Gelsenkirchen führt Handyparken ein: Parkvorgänge digital starten, verlängern und bezahlen
Kleingeldsuche war gestern

Das Handyparken in Gelsenkirchen wurde vorgestellt von Dr. Joachim Wahle, Manfred vom Sundern, Sonja Beckert und Oberbürgermeister Frank Baranowski.
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  • Das Handyparken in Gelsenkirchen wurde vorgestellt von Dr. Joachim Wahle, Manfred vom Sundern, Sonja Beckert und Oberbürgermeister Frank Baranowski.
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Sicherlich kennt jeder die Situation, wenn man einen Parkplatz in der City ergattert hat, begibt man sich auf die Suche nach einem Parkscheinautomaten. Steht man nun davor, fehlt das nötige Kleingeld. Damit ist in Gelsenkirchen nun Schluss, jedenfalls wenn man sich eine Park-App heruntergeladen hat.

Die vernetzte Stadt Gelsenkirchen setzt mit der Einführung des Handyparkens einen weiteren Schritt des Smart-City-Projektes um, das den Bürgern das Leben auf digitalem Wege erleichtern soll. Manfred vom Sondern, CDO der Stadt Gelsenkirchen, freut sich über den Startschuss: „Die Vernetzte Stadt Gelsenkirchen wird ständig smarter. Wir freuen uns, wenn wir das urbane Leben in der Stadt nach und nach durch digitale Projekte vereinfachen und so den Komfort für die Einwohnerinnen und Einwohner und andere erhöhen können.
„Sechs Monate dauerte es von der Idee bis zur Umsetzung“, verriet vom Sundern. „Denn an der Planung beteiligt waren gleich mehrere städtische Dienststellen, die eingebunden und befragt werden mussten. Das waren im Einzelnen das Verkehrsreferat, das Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung, die Verkehrsgesellschaft und die Stabsstelle Vernetzte Stadt.“
Für Joachim Wahle vom smartparking e.V. war das allerdings eine schnelle Durchführung: „Sechs Monate sind für ein so komplexes Thema nicht lang.“
Das sieht auch Sonja Beckert von der Verkehrsgesellschaft der Stadt Gelsenkirchen so: „In der Stadt gibt es 128 Parkautomaten und rund 3.500 Parkplätze, die darüber bezahlt werden. An allen Automaten sind nun Schilder angebracht worden, die auf die verschiedenen Park-App-Anbieter hinweisen und auch erläutern, wie man mit der Park-App vorgeht.“
Für die Zukunft ist auch geplant, dass die bereits existierende App der Verkehrsgesellschaft über die man schon heute einen freien Parkplatz suchen kann, mit dem Handyparken kombiniert wird. „Das ist eine sehr kostengünstige Lösung für die Stadt“, verrät Sonja Beckert.
Derzeit gibt es sieben zertifizierte Anbieter für die Park-App, mit denen derParkvorgang kann ganz bequem per App, Anruf oder SMS gestartet werden. Auch das Stoppen der Parkzeit oder eine Verlängerung von unterwegs ist so jederzeit möglich. So können eine Überzahlung und auch Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets vermieden werden. „Für diesen Komfort addieren die meisten Anbieter unterschiedliche Zuschläge auf die kommunale Parkgebühr. Dafür bezahlt man aber nur die tatsächliche Parkzeit. In manchen Kommunen werden bereits über 30 Prozent des gesamten Parkumsatzes digital bezahlt“, weiß Dr. Joachim Wahle, bei der smartparking e.V. verantwortlich für die technische Umsetzung.
Ob ein Auto ein digitales Parkticket hat, erkennen die Mitarbeiter des Ordnungsamts am Kennzeichen, das sie mit einem zentralen Online-System in Echtzeit abgleichen. Da das Handyparken in der Regel per Rechnung oder Kreditkarte bezahlt werden, erhält der Nutzer am Monatsende eine Kostenübersicht. Die kann ihm auch dienlich sein, falls es doch trotz Handyparkticket mal eine althergebrachte Papierknolle gibt, denn darüber kann der Bezahlvorgang bei der Bußgeldstelle nachgewiesen werden.
Dr. Joachim Wahle, dessen Initivative bereits 150 Städte in Deutschland und Österreich betreut, nennt die Einführung der Park-App den „Einstieg in die digitalisierte mobile Welt. Schon bald wird es eine Vernetzung von Parken, der Nutzung des Metropolrades wie auch der Deutschen Bahn oder der Verkehrsbetriebe geben. Das ist die Zukunft.“
Gelsenkirchen hat sich auf den Weg gemacht, digitale Zukunft zu gestalten. Einer der wichtigsten Aspekte ist dabei die Vernetzung von Menschen, Wirtschaft und Wissenschaft. Als Vernetzte Stadt treibt Gelsenkirchen gemeinsam mit den unterschiedlichen Akteuren Digitalisierungsprojekte voran, die konkreten Nutzen für die Menschen der Stadt erzielen. Durch intelligente Verkehrs- und Parkleitsysteme, Apps wie dem Mängelmelder oder der Smartphone-Bürger-ID oder den konsequenten Ausbau des Glasfasernetzes.
Park-App-Anbieter :
Insgesamt sieben Anbieter stehen zu Beginn zur Auswahl: EasyPark, PARK NOW, moBiLET, Yellowbrick/flowbird, PayByPhone, Parkster und PARCO..Park and Joy folgt in Kürze.
Die Anbieter unterscheiden sich in der Verbreitung, im Preis und in der Technik.
Als Zahlmethoden stehen u.a. PayPal, Kreditkarte, Klarna, ApplePay, SEPA-Lastschrift, Mobilfunkrechnung und Weitere zur Verfügung.

Das Handyparken in Gelsenkirchen wurde vorgestellt von Dr. Joachim Wahle, Manfred vom Sundern, Sonja Beckert und Oberbürgermeister Frank Baranowski.
Die Parkscheinautomaten in der Stadt sind alle mit Aufklebern versehen, die auf die unterschiedlichen Anbieter der Park-App hinweisen, aber auch über die Anwendung informieren.
Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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