Gold und Bronze

Über zweimal Edelmetall freuten sich die Rettungsschwimmer der heimischen DLRG bei den Deutschen Meisterschaften in Paderborn: Gold für das Damenteam, Bronze für die Junioren.

Mit 4418,15 Punkten in der Endabrechnung holten sich Maxi Flacke, Vanessa Kik, Kirsten Lühr, Verena Marquis und Marina Nass den Titel im Rettungsmehrkampf der Offenen Altersklasse und verbesserten sich damit noch um gut 70 Zähler gegenüber ihrem Meldeergebnis. Über vier Disziplinen lieferten sie sich im Wasser einen harten Zweikampf mit dem Damenteam aus dem Halle-Saalekreis, in dessen Reihen zahlreiche Nationalschwimmerinnen stehen. „Das war spannend und aufregend wie ein Krimi“, meinte Teamsprecherin Marina Nass – erschöpft, aber glücklich.
In der 4x50-Meter-Hindernisstaffel hatten zunächst die Konkurrentinnen aus dem Halle-Saalekreis die Nase vorne (2:05,29 Minuten). Über die 4x25-m-Puppenstaffel (1:30,48 Min.) und dann vor allem über die 4x50-m-Gurtretterstaffel (1:52,55 Min.) kämpften sich die Gelsenkirchenerinnen auf Platz eins. Die 4x50-m-Rettungsstaffel ging zwar wieder an das Team von der Saale, das in sensationellen 2:06,46 Min. sogar Weltrekord schwamm. Dennoch gewannen die Gelsenkirchener Damen, weil eine der ostdeutschen Rettungsschwimmerinnen bei der abschließenden Prüfung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) durchfiel.
Verena Marquis und Marina Nass hatten sich auch im Einzelschwimmen qualifiziert und durften sich über einen guten fünften bzw. zehnten Platz in der Mehrkampfwertung freuen, wobei sie einige Kaderathletinnen in der Endabrechnung sowie in einzelnen Disziplinen hinter sich ließen. Über die 50 Meter Retten verpasste Marquis in 38,85 Sekunden nur um wenige Zehntel die Bronzemedaille, Nass wurde hier Fünfte (39,23 Sek.). In 1:02,36 Minuten belegte Marquis über die 100 m Retten mit Flossen einen ebenfalls sehr guten fünften Platz.

Äußerst spannend

Äußerst spannend machten es auch die Junioren (Altersklasse 15/16) in der Besetzung Robert Ortmann, Jan Lordieck, Michael Batzel, Felix Holm und Chantal Bernard. Sie lagen nach der ersten von vier Disziplinen mit 20 Punkten Rückstand zu Platz drei auf dem vierten Rang, verkürzten den Abstand in den nächsten beiden Staffeln aber auf nur noch einen Zähler. Damit fiel die Entscheidung über die abschließen 4x50 m Hindernis, wo Trainer Andreas Goetsch ein gutes Händchen für die Startfolge bewies: Beim letzten Wechsel auf Schlussschwimmer Robert Ortmann lag die Bueraner Staffel noch eine Körperlänge zurück, doch der 15-Jährigen holte in einer für sein Alter herausragenden Zeit von 30,1 Sekunden nicht nur auf, sondern schlug mit hauchdünnen 25 Hundertsteln Vorsprung vor der Konkurrenz aus Anklam an. „Wir haben beim Anfeuern eine richtige Gänsehaut bekommen, weil es so unglaublich knapp war“, sagte Trainer Andreas Goetsch. Allerdings forderte Ortmanns Einsatz im Fotofinish seinen Preis: Beim Anschlag traf er so unglücklich mit der Handoberfläche die Zeitnahme-Matte, dass die Hand anschwoll und er am zweiten Wettkampftag auf seinen Einzelstart verzichten musste.
Herauszuheben aus dem Mannschaftsergebnis war auch noch Chantal Bernards Zeit von 36,5 Sek. über die 50 m Puppe, mit der die erst 13-Jährige so manche Starterin in der Offenen Altersklasse hinter sich ließ. „Generell kann man gar nicht genug betonen, dass wir im Gegensatz zu den anderen Mannschaften ja nur einen einzigen Schwimmer im ältesten Jahrgang hatten“, freute sich Goetsch. Das lasse für das nächste Jahr hoffen. In der Gesamtwertung hatte die Mannschaft 4515,04 Punkte und damit um rund 130 Zähler gegenüber ihrem Meldeergebnis verbessert.
Im Einzel schrammte Bernhard bei der weiblichen Jugend (AK 13/14) über die 50 m Retten mit Flossen schwimmerisch zwar am deutschen Rekord vorbei, patzte jedoch bei der Puppenaufnahme, so dass sie wertvolle 4,5 Sekunden verlor und in 32,14 Sekunden nur als Dritte anschlug. Über die 100 Meter Hindernis und 50 Retten mit Flossen kam sie mit der für sie ungewohnten 50-Meterbahn aber überhaupt nicht zurecht und landete in der Endabrechnung des Rettungsdreikampfs nur auf Platz 21.
Viel Pech hatten Elena Piron, Janine Romahn, Lara Schmalenstroer, Laura Benthaus und Susanne Mill (Ak 17/18). Schwimmerisch nach vier Disziplinen an sich auf Platz Sieben, wurden sie in der letzten Staffel wegen eines Wendefehlers disqualifiziert. Außerdem fiel eine Rettungsschwimmerin bei der abschließenden HLW durch, so dass sich das Quintett mit Rang 25 begnügen musste.

Autor:

Boris Spernol aus Gelsenkirchen

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