Champions League-Auftakt für Schalke

Kyriakos Papadopoulos debütierte mit gerade einmal 15 Jahren bei Olympiakos Piräus. Nun kehrt er in der Champions League an seine alte Wirkungsstätte zurück. Foto: Gerd Kaemper
  • Kyriakos Papadopoulos debütierte mit gerade einmal 15 Jahren bei Olympiakos Piräus. Nun kehrt er in der Champions League an seine alte Wirkungsstätte zurück. Foto: Gerd Kaemper
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Heute Abend startet für den FC Schalke 04 die Champions League-Saison. Die Stevens-Mannschaft muss zunächst beim griechischen Meister Olympiakos Piräus antreten, bei denen Schalkes Kyriakos Papadopoulos einst mit gerade einmal 15 Jahren debütierte. Nach zwei Jahren kehrt Schalkes Publikumsliebling nun an seine alte Wirkungsstätte zurück und prophezeit seiner Mannschaft einen „heißen Tanz in einem Hexenkessel“.

Zwei Jahre ist es nun her, dass der S04 zuletzt in der Champions League starten durfte. Bevor man in der letzten Saison sich in der Europa League etwas austobte, erreichte man mit Felix Magath und seinem Nachfolger Ralf Rangnick das Halbfinale im höchsten Vereinswettbewerb, in dem man dann an Manchester United scheiterte. Nun also wieder Champions League – zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte. „Man kann sagen, dass wir langsam Stammgäste in der Champions League sind – und das wollen wir auch bleiben“, unterstreicht Schalkes Manager Horst Heldt, dass man bei aller internationaler Vorfreude auch in der Meisterschaft wieder unter die ersten Drei kommen will.

Quantität UND Qualität gestiegen

Für dieses Unterfangen hat Schalkes Cheftrainer Huub Stevens einen starken Kader in dieser Saison beisamen. Zwar verlor man sicherlich mit Raúl einen sehr erfahrenen Spieler. Doch Heldt ergänzte die Mannschaft trotz 14 Abgänge sinnvoll. Sowohl quantitativ als auch qualitativ. Denn eines ist auch klar: Auf den meisten Positionen ist Schalke doppelt besetzt, Stevens musste und wird noch einige harte Entscheidungen gegen Spieler treffen müssen. Er ist dankbar für diese Situation: „Wir wollten es doch so, wir sollten froh darüber sein, die Saison ist sehr lang.“
So spielte der Kapitän der Mannschaft, Benedikt Höwedes, die ersten beiden Saisonspiele nicht von Anfang an. Und heute Abend in Piräus muss Stevens aus Vier Drei machen. Schonte er im Ligaspiel in Fürth Farfan noch wegen seiner Reisestrapazen, so dürfte der Peruaner heute wieder in der Anfangself stehen. Doch wer muss für ihn weichen?

Wer muss für Farfan auf die Bank?

Holtby wohl kaum, weil er seit Saisonbeginn am meisten positiv hervorsticht und auch schon zweimal in der Liga traf. Draxler nach seinem famosen Auftritt und tollem Tor gegen Fürth herauszunehmen, wäre psychologisch sicherlich auch das falsche Zeichen. Also läuft es wohl tatsächlich darauf hinaus, dass der heimliche Star und Neueinkauf Ibrahim Afellay sich zunächst auf der Bank wiederfinden wird. Auch, wenn der niederländische Nationalspieler in vielen Aktionen andeutete, dass er der Schalker Mannschaft einen weiteren Qualitätsschub geben kann, so fand er nicht immer die perfekte Bindung zu seinen Mitspielern. Was ihm allerdings nach der kurzen Eingewöhnungszeit auch noch nicht vorgeworfen werden kann.
Spielt Höwedes erneut hinten rechts oder muss der Kapitän wieder Uchida weichen, der mit Farfan auf der rechten Seite zuletzt gut harmonierte? Fragen über Fragen. Luxusprobleme für Stevens.

Schweres Pflaster für deutsche Vereine

Und Luxus ist auch die Champions League, über die der S04 wieder auf Mehreinnahmen von über 20 Millionen Euro hofft. In der Gruppe B mit Piräus, dem französischen Meister Montpellier und dem englischen Spitzenverein um Lukas Podolski und Per Mertesacker, Arsenal London, scheint vieles möglich. Vom Gruppensieg, über Platz Zwei, bis hin zum vorzeitigen Ausscheiden aus allen internationalen Wettbewerben – Platz Vier. Um letzterem entgegenzuwirken, sollten die Knappen tunlichst vermeiden, heute zu verlieren.
Doch leichter gesagt, als getan. Nicht nur der deutsche Meister Dortmund verlor an selber Stelle in der letzten Champions-League-Saison bei Olympiakos Piräus. Die letzten sechs Duelle gegen deutsche Vereine gingen immer an den Klub, der in den letzten 16 Jahren 14 Mal Meister wurde! Auch jetzt sind die Griechen wieder gut in die Saison gekommen. Nach drei Saisonspielen steht man mit drei Siegen am Platz der Sonne. Schalke ist also genügend gewarnt. Nicht nur durch Papadopoulos.

Autor:

Raphael Wiesweg aus Gelsenkirchen

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