Viele offene Fragen rund um den Dördelmannshof

Um diese Flächen handelt es sich beim Bebauungsplan Nr. 392.1 und dem südwestlichen Teil des Dördelmannshof, zeigt Bezirksbürgermeister Bernd Lemanski dem Stadtspiegel-Fotografen.  Foto: Gerd Kaemper
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  • Um diese Flächen handelt es sich beim Bebauungsplan Nr. 392.1 und dem südwestlichen Teil des Dördelmannshof, zeigt Bezirksbürgermeister Bernd Lemanski dem Stadtspiegel-Fotografen. Foto: Gerd Kaemper
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GE. Nicht gerade glücklich zeigte sich Bezirksbürgermeister Bernd Lemanski über die Situation am Dördelmannshof, aber auch die Abendveranstaltung zur Bürgerbeteiligung, die in der vergangenen Woche stattfand.

Von Silke Sobotta

„Zum einen sind uns in vielen Dingen die Hände gebunden und zum anderen habe viele Ückendorfer Anwohner die Gelegenheit genutzt, um ihrem Frust über verschiedene Dinge Luft zu machen“, berichtet Lemanski.
Angesagt war der Bereich des Dördelmannshof von der Ückendorfer Straße bis zur Stichstraße kurz vor Heinrichs Rohstoffhandel. Sowie die Löhrhalde hinter den diversen Firmen, wie der Schlosserei Fuchtmann.
Auf dem Stück gibt es gleich mehrere „Baustellen“ aus Sicht des Bezirsksbürgermeisters. Eine ist der Leerstand der Immobilie direkt am Beginn des Dördelmannshofes. Seitdem die Plus-Filiale sowie das Sonnenstudio aus dem Gebäude ausgezogen sind, siecht dieses vor sich hin. Keine glückliche Situation, auch nicht für das noch ansässige Gatenbröker-Cafe und das Schreibwaren- und Lotto-Geschäft.
„Belebung ja, aber ohne zusätzlichen Einzelhandel, das gibt das Einzelhandelsgutachten vor. Also können wir dort lediglich Kleingewerbe ansiedeln, das heißt etwa eine Reinigung oder ein Fliesenfachgeschäft. Um Beispiele zu nennen“, schildert Lemanski. Einem Drogeriemarkt musste bereits eine Absage erteilt werden.
Ein weiteres Problem dieses Grundstückes ist die Tatsache, dass es zur Zwangsversteigerung steht, weil der Besitzer insolvent ist. Keine gute Situation für die noch Gewerbetreibenden in der Immobilie.
Die „Löhrhalde“, die Gegenstand des Diskussionsabends sein sollte, dient den Bewohnern der Malakowtürme als Schallschutz und würde von diesen schmerzlich vermisst, sollte sie abgetragen, saniert und gewerblich genutzt werden. Zudem gehört auch dieses Grundstück nicht der Stadt Gelsenkirchen.
Keine leichte Aufgabe für die Stadtplaner und die Bezirksvertretung, die die Wünsche der Bürger in die Planungen einbringen möchte.
Doch zurück zum Frust der Bürger: „Es waren mehr Bürger wegen der Verkehrssituation bei der Veranstaltung zugegen als wegen des Bebauungsplanes“, schildert der Bezirksbürgermeister.
Das Problem das sich stellt ist umfangreich. Zum einen befindet sich direkt an der Einmündung Ückendorfer Straße in den Dördelmannshof eine gut frequentierte Tankstelle. Zum anderen wird die Kreuzung als Ausfahrt vom Dördelmannshof in Richtung Ückendorfer Straße auch von Zulieferern des Einzelhandels, aber auch der angesiedelten Firmen mit ihren Lastkraftwagen genutzt. Dabei sind Rückstaus vorprogrammiert. Das gleiche Problem stellen aber auch die Kunden der Einzelhandelsgeschäfte dar, denn diese werden auch von Wattenscheidern genutzt, die beim Versuch links abzubiegen, um nach Bochum zu fahren, durch den regen Verkehr den Abfluss aus dem Dördelmannshof zum Stocken bringen.
„Aber eine Ampel würde hier auch nichts helfen, weil diese der Straßenbahn immer einen Vorrang einräumen müsste. Damit wäre auch den Fußgängern nicht geholfen, die echte Probleme haben, die Ückendorfer Straße zu queren. Ebensowenig aber auch den Autofahrern, weiß Lemanski.
Nun hofft der Bezirksbürgermeister wieder einmal auf den Nahverkehrsplan, bei dem bereits seit zehn Jahren darüber verhandelt wird, den Dördelmannshof an die Linie 383 anzubinden.

Um diese Flächen handelt es sich beim Bebauungsplan Nr. 392.1 und dem südwestlichen Teil des Dördelmannshof, zeigt Bezirksbürgermeister Bernd Lemanski dem Stadtspiegel-Fotografen.  Foto: Gerd Kaemper
Der Bebauungsplan im Einzelnen. Die derzeitigen Planungen betreffen die grünen Abschnitte. Foto: Gerd Kaemper

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