Zum Internationalen Tag der Gebäudereiniger am Donnerstag 15. Juni 2017.

Einen Euro mehr fürs Saubermachen: Die IG BAU will, dass heimische Reinigungskräfte besser verdienen und mehr Anerkennung bekommen.
  • Einen Euro mehr fürs Saubermachen: Die IG BAU will, dass heimische Reinigungskräfte besser verdienen und mehr Anerkennung bekommen.
  • Foto: IG - Bau
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Einen Euro mehr für 3.360 Reinigungskräfte, die Gelsenkirchen Tag für Tag sauber halten Sauberer Lohn fürs Saubermachen – raus aus dem Niedriglohn: Rund 3.360
Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer gibt es in Gelsenkirchen. „In Schulen und
Altenheimen, in Büros und Fabriken machen sie einen sauberen Job.

Meistens dann, wenn es keiner mehr sieht – spät abends oder früh morgens“, sagt die Gebäudereiniger - Gewerkschaft IG BAU Emscher – Lippe - Aa.

Zum Internationalen Tag der Gebäudereinigung am kommenden Donnerstag 15. Juni 2017fordert sie faire Arbeits- und Lohnbedingungen und mehr Anerkennung für die Beschäftigten der Branche. „Alle, die Gelsenkirchen sauber halten, haben Wertschätzung für ihre Arbeit verdient. Sie machen einen Knochenjob. Büros, Flure,
Fenster … und Toiletten zu putzen, ist harte Arbeit“, sagt Georg Nießing.

Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Emscher – Lippe - Aa ist es besonders wichtig, dass zur Achtung der Arbeit, die Reinigungskräfte leisten, auch eine faire Bezahlung gehört: „Wir wollen raus aus dem Niedriglohn. Gebäudereinigung ist ein Handwerk. Für gute Qualität und Zuverlässigkeit sind die Kunden der Reinigungsfirmen bereit, auch einen vernünftigen Preis zu bezahlen. Und dieses Geld muss auch bei denen ankommen, die die Arbeit machen.“

Deshalb fordert die IG BAU in der laufenden Tarifrunde jetzt einen Euro pro Stunde mehr für alle Reinigungskräfte. Zudem soll es ein Weihnachtsgeld geben. Der Mindestlohn in der Gebäudereinigung liegt derzeit bei 10 Euro pro Stunde. Glas- und Fassadenreiniger haben einen Mindest-Stundenlohn von 13,25 Euro.

Hintergrund - Info zum Tag der Gebäudereinigung

Der „Tag der Gebäudereinigung“ erinnert an einen Streik der Putzkräfte in Century-City, dem Kommerz-Viertel von Los Angeles, bei dem am 15. Juni 1990 die Streikenden brutal von der Polizei zusammengeschlagen wurden. Die Polizei musste nach einem Gerichtsverfahren schließlich 3,5 Millionen Dollar an die amerikanische Reiniger- Gewerkschaft bezahlen. Der Streik führte schließlich zu einer 25%- igen Gehaltserhöhung und der Einführung betrieblicher Krankenversicherungsleistungen.

Dieser Vorfall markiert einen Wendepunkt in der Kampagne „Justice for Janitors“. Der 15. Juni wird seitdem international als „Justice-for-Janitors-Day“, in Deutschland als „Tag der Gebäudereinigung“, begangen.

Im Herbst 2009 gab es in Deutschland den ersten bundesweiten Gebäudereiniger- Streik.

Autor:

Heinz Kolb aus Gelsenkirchen

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