Internationaler Gedenktag der Drogentoten
Verwurzelt

Der Gedenkbaum verweist auf die in den letzten Jahrzehnten in Gelsenkirchen und Umgebung verstorbenen suchterkrankten Menschen. Georgina Radons ist eine der Streetworkerinnen des Vereins Arzt Mobil und bestückt auf dem Foto aus dem letzten Jahr gerade den Gedenkbaum mit einem  weiteren Namen eines Drogentoten. Archiv-Foto: Gerd Kaemper
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  • Der Gedenkbaum verweist auf die in den letzten Jahrzehnten in Gelsenkirchen und Umgebung verstorbenen suchterkrankten Menschen. Georgina Radons ist eine der Streetworkerinnen des Vereins Arzt Mobil und bestückt auf dem Foto aus dem letzten Jahr gerade den Gedenkbaum mit einem weiteren Namen eines Drogentoten. Archiv-Foto: Gerd Kaemper
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Am Freitag, 19. Juli, findet um 12 Uhr auf dem Vorplatz der St. Augustinuskirche am Heinrich-König-Platz eine Gedenkveranstaltung anlässlich des am 21. Juli stattfindenden internationalen Gedenktages der Drogentoten in Gelsenkirchen statt.

Eingeladen sind neben Ärzten auch Vertreter der Stadt, der Wohlfahrtsverbände, Bürger aber auch abhängigkeitserkrankte Menschen aus Gelsenkirchen.
Jedes Jahr lädt der Verein Arzt Mobil Gelsenkirchen auch die Menschen ein, die zum Teil schon über Jahre hinweg von den Mitarbeitern des Vereins begleitet werden. Und jedes Jahr kommen einige von ihnen obwohl die Konfrontation mit dem Tod der Familie, Freunde und Bekannten sehr emotional ist. Ca. 650 Menschen erhalten derzeit in Gelsenkirchen einen medizinisch kontrollierten Ersatz für Heroin. Über 450 Menschen von ihnen leben in Gelsenkirchen. Die Dunkelziffer der Heroinabhängigen ist weitaus höher, kann aber von keiner Stelle beziffert werden, weil es schlichtweg keine Statistiken dazu gibt.
Am 19. Juli begleitet neben anderen Norbert Labatzki die rund einstündige Veranstaltung. Er hat vor rund sechs Jahren die Spendengala „Straßenfeuer“ ins Leben gerufen und setzt sich für die Bedürfnisse von wohnungslosen und/oder suchtmittelabhängigen Menschen ein und macht auf deren oftmals prekäre Lebenssituation in der Öffentlichkeit aufmerksam.
„Besonders spannend ist es, dass sich Politiker, drogenabhängige Menschen, Geistliche und letztlich alle Gäste an dem Tag vermischen und so ins Gespräch kommen“, sagt Karin Schneider, geschäftsführende Leitung von Arzt Mobil Gelsenkirchen.
Zwar ist der Gedenktag ähnlich wie ein Gottesdienst organisiert, dennoch ist der Ablauf bunt durchmischt und verweist unter anderen durch einen von Menschen aus der Sozialtherapeutischen Anstalt gefertigten Gedenkbaum auf die in den letzten Jahrzehnten in Gelsenkirchen und Umgebung verstorbenen suchterkrankten Menschen.
Das Gedenken wird durch verschiedene Beiträge, die das Thema „Verwurzelt“ aufgreifen und durch ein Kreativangebot ergänzt, an dem alle Besucher teilnehmen können.
Die Gedenkfeier öffnet sich ausdrücklich für alle Gelsenkirchener. Auf dem Heinrich-König-Platz wird zu diesem Anlass ein Veranstaltungszelt aufgebaut.

Der Gedenkbaum verweist auf die in den letzten Jahrzehnten in Gelsenkirchen und Umgebung verstorbenen suchterkrankten Menschen. Georgina Radons ist eine der Streetworkerinnen des Vereins Arzt Mobil und bestückt auf dem Foto aus dem letzten Jahr gerade den Gedenkbaum mit einem  weiteren Namen eines Drogentoten. Archiv-Foto: Gerd Kaemper
Auch der katholische Pfarrer Ingo Mattauch unterstützt seit nun mehr als fünf Jahren den Verein bei den Vorbereitungen und leitet durch die Gedenkzeremonie am besagten Tag. Archiv-Foto: Gerd Kaemper
Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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