Die Schrottimmobilie mit der Hausnummer 300 sorgt für neuen Ärger: Eine wochenlange Straßensperrung
Einsturzgefahr: Bismarckstraße dicht

Der Abriss des Gebäudes soll im September komplett abgeschlossen sein. Danach wird die Bismarckstraße wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Der Stein des Anstoßes: Im September ist das Haus Geschichte. Foto: Gerd Kaemper
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  • Der Abriss des Gebäudes soll im September komplett abgeschlossen sein. Danach wird die Bismarckstraße wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Der Stein des Anstoßes: Im September ist das Haus Geschichte. Foto: Gerd Kaemper
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Der seit längerem geplante Abriss eines seit Jahren leer stehenden Hauses an der Bismarckstraße 300, muss vorgezogen werden, weil Statiker eine akute Einsturzgefährdung festgestellt haben.

Deshalb ist rund sechs Wochen lang eine Vollsperrung der Bismarckstraße zwischen Bickernstraße und Auf der Hardt erforderlich. Umleitungen sind ausgeschildert. Anwohner können jederzeit zu ihren Häusern gelangen.
Die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH (ggw) als Eigentümerin hat die Immobilie im Februar 2017 bei einer Zwangsversteigerung erworben. Schon damals war das Ziel, die marode Immobilie abzureißen. Zunächst mussten aber die Förderbedingungen des Landes und die Ausschreibungs- und Vergabemodalitäten geklärt werden. Es dauerte bis Mitte 2018, bis das Land NRW die Förderbedingungen soweit konkretisierte, dass ein Abriss durch die ggw förderfähig ist.
Parallel hierzu hatte sich nach der Entrümpelung gezeigt, dass das Haus Bismarckstraße 300 mit den beiden Nachbarhäusern jeweils nur durch eine einzelne Giebelwand getrennt ist. Dies macht einen Abriss technisch sehr kompliziert und teuer.
Die Versuche der ggw, auch die beiden Nachbarhäuser zu erwerben, um so den kompletten Baublock entwickeln und überplanen zu können, scheiterten an den Preisvorstellungen der jeweiligen Eigentümer.
Mit dem Jahresbeginn 2019 ist daher mit den Vorbereitungen des Abrisses begonnen worden. Im Ergebnis wurde dabei die unmittelbare Einsturzgefahr festgestellt.
Die Bewohner der benachbarten Häuser sind vorsorglich evakuiert und von der ggw anderweitig untergebracht worden.
Die ggw beginnt jetzt mit der Sicherung der drei Gebäude und reißt anschließend das Haus Nummer 300 ab. Für die Sicherung werden vier bis sechs Wochen benötigt. Danach können die Nachbarhäuser wieder bezogen und die Bismarckstraße in nördlicher Richtung wieder geöffnet werden.

Uml

eitungen nach Gelsenkirchen-City und Buer

Aufgrund der Vollsperrung der Bismarckstraße zwischen Braubauerschaft und Trinenkamp/ Bickernstraße wird der Verkehr in Fahrtrichtung Zentrum über die Straße Auf der Hardt (Fahrradstraße) und Trinenkamp umgeleitet. Hierzu wird die Fahrradstraße aufgehoben und an der Einmündung Trinenkamp/Auf der Hardt eine abknickende Vorfahrt eingerichtet.
Die Signalzeiten der Ampel an der Kreuzung Bismarckstraße Trinenkamp/ Bickernstraße werden angepasst, so dass der ausfahrende Verkehr aus dem Trinenkamp länger Grün bekommt. Um den Verkehrsfluss in der Straße Auf der Hardt zu gewährleisten, wurden zahlreiche Haltverbote aufgestellt. Der Bürgerplatz wird den Anwohnern zum Parken freigegeben. Die Grundschule Lenaustraße erhält eine Ersatzhaltestelle für den Schulbus in der Straße Auf der Hardt.
Die Umleitung in Fahrtrichtung Nord erfolgt über die Bickernstraße, Eichendorffstraße und Braubauerschaft. In der Eichendorffstraße wird eine Einbahnstraße in Fahrtrichtung Braubauerschaft eingerichtet, hierzu sind Haltverbote erforderlich. Die Anwohner werden schriftlich unterrichtet. Zur Verbesserung des Verkehrsflusses wird die Ampel Bismarckstraße/ Braubauerschaft ausgeschaltet. In der Straße Braubauerschaft wird eine Fußgängerbedarfsanlage aufgestellt. Der Schwerlastverkehr wird über die Bickernstraße, Reckfeldstraße und Grimbergstraße zur Münsterstraße umgeleitet.
Nach der Sicherung des Gebäudes Bismarckstraße 300, wird die Bismarckstraße voraussichtlich in sechs Wochen wieder einspurig befahrbar sein. Dann wird auf der Bismarckstraße in Fahrtrichtung Buer eine Einbahnstraße eingerichtet. Der Umleitungsverkehr wird über die Eichendorffstraße aufgehoben und die Ampel an der Bismarckstraße/ Braubauerschaft wieder eingeschaltet.
In Fahrtrichtung Zentrum bleibt die Umleitungsstrecke über die Straße Auf der Hardt bis zum Abbruch des Gebäudes Bismarckstraße 300 bestehen. Verkehrsführung

Der Abriss des Gebäudes soll im September komplett abgeschlossen sein. Danach wird die Bismarckstraße wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Der Stein des Anstoßes: Im September ist das Haus Geschichte. Foto: Gerd Kaemper
Im Mai 2017 legten Oberbürgermeister Frank Baranowski, ggw-Geschäftsführer Harald Förster, Stadtbaurat Martin Harter und SEG-Geschäftsführerin Helga Sander persönlich Hand an, um die Schrottimmobilien leer zu räumen und auf den Abriss vorzubereiten. Foto: Gerd Kaemper

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