Den Diabetes im Blick

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Anlässlich des Welt-Diabetes-Tages hatte das Diabetes-Team des Sankt Marien-Hospitals Buer zu einer Informationsveranstaltung eingeladen
Jedes Jahr am 14. November, dem Tag, an dem Frederick G. Banting, einer der beiden Entdecker des Insulins, geboren wurde, wird der Welt-Diabetestag begangen. Im Sankt Marien-Hospital Buer haben Veranstaltungen anlässlich dieses Tages eine gute Tradition.
Auch in diesem Jahr hatte das Diabetes-Team um seinen Leitenden Arzt Dr. Christoph Metzger Menschen mit Diabetes Mellitus und solche, die sich für das Thema interessieren, eingeladen, sich über wichtige Aspekte und Neuerungen zu informieren.
Zu Beginn klärte Dr. Metzger über den Diabetischen Fuß auf. Sehr eindringlich wies er die Anwesenden darauf hin, wie wichtig eine gute Fußpflege für Diabetiker ist. Dank einer guten multidisziplinären Versorgung (Hausarzt, Diabetologe in der Praxis, Fußambulanz, Fußstation) des diabetischen Fußsyndroms konnte es gelingen, die Amputationsrate bundesweit zu senken.
Ob es einen Zusammenhang zwischen Diabetes und psychologischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Alkohol- und Nikotinabhängigkeit gibt, welche das sind, wie die Krankheitsbilder einander beeinflussen und welche Therapieansätze erfolgreich angewendet werden können, erläuterte der leitende Oberarzt der Klinik für Innere Medizin, Dr. Evangelos Efthimiadis. Die Teilnehmer erfuhren unter anderem, dass es auch in Gelsenkirchen Mediziner gibt, die sich auf die Behandlung von Diabetes und Psychiatrische Erkrankungen spezialisiert haben.
Abschließend informierte Herr Dr. Christoph Metzger über moderne Therapieansätze bei der Behandlung des Diabetes Typ II und betonte, dass ein Paradigmenwechsel in den letzten Jahren stattgefunden habe. Eher weg vom Insulin und hin zu Inkretinhormonen oder Glukoserückresorptionshemmern in der Niere sei die Stoßrichtung in der Therapie des Typ-II-Diabetes mellitus – Therapieformen, die auch unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Studien äußerst vorteilhaft für die Patienten seien. Auch habe man das Therapieziel für ältere Patienten wieder in den niedrigeren Blutzuckerbereich verschoben, wenn die modernen Behandlungsansätze Anwendung finden, da hierbei Unterzuckerungen eher unwahrscheinlich sind.
Ergänzend zu den Vorträgen informierten sich die Besucher am Informationsstand des MHB-Diabetes-Teams und ließen sich vom Orthopädie-Schuhmacher beraten. Außerdem nutzten sie die Möglichkeit, im Diabetesmobil der Deutschen Diabeteshilfe ihren Blutzuckerwert bestimmen zulassen.

Autor:

Wolfgang Heinberg aus Gelsenkirchen

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