Markus Töns ist trotz der Verluste zuversichtlich und mit dem Ergebnis zufrieden: "Karin Welge hat einen grandiosen Wahlkampf hingelegt und eindeutig bewiesen, dass sie die Richtige für den Posten ist".
Auch beim Stichwahlgegner Stuckmann war die Stimmung ausgelassen, denn seit 2004 gab es in Gelsenkirchen keine Stichwahl zwischen CDU und SPD mehr. "Das Ergebnis zeigt, dass wir viele Wähler von unserer Arbeit überzeugen konnten. Die Stichwahl ist ein wichtiges Etappenziel und eine erneute Chance für uns", so Stuckmann. Trotz der großen Differenz zu seiner Gegnerin zeigte sich der Rechtsanwalt am Sonntag optimistisch: "Ich glaube, dass die Wähler noch überzeugt werden können, dass wir Gelsenkirchen besser machen können".
Nun geht der Wahlkampf für die beiden Kandidaten bis zum 27. September erneut los.
Beim Stadtrat fiel die SPD von knapp der Hälfte aller abgegeben Stimmen im Jahr 2014 auf 35,1 Prozent. Auf Platz zwei folgte die CDU mit 23,2 Prozent. Die AfD holte 12,9 Prozent der Stimmen, dicht gefolgt von den Grünen mit 12,2 Prozent.

"Chance für die CDU"

Ähnlich fielen die Ergebnisse bei der Wahl der Bezirksvertretungen aus. Die SPD machte mit 36,2 Prozent den ersten Platz, die CDU bekam 23,2 Prozent der Wählerstimmen. Mit jeweils 13,5 Prozent teilten sich die Grünen und die Afd den dritten Platz.
Zeitgleich zu den Kommunalwahlen fand auch die Wahl des Integrationsrats sowie erstmalig die Wahl des Ruhrparlaments, der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr, statt. Die Wähler im gesamten Ruhrgebiet konnten zum ersten Mal unmittelbar Einfluss darauf nehmen, wer ihre regionalen Interessen in der Versammlung vertritt. In Gelsenkirchen holte die SPD 35,3 Prozent, gefolgt von der CDU mit 22,9 Prozent und den Grünen mit 13,9 Prozent.
Die Wahlbeteiligung erreichte mit 41,5 Prozent ein Allzeittief und setzt damit den Abwärtstrend der letzten Jahre weiter fort.

Autor:

Lokalkompass Gelsenkirchen aus Gelsenkirchen

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