DLRG probt den Ernstfall

Strömungsretter beim Einsatz

Blaulicht, Martinshorn und viele Helfer der DLRG sammelten sich am Samstagmorgen zur Katastrophenschutzübung der Bezirke Emscher-Lippe-Land und Gelsenkirchen.
Was für Außenstehende wie ein Actionfilm aussieht, kann schnell bitterer Ernst werden. Um für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, wurden die DLRG-Kräfte am Samstagmorgen zu einem fiktiven Einsatz am Rhein-Herne-Kanal nach Gelsenkirchen gerufen/beordert. „Ein Sportboot ist in das Amphitheater gefahren. Es gibt mehrere Verletzte und das Boot sinkt“, verkündet dort Bernhard Windmöller (Übungsleiter der DLRG Bezirk Emscher-Lippe-Land (ELL)) den Einsatzauftrag. „Bezirk Emscher-Lippe-Land und Gelsenkirchen rückt mit Sonderrechten und Stärke 40 Mann aus“, meldet Thomas Nolde (Zugführer der DLRG) über Funk der Übungsleitung.
Schnell beginnt an der fiktiven Einsatzstelle die Koordination der Einsatzkräfte. Boote werden zu Wasser gelassen, Verletzte versorgt und Taucher machen sich bereit. Von außen wirkt alles wie ein realer Einsatz. Dieser Einsatz wird nicht die einzige Herausforderung an dem Tag sein: Zwei weitere Szenarien, die all ihr Können herausfordern werden die Einsatzkräfte an diesem Tag noch zu bewältigen haben. Nach zwei Stunden sind alle Verletzen versorgt, das Boot geborgen und das ausgetretene Öl (simuliert durch Sägespäne) eingefangen. Zufrieden lässt Bernhard Windmöller den Blick über den Einsatzort schweifen. „Die Einheiten haben gute Arbeit geleistet. Die Übung lässt nur wenig Zeit zum Verschnaufen – nach dem Essen folgen noch zwei weitere Herausforderungen“, erläutert Windmöller die Situation.
Nach einer kurzen Pause mit Erbsensuppe sollte sich Windmöllers Aussage bewahrheiten. Die Einheiten wurden gerufen um zwei Kinder, die beim spielen in die Lippe geraten waren zu finden. „Hier haben wir uns etwas besonders schwieriges einfallen lassen“ so Windmöller. „Die Einheiten können hier nicht
mit dem Auto anfahren und auch kein Boot zu Wasser lassen“ führt er weiter aus. Aber auch diese Situation bekommen die Lebensretter schnell unter Kontrolle schnell wird das Boot mit vereinten Kräften zu Wasser getragen und weitere Trupps auf einem anderen Weg zur Unfallstelle geführt, sodass nach kurzer Zeit der Funkspruche „beide Personen gefunden und versorgt“ bei der Übungsleitung ein. Die Einheiten sammelten sich wieder und es ging weiter nach Haltern wo es erst einmal ans Essen und einer Besprechung der Einsätze ging, die dann allerdings durch die Meldung, dass eine ältere Dame am Stausee vermisst wird. „Auch das Suchen von Personen am und im Wasser zur Nacht muss geübt sein und stellt die Kräfte vor besondere Herausforderungen“ erklärt Windmöller die Situation. Aber auch diese Aufgabe meistern die Einsatzkräfte in kürzester Zeit. „Wir hatten etwas mehr Zeit eingeplant aber so haben nun alle ihren verdienten Feierabend, schließlich geht es morgen weiter“.
Am Sonntag hieß es dann anpacken. Gemeinsam mit dem THW wurden der Bau eines provisorischen Steges und das Errichten eines Deiches geübt. „Im Einsatz muss man Hand in Hand arbeiten und vielleicht auch mal mit dem man nicht jeden Tag zu tun hat, daher ist es wichtig auch andere Hilfsorganisationen in solche Übungen mit einzubinden“ erläutert Windmöller die letze Übung.
„Wie die letzten Wochen und Monate gezeigt haben, wird das Engagement der DLRG in der allgemeinen Gefahrenabwehr immer wichtiger“, sagt Bernd Windmöller. Dieses haben die ehrenamltichen DLRG-Helfer zum Beispiel beim Hochwasser im Kreis Borken Ende August unter Beweis gestellt. Damit aber auch neue Einsatzkräfte langsam an solche schwierigen Situationen herangeführt werden, hat die DLRG sich vorgenommen ihre Einsatzkräfte möglichst realistisch an solche Großschadenslagen heranzuführen. Umso wichtiger ist auch die Unterstützung für die DLRG: „Bedanken möchten wir uns beim Betreiber des Amphiteaters, das wir das Übungsgelände kostenlos benutzen durften“, so Windmöller.

Autor:

Boris Spernol aus Gelsenkirchen

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