Roter Salon des Consol Theater: Welches Theater braucht Gelsenkirchen?

Der Rote Salon in der Kellerbar des Consol Theaters macht nicht nur Spaß, er ist auch sehr wohlschmeckend und abendfüllend, ohne lang zu werden. Foto: Gerd Kaemper
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Die Idee zum „Roten Salon“ entstand im Consol Theater mit Beginn der Spielzeit 2010/11. Mit Beginn der neuen und aktuellen Spielzeit wurde die Idee um ein gemeinsames Essen verfeinert.

Von Silke Sobotta

GE. Und um die mal leichte und mal schwere Kost ging es auch bei dem Gespräch, das sich rund um das vorgegebene Thema „Was wollt Ihr? – welches Theater braucht Gelsenkirchen?“ rankte.
Debattiert wurde das Thema von Fachleuten wie Anna Melcher, der Dramaturgin des Musiktheaters im Revier, Leuten vom Fach wie dem Laien-Schauspieler Reinhold Stania oder Renate Stork von der Theatergemeinde Gelsenkirchen, aber auch ganz normalen Bürgern dieser Stadt, die sich für Theater im weitesten Sinne interessieren.
Angesichts des neu gefundenen Formats mit dem gemeinsamen Essen fanden sich die Teilnehmer an einer großen Tafel ein und genossen während der Gespräche drei kulinarische Köstlichkeiten, die das Café Villa auf den Tisch zauberte.
Als Opener für die Diskussion kamen sieben mehr oder weniger bekannte Menschen zu Worte, die ihre Ansichten über das Theater preisgaben, in dem ihre Thesen durch Anwesende verlesen wurden. Und da der Aperitif aus einer Stachelbeerwein-Schorle bestand, bat Moderator André Wülfing darum, bitte stachelbeerweinernst statt bierernst zu diskutieren.
Bei der Abstimmung über Thesen zum Theater in Gelsenkirchen zeigten sich die Anwesenden größtenteils einig, wenn es darum ging, dass Gelsenkirchen ein Schauspieltheater braucht, das man keins der bestehenden Theater schließen darf, und das auch nicht in 20 Jahren, und dass die Stadt die Unterstützung der Theater als eine Pflichtübung festschreiben sollte.
Wie üblich in ähnlich gelagerten Fernsehformaten gibt es dort einen Einspieler. Hier steht das Consol Theater in nichts nach und lässt seinen Jugendclub in der Fußgängerzone Passanten nach ihren Theatergewohnheiten und -vorlieben befragen. Die Ergebnisse waren ernüchternd bis erschreckend. Doch der Schock wurde durch den nächsten Menügang kompensiert.
„Die Magie des Theaters“, dieser Funke, der überspringt, hat auch die Ü-irgendwas-Generation erreicht, wie André Wülfing die Seniorentheatergruppe synovia ankündigte, die zwei Szenen aus ihrem aktuellen Stück „Hotel Fünfjahreszeiten“ zum Besten gab.
Im Schlussspurt überlegten sich Kleingruppen ihre Vorstellungen und Wünsche an das Theater in Gelsenkirchen und kamen dabei überraschenderweise oder vielleicht auch nicht zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Denn gewünscht sind Vielfalt, Unterhaltung, die Anregung zur Diskussion, ein Entschleunigungsort, die Zusammenarbeit aller Theater sowie generationenübergreifende Programme.
Und auch wenn es am 7. Dezember ab 19 Uhr beim nächsten Roten Salon um das Thema „Konsum – wunderbare Warenwelt“ geht, wird sicherlich der ein oder andere Gast wieder dabei sein.

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