Ein kombiniertes Jubiläum: Arzt Mobil und StraßenFeuer-Spendengala

Das Foto zeigt Prof. Dr. Helmut Hasenkox, Spenderin und Helferin Tanja Oppermann, Fotograf Gerd Kaemper, Initiator Norbert Labatzki, Spenderin Elke Schumacher und Spender Heinrich Wächter. Foto: Ralf Nattermann
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  • Das Foto zeigt Prof. Dr. Helmut Hasenkox, Spenderin und Helferin Tanja Oppermann, Fotograf Gerd Kaemper, Initiator Norbert Labatzki, Spenderin Elke Schumacher und Spender Heinrich Wächter. Foto: Ralf Nattermann
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„Durch einen Zufall sind Dr. Nolte und ich darauf gekommen, dass wir zusammen im Jahr 2018 ein Jubiläum haben. Denn der Verein Arzt Mobil wurde 1998 gegründet und wird demnach 20 Jahre alt, die Spendengala feiert ihre fünfte Auflage und gemeinsam sind das 25 Jahre. Also ein Jubiläum, wenn auch ein ungewöhnliches“, freut sich Norbert Labatzki, der Initiator der Spendengala.

Eine Ausstellung zeigt Impressionen der bisherigen Spendengalas

Und zu einem Jubiläum soll es natürlich auch etwas Besonderes geben. In diesem Fall eine Fotoausstellung mit Erinnerungen, die der Stadtspiegel-Fotograf Gerd Kaemper bei den bisherigen vier Spendengalas geschossen hat.
20 Roll Ups sind dazu entstanden, die die Künstler auf der Bühne, das Publikum, aber auch die Protagonisten, die sich am Rande ehrenamtlich engagieren, zeigen. Die Ausstellung der Bilder wird bereits am 1. Februar im Atrium des Hans-Sachs-Hauses an der Ebertstraße 11 eröffnet und ist dann bis kurz nach der Spendengala, die am Sonntag, 4. März, ab 17 Uhr (Einlass ab 16.30 Uhr) stattfindet, an gleicher Stelle zu sehen.
Ermöglicht wurde die Ausstellung nicht nur dadurch, dass Gerd Kaemper, „den ich als Fotografen und Künstler sehr schätze, seine Fotos zur Verfügung gestellt hat, sondern auch dadurch, dass einige Gelsenkirchener meinem Aufruf über Facebook gefolgt sind und die Patenschaft über jeweils einen Roll Up übernommen haben und bereit waren dafür 100 Euro zu spenden“, schildert Norbert Labatzki.

Die Situation für die Wohnungslosen wird immer bedrohlicher

In seinem Gespräch mit Dr. Wolfgang Nolte erfuhr Labatzki, dass die Situation für die Obdachlosen in Deutschland immer schwieriger wird. „Es gibt immer noch keine offizielle Statistik über die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland und das macht mich unglaublich wütend. Fakt ist aber, dass die inoffizielle Zahl derzeit von rund 860.000 Menschen spricht und mit einem Anstieg von rund 40 Prozent zu rechnen ist. Das liegt unter anderem an illegalen Flüchtlingen, die auf der Straße leben, aber auch an Wirtschaftsflüchtlingen aus Südost-Europa. Und Fakt ist auch, dass die Obdachlosen immer jünger werden. So zählt man in Essen, wo tatsächlich eine Statistik betrieben wird, rund 100 Wohnungslose unter 16 Jahren“, mahnt der Gelsenkirchener Künstler.

Langsam werden Medikamente für die Versorgung der Wohnungslosen knapp

Die stetig steigende Zahl sorgt dafür, dass inzwischen Medikamente knapp werden und das Arzt Mobil in Gelsenkirchen zum Beispiel nicht mehr genügend Antibiotika zur Verfügung hat. „Das zeigt, dass es weiterhin bitter, bitter nötig ist, weiter aktiv zu bleiben für diese Menschen. Und ich freue mich, dass ich in bescheidenem Maße finanziell den beiden Einrichtungen Arzt Mobil und "Warm durch die Nacht" helfen kann durch den Erlös der Spendengala. Was aber beinahe wichtiger ist, dass die Menschen durch die Medien erfahren, dass es immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft gibt, die durch missliche Umstände an den Rand der Gesellschaft und auf die Straße geraten“, appelliert Labatzki an die Bürger.
Dem schließt sich Prof. Dr. Helmut Hasenkox, der Geschäftsführer der emschertainment GmbH, die die Spendengala begleitet, an: „Ich bekomme immer wieder mit, wieviele Menschen es hier in der Stadt gibt, denen es gut geht und die für die gute Sache sehr viel mehr tun könnten, als bisher. Darum sollte gerade das private Potenzial der Gelsenkirchener angesprochen werden. Denn gerade solche Veranstaltungen braucht man hier in der Stadt.“

Vier gute Beispiele für Roll Up-Spender

Es sind durchaus bekannte Gesichter, die Norbert Labatzki als Beispiele für Spender von Roll Ups vorstellte. „Heinrich Wächter vom Köcheclub Gelsenkirchen ist sich nie zu fies, bei Veranstaltungen wie dieser aktiv zu werden und den Kochlöffel zu schwenken“, erklärt Labatzki. Aber auch die anderen Spender sind „Wiederholungstäter“, so etwa Elke Schumacher, die viele Gelsenkirchener aus dem stadt.bau.raum kennen. Oder Tanja Oppermann, die die Spendengala von Anfang an durch ihr ehrenamtliches Engagement an der Garderobe und überall, wo gerade helfende Hände benötigt werden, unterstützt. Und nicht zuletzt auch Helmut Hasenkox, der alljährlich die Top-Acts für den Benefizauftritt verpflichtet.

Programm der fünften Spendengala steht

Am 4. März gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit Norbert Labatzki, sondern auch mit Moderator Frank Bürgin. Zur Versteigerung steht dann ein Kunstwerk der Gelsenkirchener Karikaturistin Stephanie Albers. Das Musiktheater im Revier wird wieder einmal ein Ensemblemitglied entsenden und auch Flamenco-Gitarrist Rafael Cortes wird wohl wieder dabei sein.
„Der Top-Act hat sich selbst um Kopf und Kragen geredet“, verrät Hasenkox. „Nach seinem Auftritt im April sollte Hagen Regen für unsere Facebook-Seite einen kurzen Videoclip einspielen. Doch er stellte sich quer und meinte: Geh' mir weg mit Facebook. Frag' mich nach einer Benefizveranstaltung, die mache ich dir sofort. Und das Glück war auf unserer Seite und Hagen hatte den Termin frei und wir können uns glücklich schätzen, ihn im März auf der Bühne zu haben.“
Allerdings befürchtet Hasenkox, dass es schwer werden wird, den Meister der Worte und Überziehungen nach 20 Minuten von der Bühne zu holen. Dem Publikum dürfte es recht sein...
Eine Überraschung hat Labatzki noch in petto, die verrät er aber erst bei der Ausstellungseröffnung.

Eintrittskarten für den guten Zweck eignen sich auch als Weihnachtsgeschenk 

Karten für die „StraßenFeuer“-Spendengala gibt es in der Stadt- und Touristinfo im Hans-Sachs-Haus zum Preis von 18 Euro. Alle anderen bekannten Vorverkaufsstellen verkaufen die Karten für 18 Euro plus Vorverkaufsgebühr. Die Stadt spendet die Gebühren für die Gala. „Ich bin Oberbürgermeister Frank Baranowski sehr dankbar für seine Unterstützung und ebenso der Hausherrin des Hans-Sachs-Hauses, Dezernentin Annette Berg, und natürlich der emschertainment, die mir bei der Ansprache der Künstler und dem Marketing hilfreich und unbürokratisch zur Seite steht“, freut sich Norbert Labatzki, der hofft, dass wieder viele Bürger den Weg zur Spendengala finden. 

Das Foto zeigt Prof. Dr. Helmut Hasenkox, Spenderin und Helferin Tanja Oppermann, Fotograf Gerd Kaemper, Initiator Norbert Labatzki, Spenderin Elke Schumacher und Spender Heinrich Wächter. Foto: Ralf Nattermann
Eine kleine Auswahl der Rollups, wie sie ab dem 1. Februar im Hans-Sachs-Haus zu sehen sein werden. Foto: Gerd Kaemper
Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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