Von Bandscheibenvorfall, Wirbelgleiten, Wirbelbruch und Osteoporose

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Die erfahrenen Wirbelsäulenexperten, Dr. Christoph Ballhorn und Nikolaos Balassas, informierten über Rückenerkrankungen und mögliche Behandlungen

„Hilfe, ich habe Rückenschmerzen!“ lautete das Thema einer Veranstaltung zu der die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie (Chefarzt Dr. Alexander Awakowicz) eingeladen hatte. Allein die lange Anmeldeliste von 150 Personen machte deutlich, dass auch viele Gelsenkirchener unter Erkrankungen der Wirbelsäule wie Bandscheibenvorfall, Wirbelgleiten, Wirbelkörperbruch, Spinalkanalstenose und Osteoporose leiden. Und so war auch der Saal im Michaelshaus fast bis auf den letzten Platz gefüllt, als Oberarzt Nikolaos Balassas mit seinem Vortrag über nicht operative Therapieoptionen bei Erkrankungen der Wirbelsäule begann. Zum besseren Verständnis erläuterte der Mediziner zunächst den Aufbau der Wirbelsäule, bevor er auf die Ursachen von Rückenschmerzen und die Therapieoptionen einging.
Das Spektrum der konservativen Behandlungsmöglichkeiten ist groß. Es reicht von Massage, die manchmal „Wunder wirken“ kann und Krankengymnastik über Akupunktur und Wärmebehandlung bis zur Behandlung mit Tabletten oder Spritzen (unter anderem Verödung des Nervens) und den Einbau von Elektroden. Er erläuterte aber auch, wie wichtig eine gut entwickelte Rückenmuskulatur für die Rückengesundheit ist und dass jeder Einzelne darauf achten sollte.
Manchmal jedoch muss operiert werden. Auch hier stehen dem Mediziner viele unterschiedliche Verfahren, zur Verfügung. Doch nicht jede Option ist für jeden Patienten geeignet. Der Entscheidung für die Therapie gehen stets individuelle Einzelgespräche voraus. Zum Beispiel können ältere Patienten mit einem relativ frischen Wirbelbruch (sechs bis acht Wochen) von der Kyphoplastie profitieren, einem minimalinvasiven Verfahren, bei dem der Wirbel durch Einbringen von Knochenzement stabilisiert wird. Aber auch der Spine Jack, der wie ein „Wagenheber“ funktioniert, oder so genannte Cages (Käfige) können bei osteoporotischen oder traumatischen Wirbelbrüchen implantiert werden. Nach der Operation erfolgt immer eine Nachbehandlung.

Im Anschluss an die Vorträge nutzten viele der Anwesenden die Möglichkeit, ihre ganz persönlichen Anliegen und Fragen zur Sprache zu bringen und informierten sich bei der kleinen Industrieausstellung.

Autor:

Wolfgang Heinberg aus Gelsenkirchen

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