Immer wiederkehrende Entzündungen und Engstellen der Harnröhre und Blase: Harnröhrenrekonstruktion mit Mundschleimhaut ist die Therapie der Wahl

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Die Blasenkrebsselbsthilfegruppe Gladbeck, Bottrop-Kirchhellen und Gelsenkirchen- Horst des Selbsthilfebundes Deutschland Blasenkrebs e.V. informiert
Die Harnröhrenrekonstruktion mit Mundschleimhaut ist ein wichtiger und zunehmend gefragter Bestandteil im Leistungsspektrum der Klinik für Urologie und Kinderurologie im St. Barbara-Hospital Gladbeck. Gemeinsam werden Chefarzt Prof. Dr. med. Bernhard Planz und Dr. med. Mirko Maek, Facharzt für Urologie in der Klinik für Urologie und Kinderurologie und ein Spezialist auf diesem Gebiet, im Rahmen des Treffens der Blasenkrebsselbsthilfegruppe Gladbeck, Bottrop-Kirchhellen und Gelsenkirchen (Vorsitzender Rolf Kickum, Koordinator Prof. Dr. med. Bernhard Planz) am 26.08.2020 die Harnröhrenrekonstruktion vorstellen und Operationsergebnisse erläutern, die die Mediziner im St. Barbara-Hospital bisher erreicht haben. Die Veranstaltung findet statt im Mehrzwecksaal des St. Josef-Hospitals, Rudolf-Bertram-Platz 1, 45899 Gelsenkirchen. Sie beginnt um 15 Uhr. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, die geltenden Hygiene- und Abstandregeln einzuhalten sowie ihre Anschrift zu hinterlegen.
Bei erwachsenen Patienten mit ausgeprägten oder wiederholt auftretenden Harnröhrenengen führen endoskopische Eingriffe mit dem Messer oder Laser selten zu einem dauerhaften Erfolg. Viele offene OP-Techniken weisen dagegen langfristige Erfolgsraten bis über 90 Prozent auf. Die Harnröhrenrekonstruktion mit Mundschleimhaut ist bei verschiedensten Arten der Harnröhrenenge die Methode der Wahl, zum Beispiel bei Hauterkrankungen wie Lichen sclerosus, bei langstreckigen Engen, Engstellen kurz vor der Harnröhrenöffnung oder dem Schließmuskel und bei Engen, die für eine Behandlung mit anderen Therapien nicht geeignet sind. Dieses Verfahren hat sich in den letzten Jahrzehnten bei guter Verfügbarkeit, geringen Entnahmekomplikationen, guter Einheilung und hoher Patientenzufriedenheit als bevorzugter Gewebsersatz bei vorderen Harnröhrenengen etabliert.
Abhängig vom Grad der vorzeitig mündenden Harnröhrenöffnung und unzureichend vorhandenem Eigengewebe kann bei Kindern kann ein Harnröhrenaufbau mit Gewebsersatz erforderlich sein. Der Einsatz von Mundschleimhaut ist neben dem inneren Vorhautblatt die wichtigste Möglichkeit zur Harnröhrenrekonstruktion bei kindlichen Fehlmündungen der Harnröhre (Hypospadien). Die Mündungsstelle der Harnröhre kann am Penis unter der Eichel, am Penisschaft oder noch tiefer fehlgebildet sein. Mit Mundschleimhaut sind bessere Langzeitergebnisse zu erreichen. Daher ist es wichtig, Patienten rechtzeitig einem geeigneten Operationsverfahren zuzuführen.
Nach dem Vortrag stehen die Referenten gerne für individuelle Fragen zur Verfügung.

Autor:

Wolfgang Heinberg aus Gelsenkirchen

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