Ehrenamtsagentur vermittelt Grundschüler und Lernhelfer
Mit LernBuddys gegen Bildungslücken

Für die jungen Abiturienten und die Grundschüler könnte das Angebot der LernBuddys eine win-win-Situation ergeben. Foto: Gerd Kaemper/Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen
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Viele Grundschüler des laufenden Schuljahres haben durch die Schulschließung im Shut-Down sehr viel Lernstoff verspasst. Selbst die jetzt noch bis zu den Sommerferien teilweisen Öffnungen der Grundschulen können diese Defizite nicht wettmachen. Zumal die Einzelförderung unter den derzeitigen Kontaktgeboten grundsätzlich schwer zu realisieren ist.

Die durch das Programm Bildung und Teilhabe (BUT) geförderten Schüler können mittlerweile wieder profitieren. Diese Lernförderung geschieht durch Skype, WhatsApp oder ähnliches, erreicht aber in dieser Zielgruppe nicht alle und ist im Lernergebnis oft suboptimal. Denn für Gundschüler ist das Zeigen und Erklären im unmittelbaren kleinteiligen Lernprozess wichtig und digital nicht immer gut leistbar. Die Kinder, die keinen Anspruch auf Lernförderung über BUT haben, fallen jedoch durch diese Form der Lernunterstützung durch.
Eltern sind aufgrund ihrer beruflichen Situation oftmals einfach am Rande ihrer Möglichkeiten, sich mit den Lernstoffen geeignet und zufriedenstellend mit ihren Kindern auseinander zu setzen. Außerdem ist es in der Eltern-Kind-Beziehung auch nicht einfach, täglich zu Hause die Lehrerrolle zu übernehmen. Bei den Eltern mit Migrationshintergrund spielen zudem sprachliche Hindernisse eine Rolle, wenn es darum geht die geforderten Lerninhalte an ihre Kindern zu vermitteln.
„Wir wollen Abhilfe schaffen und Unterstützung in einer face-to-face Situation für jedes Kind einzeln anbieten. Die Idee ist, das Wissen und Engagement von jungen Menschen zu nutzen. Aufgrund der bislang bekannten Einschätzungen über die Ansteckungsgefahr, die bei jungen Menschen gering sein soll bzw. diese Gruppe als asymptomatisch gilt, kommen hier junge Lernförderer besonders in Betracht, dem defizitären Lernstand entgegen zu wirken. Gerade frischgebackene Abiturienten rücken darum ins besondere Blickfeld“, erklärt die Geschäftsführerin der Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen, Beate Rafalski. „Die Abiturienten könnten durch den Aufbau von LernPatenschaften helfen und zu LernBuddies werden. Das Zusammenbringen von jungen Menschen unter Einbringung und Weitergabe ihres erlangten Wissens an junge Schüler erscheint uns ideal.“
Durch das ehrenamtliche Engagement können die Abiturienten eine verantwortliche Aufgabe übernehmen und zeigen, was in der Corona-Zeit auch positiv möglich gemacht werden kann. Durch eine Bescheinigung ihrer Tätigkeit könnten sie zudem ihren Lebenslauf aufbessern. Aber auch andere „Buddies“ wie Studierende/Lehramtstudenten und ähnliches können mitmachen.
Die Ehrenamtsagentur verbindet Eltern und LernBuddys. Die Eltern können ihre Grundschulkinder bei der Ehrenamtsagentur anmelden, die Lernhelfer können sich hier registrieren. „Wir bringen die Beteiligten mit ihren Lernschwerpunkten an Lernorten in Wohnortnähe zusammen. Lernorte sind etwa die Jugendheime in den Stadtteilen. Weitere geeignete Lernorte werden noch gesucht. Diese Lernhilfe kann mit dem Start der Sommerferien beginnen und bis zum Ende der Ferien laufen“, freut sich Rafalski.
Die Anmeldung sowohl für Eltern von Grundschülern als auch für interessierte LernBuddys kann über die Homepage der Ehrenamtsagentur, https://ehrenamt.gelsenkirchen.de, online über ein Anmeldeformular erfolgen, aber auch gern unter Telefon 179 893 – 0.

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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