Faszination Triathlon: Christian Behlau startet in Roth

Der Sport spielt eine wichtige Rolle im Leben von Christian Behlau. Das zeigt sich schon morgens. Während sich andere in ihr Auto setzen und zur Arbeit fahren, joggt der Gelsenkirchener die rund neun Kilometer zur RRK Wellpappenfabrik in Bottrop. Am 8. Juli bestreitet er seinen zweiten Triathlon im mittelfränkischen Roth.

„Ich habe schon immer gerne Sport getrieben. Früher habe ich leidenschaftlich Fußball bei Hessler 06 und der STV Horst gespielt. Aus einer Bierlaune heraus bin ich dann 1994 einen Marathon gelaufen und habe mich fortan stärker dem Ausdauersport gewidmet“, erinnert sich Christian Behlau, der sich schnell eine neue Herausforderung suchte. Die fand er 1998 in Roth, wo er zum ersten Mal einen Triathlon absolvierte. „Ich habe 11:06,41 Stunden benötigt und kam als 973. von 2800 Startern ins Ziel. Das war ein faszinierendes Erlebnis. Und nachdem ich das geschafft hatte, war ich mit mir zufrieden und wollte keinen weiteren Triathlon mehr absolvieren.“

Doch die Triathlon-Freunde von Christian Behlau, die er in den letzten Jahren stets nach Roth begleitet hatte, ließen einfach nicht locker und drängten ihn regelrecht dazu, sich noch einmal der Herausforderung zu stellen. „Irgendwann habe ich mich dann doch breitschlagen lassen und mich nach ein, zwei intensiven Gesprächen mit meiner Frau für den Triathlon angemeldet. Nach der längeren Pause war die Zeit jetzt einfach reif für meinen zweiten Triathlon“, erzählt der Familienvater. „Ab März habe ich dann mit der intensiven Vorbereitung begonnen und bin seitdem 900 Kilometer gelaufen, 4.800 Kilometer Rad gefahren und 110 Kilometer geschwommen. Das ist natürlich alles sehr zeitintensiv, was auch mal zu Lasten von Freunden und Familie gehen kann. Nicht zuletzt deshalb gilt Triathlon auch als unsoziale Sportart.“

Die nötigen Voraussetzungen, um auch seinen zweiten Triathlon zu bestehen, hat der Gelsenkirchener allemal. So hat Christian Behlau die letzten Jahre durchweg Ausdauersport betrieben und sich in den letzten Wochen und Monaten gezielt vorbereitet. Darüber hinaus besitzt er auch den nötigen Ehrgeiz und die Disziplin – Eigenschaften, die für den Ausdauersport unabdingbar sind. „Mein Ziel für Roth ist, Spaß zu haben und die einmalige Atmosphäre zu genießen. Aber natürlich möchte ich auch eine gute sportliche Leistung abliefern“, so der 41-Jährige, der sich dafür mit 10:30 Stunden ein ehrgeiziges Ziel gesetzt hat: „Mit dieser Zeit bewege ich mich schon im Leistungssportbereich. Wichtig ist, dass man Respekt vor der Strecke hat und weiß, worauf man sich einlässt. Aber es gibt natürlich auch Unwegbarkeiten, auf die man keinen Einfluss hat, wie beispielsweise ein technischer Defekt am Rad oder Probeme mit dem Magen.“

Am Mittwoch fährt Christian Behlau mit seiner Familie nach Roth, ehe es dann am Sonntag ernst wird. „Ich freue mich am meisten aufs Radfahren, weil ich dafür auch entsprechend gut trainiert habe. Wichtig ist nur, dass ich mir meine Kraft dabei gut einteile und nicht überziehe, so dass ich für den abschließenden Marathon noch genug Körner habe und nicht einbreche.“

Autor:

Markus Tillmann aus Essen-Kettwig

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

12 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.