Königsblaues Schalke-Heimdebüt

Huub Stevens kann sich momentan über vieles freuen: Erstes Heimspiel nach über vier Monaten Pause, die Verpflichtung von Ibrahim Afellay, der Verbleib von Papadopoulos und der baldige Beginn der Champions League. Foto: Gerd Kaemper
  • Huub Stevens kann sich momentan über vieles freuen: Erstes Heimspiel nach über vier Monaten Pause, die Verpflichtung von Ibrahim Afellay, der Verbleib von Papadopoulos und der baldige Beginn der Champions League. Foto: Gerd Kaemper
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Am Samstag bittet der S04 nach über vier Monaten Pause wieder zu einem Punktepflichtspiel in die Veltins-Arena. Die Stadt ist im Ausnahmezustand, was nicht nur an den vergangenen Champions League-reifen Tagen liegt, sondern vor allem auch an den Fans selbst.

Mit einer beispiellosen Aktion soll unsere Stadt königsblau erscheinen. „Mach‘ et blau und weiß“ heißt die Aktion diverser Fanclubs, vom S04 und den Anhängern der Knappen.
So ziert zum Beispiel eine überdimensionale Mosaikwand den Haupteingang des Schalker Stadions. Diese zeigt Porträts von über 5.000 Fans sowie aktuellen Spielern, Mitarbeiern und Helden der Veinsgeschichte. Außerdem sind alle Bürger, vor allem aus Gelsenkirchen, dazu aufgerufen, die Stadt blau und weiß zu schmücken. „Gerne dürfen natürlich auch andere Städte mitmachen“, erklärt Schalkes Manager Horst Heldt mit einem Schmunzeln.
Mittwoch freute man sich, dass unter anderem auch Jefferson Farfan wieder in das Mannschaftstraining zurückgekehrt war. Durch den Peruaner erhofft man sich in der Offensive des Schalker Spiels noch mehr Durchschlagskraft. Bislang fehlte der Rechtsaußen aber in den Pflichtspielen gegen Saarbrücken und Hannover. Doch Donnerstag die Ernüchterung: Farfan musste humpelnd und dick um das Knie bandagiert den Trainingsplatz verlassen. Er wird auch gegen Augsburg nicht auflaufen können.

Jurado ausgeliehen, Papadopoulos bleibt

Dennoch wurde kaum Trübsal an der Arena geblasen. Grund dazu ist der Transfer von Ibrahim Afellay. Der 26-Jährige holländische Nationalspieler wurde von den Königsblauen bis zum Saisonende vom FC Barcelona ausgeliehen. Afellay kann in der Offensive jede Position bekleiden und könnte bereits gegen Augsburg im Kader des S04 stehen. Donnerstagnachmittag bestand Afellay den Medizincheck, Freitag wurden zwischen Barca und Schalke die letzten Vertragsdetails geklärt.
Geklärt ist zudem die kurzfristige Zukunft von José Manuel Jurado. Der Spanier, der sich in zwei Jahren auf Schalke nie richtig durchsetzen konnte, wurde bis zum Ende der Saison an Spartak Moskau verliehen.
Definitiv bleiben wird Kyriakos Papdopoulos. Der 20-Jährige hatte ein „finanziell sehr lukratives Angebot von Zenit St. Petersburg“, wie sowohl Horst Heldt als auch Papadopoulos selbst bestätigten.

Arsenal, Piräus und Montpellier warten

Ein erstes Angebot über 15 Millionen Euro, welches Heldt unter der Woche auch offiziell bestätigen konnte, lehnte man ab. Angeblich waren die Russen, die mit Gazprom den selben Sponsor wie Schalke haben, nun bereit, den Knappen 20 Millionen Euro zu geben und dem jungen Griechen 3 Millionen Euro netto als Gehalt zu bieten. „Die Tatsache, dass ich weiter hier bin und auch bleibe, sagt doch alles darüber aus, wie ich zum Verein stehe: Ich bleibe, weil ich gern für Schalke 04 spiele“, unterstrich Schalkes Publikumsliebling.
Das Publikum dürfte also insgesamt mehr als nur positiv gestimmt sein, wenn Samstagnachmittag um 15.30 Uhr in der Veltins-Arena endlich mal wieder der Ball rollt. Kaum einer sprach dieser Tage über den nächsten Gegner, den FC Augsburg. Was Cheftrainer Huub Stevens entgegen kommt: „Ich spreche nicht gerne über den Gegner, sondern von den Qualitäten meiner Mannschaft.“ Doch auch er betonte, dass die Mannschaft stärker sei, als der 1. Spieltag ausgesagt habe. „Düsseldorf hatte zwei Chancen und hat diese eiskalt gemacht. Augsburg war aber nicht schlecht. Sie werden aber hier bei uns sicherlich auch anders auftreten.“
Auftreten werden die Schalker Spieler am Samstag auch mit Trauerflor. Am Montag verstarb der ehemalige Schalke-Trainer Ivica Horvat im Alter von 86 Jahren. Horvat belegte letztes Jahr bei der Wahl der Jahrhundertelf hinter Huub Stevens Platz Zwei unter den Trainern. Mit ihm verbinden noch heute viele Schalker Fans alte Glanzzeiten.
Glanzzeiten warten dann ab Dienstag, den 18. September auch auf Schalke. Dann startet man in der Gruppe B der Champions League beim griechischen Meister Olympiakos Piräus. Das erste Champions Leauge-Heimspiel nach fast zwei Jahren findet am Mittwoch, 3. Oktober, gegen den französischen Meister HSC Montpellier statt. Komplettiert wird die Gruppe vom englischen Spitzenklub Arsenal London, bei dem unter anderem auch die beiden deutschen Nationalspieler Lukas Podolski und Per Mertesacker spielen. Die „Gunners“ werden am Dienstag, den 6. November in der Veltins-Arena auflaufen.

Autor:

Raphael Wiesweg aus Gelsenkirchen

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