Neue Container für Altkleider: Gegen den Wildwuchs

Die Stadt, Gelsendienste und die Wohlfahrtsverbände stellten die neuen Container vor, vertreten durch (v.l.): Cordula Zdziarstek (Caritas), Johannes Heinrich (DRK), Ulrich Husemann (Betriebsleiter Gelsendienste), Stadtrat Dr. Christopher Schmitt, Sven Lütkehaus (Der Paritätische), Christoph Schmidt (Diakonie) und Kathrin Neisemeier (Awo).Foto: Annette Schröder
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  • Die Stadt, Gelsendienste und die Wohlfahrtsverbände stellten die neuen Container vor, vertreten durch (v.l.): Cordula Zdziarstek (Caritas), Johannes Heinrich (DRK), Ulrich Husemann (Betriebsleiter Gelsendienste), Stadtrat Dr. Christopher Schmitt, Sven Lütkehaus (Der Paritätische), Christoph Schmidt (Diakonie) und Kathrin Neisemeier (Awo).Foto: Annette Schröder
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Neue einheitliche Container für Altkleidersammlung in Gelsenkirchen

"Wir haben die Altkleidersammlung zusammen mit den Wohlfahrtsverbänden neu organisiert", sagt Ulrich Husemann, Betriebsleiter der Gelsendienste, die in den nächsten Monaten dazu etwa 240 neue Container aufstellen werden.

Sie sind blau und tragen neben der Aufschrift "Gelsendienste" mit dem bekannten Logo auch die Namen der Wohfahrtsverbände, für die gesammelt wird. An den Seiten prangen in verschiedenen Schriftgrößen die Gelsenkirchener Stadtteile. Das verbindet, sieht hübsch aus und soll zudem "Schmierereien" verhindern.
"Wir appellieren an alle Bürger, nur noch diese Container zu benutzen", sagt Kathrin Neisemeier von der Arbeiterwohlfahrt. Denn nur so kämen die Erlöse den karitativen Verbänden zugute. "Und nur dadurch haben wir die Möglichkeit, zum Beispiel bei uns in der ,Fundgrube' oder ähnlichen Angeboten der anderen Verbände Kleidung zum ganz kleinen Preis anzubieten – von Gelsenkirchenern für Gelsenkirchener", ergänzt Neisemeier.

Eigene kommunalen Sammelstruktur

Bisher hatten die Wohlfahrtsverbände ihre eigenen Container über die Stadtbezirke verteilt aufgestellt, demnächst gibt es nur noch die blauen – und natürlich die privaten beziehungsweise illegalen gewerblichen Altkleider-Container, gegen die man sich absetzen will. "Mit der eigenen kommunalen Sammelstruktur, die wir jetzt aufgebaut haben, haben wir auch eine ganz andere rechtliche Handhabe gegen den Wildwuchs an illegalen Containern", unterstreicht Stadtrat Dr. Christopher Schmitt.
Bis Anfang des kommenden Jahres werden insgesamt 240 der blau lackierten Container zur Verfügung stehen und flächendeckend eine haushaltsnahe Entsorgungsmöglichkeit für ausgediente Kleidung und Schuhe bieten.
Bislang wurde die Altkleidersammlung im Auftrag von Gelsendienste durch die in der Arbeitsgemeinschaft vertretenen karitativen Organisationen eigenständig durchgeführt. In der neuen Struktur übernimmt Gelsendienste als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger die Hoheit über die Sammlung und führt diese in Kooperation mit den Partnern Arbeiterwohlfahrt, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz, Caritas und Paritätischer Wohlfahrtsverband durch. Auf diese Weise wird die Altkleidersammlung Teil des kommunalen Erfassungssystems, wodurch es möglich sei, sie gegenüber gewerblicher Konkurrenz zu schützen. Zudem soll illegalen Sammlungen auf öffentlichen Flächen entgegenwirkt werden.

Erlöse gehen an die Wohlfahrtsverbände 

Geleert werden die Container mindestens einmal in der Woche, bei Bedarf auch öfter. "Es gibt dafür eine Mängelmelder-App bei der Stadt, mit der die Gelsenkirchener melden können, wenn ein Container überfüllt ist", erklärt Johannes Heinrich vom Deutschen Roten Kreuz.
Die Erlöse aus der Vermarktung der Kleiderspenden aus 201 der insgesamt 240 Container werden von Gelsendienste an die Wohlfahrtsverbände ausgeschüttet. Mit den Geldern finanzieren die karitativen Organisationen verschiedene soziale Projekte. Die übrigen 39 Behälter bewirtschaftet Gelsendienste selbst. Die hierüber erzielten Erlöse werden bei der Berechnung der Abfallgebühren berücksichtigt und kommen so allen Bürgern in Gelsenkirchen zugute.
Wer illegale Container auf seinem Grundstück loswerden möchte, zum Beispiel vom Parkplatz eines Supermarktes, kann sich auch dafür an Gelsendienste wenden. "Wir holen diese Container ab und ersetzen sie gerne durch einen von uns", sagt Ulrich Husemann. 

Die Stadt, Gelsendienste und die Wohlfahrtsverbände stellten die neuen Container vor, vertreten durch (v.l.): Cordula Zdziarstek (Caritas), Johannes Heinrich (DRK), Ulrich Husemann (Betriebsleiter Gelsendienste), Stadtrat Dr. Christopher Schmitt, Sven Lütkehaus (Der Paritätische), Christoph Schmidt (Diakonie) und Kathrin Neisemeier (Awo).Foto: Annette Schröder
Bis Anfang 2018 werden in Gelsenkirchen insgesamt 240 der blau lackierten Altkleidercontainer aufgestellt.

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