Tor Auf Schalke und mehr

Im Rahmen des Picknick mit Perspektive gab es auch die Gelegenheit zu einem Blick in die Veltins-Arena und hier in die neu gestaltete Mannschaftskabine. Das Foto zeigt Joachim Hampe, Alexander Jobst und andere im Spielertunnel mit dem Schalke-Spruch „Blau und weiß  - ein Leben lang“.
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  • Im Rahmen des Picknick mit Perspektive gab es auch die Gelegenheit zu einem Blick in die Veltins-Arena und hier in die neu gestaltete Mannschaftskabine. Das Foto zeigt Joachim Hampe, Alexander Jobst und andere im Spielertunnel mit dem Schalke-Spruch „Blau und weiß - ein Leben lang“.
  • Foto: Foto: ujesko
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Das mittlerweile dritte Picknick mit Perspektive zeigte mit dem Berger Feld wieder einen Ort, wo etwas Neues entstehen kann, das sich lohnt. Wo aber auch unternehmerisches Handeln gefragt ist in einem Umfeld, das sich gegenseitig befruchtet.

Nach dem Hafenbecken Graf Bismarck und dem Gelände des ehemaligen Schalker Vereins, reihte sich dasBerger Feld als dritte Location ein ins „Gelsenkirchen-Picknick mit Perspektive". Diesmal aber als Gebiet, das keine ehemalige Industriebrache war.

Das Berger Feld mit dem Arena Park ist in aller Welt bekannt

Oberbürgermeister Frank Baranowski brauchte bei seiner Begrüßung der rund 200 anwesenden Unternehmer, von denen rund ein Drittel nicht aus Gelsenkirchen stammten, zum Areal nicht allzuviel zu erzählen: „Das Berger Feld ist bekannt durch die Heimspiele des FC Schalke 04. Nun soll das Herzstück des Arena-Parks neu gestaltet werden mit dem Tor auf Schalke. So profitieren Unternehmen, die sich hier ansiedeln noch mehr als bisher von der Marke Schalke 04. Denn mehr als 3 Millionen Besucher pro Jahr nehmen auchdie anderen Unternehmen aus Sport, Freizeit, Gastronomie und Gesundheit wahr.“
Darum zeigte sich das Stadtoberhaupt gespannt, „welche Unternehmen sich an dieser Stelle trauen werden hier etwas entstehen zu lassen und Perspektiven zu entwickeln.“

Das Tor auf Schalke

Alexander Jobst, Marketing Vorstand desFC Schalke 04, erläuterte mit dem Tor auf Schalke die Zukunfsvision des Vereins für das Gelände, in der Trainingsplätze, ein Regionalliga-Stadien für die verschiedenen Mannschaften und mehr entstehen sollen. „Zu dem von uns ausgeschriebenen Architektenwettbewerb gingen mehrere Hundert Vorschläge ein. Daraus kamen 30 in eine engere Wahl und schließlich wählten die Stadt Gelsenkirchen und wir als Verein den Siegerentwurf aus“, erzählte Jobst.

S04-Fan gewinnt Architektenwettbewerb auf Schalke

Die Wahl fiel dabei auf den Entwurf von Ansgar Schulz aus dem Leipziger Architkturbüro Schulz Schulz und traf dabei keinen „Unbeleckten“, denn der Architekt hat eine Dauerkarte im Block 47.
Ansgar Schulz erläuterte den Entwurf, indem er das Vorhaben lobte, weil „es wohl kaum einen Verein gibt, der Verwaltung, Stadion und Trainingsgelände derart an einem Ort gepaart hat. Hier ist ein Areal geschaffen, in dem Alltag und Festtag, damit meine ich die Spieltage, auf dem selben Gelände stattfinden. Unser Entwurf geht genau in diese Richtung.“

Besucher und Profis nah beieinander

Die Idee hinter dem Entwurf ist es, dass die Fans beim Shoppen im Fan-Shop ihres Idolen beim Training zuschauen sollen. Der hier neu geschaffene „Schalker Markt“ soll als Treffpunkt der Fans, wie er es früher zu Zeiten der Glückauf-Kampfbahn im Ortsteil Schalke war, etabliert werden. Die Trainingsplätze reichen an das Besucherzentrum heran und die Promenade, die das Areal schnurgerade durchteilt, ist als Oval angelegt und auch mit Bussen befahrbar, so dass die Königsblauen zu den verschiedensten Anlässen in einer Dauerschleife immer wieder an den ihnen zujubelnden Fans vorbeifahren könnten.

Erst wird in die Mannschaft investiert, dann ins Gelände

Doch der Euphorie setzt Alexander Jobst gleich wieder ein Ende: „Gott sei Dank haben wir vergangenen Dienstag zitternd den Einzug in die Champions League geschafft. Die Verantwortlichen sind dabei um Jahre gealtert, angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen, die damit verbunden waren.“
Allerdings werden die nun sicheren Gelder nicht gleich in die Neugestaltung des Areals investiert, sondern zunächst in den sportlichen Bereich, wie die Käufe von Boateng und Aogo zeigen. Der Marketing-Vorstand ist sich sicher, dass die nächsten fünf bis sieben Jahre richtungsweisend sind und sich in dieser Zeit heraus kristallisieren wird, welche Vereine oben stehen bleiben in der Liga.
„Der Tag X zur Umgestaltung des Berger Feld wird realisiert, wenn der FC Schalke 04 das Vorhaben aus eigenen Mitteln finanziell stemmen kann. Uns ist wichtig, dass wir möglichst bald ein Regionalligastadion für unsere Mannschaften bereit stellen können, um diesen lange Wege ersparen zu können. Darum hoffen wir, dass durch Transfermitteln bereits in den nächsten ein bis zwei Jahren die Bagger anrücken können. Die Fertigstellung kann realistisch gesehen bis 2018 dauern. Wichtig ist, dass wir gemeinsam mit der Stadt wissen, was man will“, erläuterte Jobst, der von den Planungen überzeugt ist.

"Das Tor auf Schalke wird kommen"

Er verversprach: „Das Tor auf Schalke wird kommen. Der Entwurf wird kein Entwurf bleiben, sondern Realität werden!“
Joachim Hampe schloss sich dem an und erklärte, dass es nicht um kurzfristige Erfolge, sondern langfristige Perspektiven geht: „Das nächste Ziel ist das Erreichen des Achtelfinale in der Champions League.“
Alexander Jobst verkündete, dass dieses Ziel auch der Anspruch des Vorstandes ist und bat den Wirtschaftsdezernenten an dieser Stelle das später mal den Spielern in der Kabine zu erzählen.
Über die gegenseitige Befruchtung der im Berger Feld niedergelassenen Unternehmen berichteten Nicolaus Philipp Hüssen, der Geschäftsführer von medicos.AufSchalke, Dr. Joachim Basler, Gelsenwasser-Geschäftsführer, und Peter Schnepper von der IHK Westfalen.
Hampe fasste die Erfahrungen der Unternehmen zusammen: „Hier findet sich ein synergetischer Mix aus verschiedensten Unternehmen, die sich einzeln nicht in dieser Form hätten entwickeln können.“

Es geht wieder weiter im Arena Park

Erste Neuansiedlungen stehen bevor mit einem Asia-Restaurant, das sehr modern und nicht dem sonst oft üblichen „Troddellampen-Ambiente“ entspricht. Außerdem wird es eine Art Betriebskindergarten geben für die hier beheimateten Unternehmen, der in privater Trägerschaft realisiert werden soll.
Nichtsdestotrotz hat das Areal noch 141.000 Quadratmeter zu bieten, auf denen sich Unternehmen in verschiedenen Größen niederlassen könnten.

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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