Gerald Asamoah - Ein echter „Gute-Laune-Bär“

Felix hatte extra sein erstes Schalke-Trikot dabei, um eine Unterschrift von Gerald Asamoah darauf verewigen zu lassen. Als er da hinein passte, muss Felix noch ein richtig kleiner Schalke-Fan gewesen sein! Foto: Anne Breilmann
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  • Felix hatte extra sein erstes Schalke-Trikot dabei, um eine Unterschrift von Gerald Asamoah darauf verewigen zu lassen. Als er da hinein passte, muss Felix noch ein richtig kleiner Schalke-Fan gewesen sein! Foto: Anne Breilmann
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Wo sonst, wenn nicht in der Schalke-Ecke des Restaurants Vitali an der Horster Straße 20 wäre der richtige Platz für den Promi-Treff des Stadtspiegels mit dem Liebling der Schalke-Fans Gerald Asamoah? Umgeben von S04-Bibel, Wimpel und mehr fühlte sich der Ex-Profi mindestens so wohl wie die Leser.

Ein Promi ohne Berührungsängste

Berührungsängste gab es bei diesem Promi-Treff zwischen den Leserinnen und Lesern und ihrem Star überhaupt nicht. Gerald Asamoah stellte sich direkt zwischen den Lesern zum Gruppenfoto auf, legte den Arm um seine direkten Nachbarn auf dem Foto und schwupps war man per Du.

Eine Diät hat der Kicker gar nicht nötig

Denn darauf legte Gerald Asamoah großen Wert, dass alles ganz locker vonstatten ging. Und schon kannten die Promi-Treffler keine Hemmungen mehr und zeigten sich erstaunt, wie schmal „Asa“ rüberkommt, wenn er nicht im Fernsehen sondern live zu sehen ist. „Hast Du abgenommen?“ wurde dann auch gefragt, was der Kicker mit einem Lächeln und der Erklärung, dass man im Fernsehen immer dicker aussieht beantwortete.
Felix war einer der jüngeren Teilnehmer, hatte aber auch wenig scheu und äußerte schon zu Anfang den Wunsch, dass er vier Autogramme bräuchte. Kein Problem für Gerald Asamoah, der dem kleinen Felix später Autogramme auf sein erstes Schalke-Trikot und diverse Autogrammkarten gab.

Wie kam Gerald Asamoah nach Deutschland?

Rudolf Ruttkowski wollte etwas über das Leben von Asamoah vor dessen Profi-Karriere wissen und erhielt frank und frei eine Antwort: „Mein Vater war in Ghana Journalist. Als er die Chance bekam nach Europa zu gehen, hat er diese sofort wahrgenommen. Er ging dann erst nach Polen und später nach Deutschland. Meine Mama reiste ihm nach als ich zwei bis drei Jahre alt war. Meinen Vater habe ich erst kennen gelernt als ich 12 war und auch nach Deutschland kam.“

Otto Ado und Asamoah: Weggefährten am Scheideweg

Rudolf Ruttkowski hakte nach und erinnerte sich daran, dass auch Otto Addo aus Ghana nach Deutschland kam. „Das stimmt. Wir kennen uns sehr gut, wir hatten damals den gleichen Berater. Aber Otto hat sich für Dortmund entschieden und ich für Schalke. Wir sind aber zusammen zu den Vertragsunterzeichnungen gefahren und ich habe im Auto gesessen als Otto in Dortmund unterschrieben hat und er hat auf mich gewartet auf Schalke“, erinnerte sich Gerald Asamoah lachend.

Straßenfußball in Ghana ist nicht zu vergleichen mit dem in Deutschland

Wie er zum Fußball kam, interessierte den jungen Felix natürlich auch. „Wir haben auch Fußball gespielt in Ghana, aber nicht so wie die Jugendlichen hier oder meine Kinder heute. Wir haben uns aus Socken Bälle gemacht und gespielt. Profi zu werden war damals nicht mein Ziel, mir hat Fußballspielen nur einfach Spaß gemacht. Erst viel später habe ich festgestellt, dass ich Talent habe“, schildert Asamoah, dessen großes Vorbild Anthony Yeboah war, weil dieser auch mit viel Ehrgeiz und Einsatz gespielt hat.

Ein Wiedersehen nach zehn Jahren

Anna-Lena Pietsch wollte unbedingt dabei sein und hatte zehn Postkarten an den Stadtspiegel geschickt. Dabei verbindet sie eine lange Bekanntschaft mit Gerald Asamoah. Die heute 17-Jährige hatte ihm vor sieben Jahren einen Brief geschrieben, weil sie ein großer Fan ist und wusste, dass er an einem Herzfehler leidet. Sie selbst leidet an Rheuma und wollte sich bei ihm einen Rat holen, wie man mit einer Erkrankung als junger Mensch umgehen kann.
An den Brief konnte sich Gerald Asamoah gut erinnern, weil ihm die Geschichte zu Herzen gegangen ist. Das bei der damaligen Begegnung entstandene Erinnerungsfoto von Gerald und dem damals 10-jährigen Mädchen hatte Anna-Lena mitgebracht. Gerald Asamoah hätte das Kind, das nun zur jungen Dame geworden ist, nicht wiedererkannt, freute sich aber umso mehr, dass Anna-Lena dabei war.
Der stolze Vater berichtete auch, dass seine Zwillinge sieben und sein jüngstes Kind fünf Jahre alt ist und schon eine Empfehlung zur Einschulung bekommen hat.

Was die Zukunft bringt? Hauptsache etwas auf Schalke!

Was die Zukunft betrifft, hat Gerald Asamoah viele Perspektiven: „Ich habe meinen Trainerschein gemacht. Die B-Lizenz habe ich schon und die A-Lizenz werde ich auch bald machen.“ Auf Schalke nimmt der Kult-Kicker repräsentative Aufgaben wahr. „Ich bin Schalker durch und durch. Das war ich schon immer und das werde ich auch immer sein. Auch wenn ich bei anderen Vereinen gespielt habe, wusste das immer jeder, dass mein Herz für diesen Verein schlägt.“ Die Leserrunde nickte und stimmte Gerald Asamoah zu: „Du bist Schalke!“

Die Regionalliga als langsamer Abschied vom aktiven Fußball

Wenn ein ehemaliger Profi in der zweiten Mannschaft und damit „nur noch“ in der Regionalliga spielt, schauen die jungen Spieler dann zu ihm auf? „Klar, das war die Idee dahinter, das die jungen Spieler von meiner Erfahrung profitieren können. Inzwischen merke ich morgens aber manchmal schon meine Knochen.“, schmunzelt Gerald Asamoah. „Natürlich tut es weh, wenn man sich vor Augen halten muss, dass es mit dem Profi-Fußball vorbei ist.“

Was wäre wenn.....?

Was wäre aus Gerald Asamoah geworden, wenn er nicht Fußball-Profi geworden wäre? „Das ist eine gute Frage. Nach der 10. Klasse wusste ich nicht, was ich werden wollte. Ich habe dann in Hannover ein Berufsgrundschuljahr gemacht und mich in einer Kochklasse angemeldet. Das passte gut, weil ich ja auch gern esse. Das hat viel Spaß gemacht, aber im Sommer war das ganz schön heiß in der Küche!“ lacht Gerald Asamoah. „In der Zeit keimte dann der Wunsch nach dem Fußball auf. Als das Jahr um war, habe ich noch nicht einmal eine Bewerbung geschrieben, weil für mich schon fest stand, dass ich Profifußballer werden will. Das ist aber nicht zur Nachahmung empfohlen, möchte ich allen jungen Leuten ans Herz legen!“

Fabian Ernst und Gerald Asamoah kennen sich seit Jahrzehnten

Felix wollte wissen, wer die besten Freunde von Gerald Asamoah unter den Schalke-Kickern sind. „Oh, da waren viele. Fabian Ernst war schon in der 6. Klasse mein Schulkamerad, später haben wir zusammen in Hannover und der Nationalmannschaft gespielt. Aber auch Manuel Neuer und Kevin Kuranyi waren und sind noch immer meine Freunde. „Ich glaube, Fabian sehe ich noch am Häufigsten“, erklärte Asamoah.
Als echter Schalker Jung gibt es für Gerald Asamoah keinen Verein, der ihm am Herzen liegt außer Königsblau. Umso mehr freut er sich, dass jetzt so viele Spieler aus der eigenen Knappenschmiede des FC Schalke bei den Profis spielen.

Die Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder

Natürlich kam das Gespräch mit den Lesern auch auf die Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder. Inspiriert durch seine eigene Herzerkrankung, die 1998 festgestellt wurde, gerade als der 19 Jahre alte Asamoah in die Profikarriere starten wollte, gründete er im Jahr 2007 die Stiftung. „Ich habe mir, als ich damals die Diagnose bekommen habe, versprochen, dass ich etwas zurückgeben werde, wenn es mir wieder besser geht und das habe ich eingehalten. Und ich sage Euch: Es gibt nichts Schöneres als ein Kind lächeln zu sehen, das eine Operation überstanden und ein gesünderes Leben vor sich hat.“ Und wenn er das mit glänzenden Augen sagt, bleibt kein Zweifel, dass er es auch genauso meint.
Die Stiftung finanziert lebensnotwendige Herz-Operationen von Kindern, sie stattet Krankenhäuser mit medizinischen Geräten aus, die Kindern das Leben retten können und engagiert sich im Bereich Prävention und Früherkennung von Herzkrankheiten.

Sponsoren und Spenden sind immer erwünscht!

Leider können nicht alle Anfragen, die bei der Stiftung eingehen, positiv beschieden werden. „Am Liebsten würden wir allen Kindern helfen“, wünscht sich Gerald Asamoah. Indem versucht wird die laufenden Kosten, z. B. für notwendiges Werbematerial, über Sponsoren abzudecken, können die Spenden 1 zu 1 für herzkranke Kinder eingesetzt werden. Kaum ausgesprochen, war Felix der erste, der seine Spende in die Spendendose einfwarf. Wer seinem Beispiel folgen möchte: Das Spendenkonto bei der
Deutschen Bank AG hat die Kontonummer 6 969 695, Bankleitzahl 500 700 10,
IBAN: DE23 5007 0010 0696 9695 00 und BIC: DEUTDEFFXXX.
Interessierte Sponsoren können sich gerne direkt an die Asamoah Stiftung wenden unter kontakt@gerald-asamoah-stiftung.de

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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