Beim Ferien-Filmprojekt der AWO erleben Kinder und Jugendliche ein Abenteuer
Und plötzlich macht es "Peng!" am Set

Die Themen Mobbing und Rassismus werden in dem Film, den die Kinder und Jugendlichen drehen, verarbeitet. Immer wieder sorgen plötzliche Aktionen wie ein Schuss für Spannung.
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  • Die Themen Mobbing und Rassismus werden in dem Film, den die Kinder und Jugendlichen drehen, verarbeitet. Immer wieder sorgen plötzliche Aktionen wie ein Schuss für Spannung.
  • hochgeladen von Harald Landgraf

 "Peng!", ruft Urs Kessler, der Regie führt. Alle erschrecken sich. Das gehört mit zur Filmszene. Der Schuss wird später als Originalton eingespielt. Beim Dreh im Wald in Rotthausen stehen Kinder und Jugendliche vor der Kamera fürs Projekt "Respekt statt Rassismus". Es ist nicht das erste Mal.

"Seit 2013 ist es das sechste Projekt", erklärt Cirsten Piduhn vom produzierenden Medien-unternehmen Quest Media & Entertainment Services. Dieses Mal geht es um das Thema Mobbing." Und Carolin Plöger vom AWO Unterbezirk Gelsenkirchen/ Bottrop ergänzt: "Es geht immer um gesellschaftliche Themen". Vormals standen „Jugendgangs“, „Kinderarbeit“ oder „Flüchtlinge und Integration“ im Kamerafokus. Das besondere an dem Ferienprojekt sei aber, dass die Kinder und Jugendlichen in drei Wochen "gemeinschaftlich" arbeiten. Vom Drehbuch schreiben über den Drehplan bis hin zum Schnitt können sie in die Teilprozesse eingebunden werden. "Es macht Spaß", sagt Emma Summek (10), die erstmals dabei ist. "Ich habe mir das am Anfang schwerer vorgestellt, ist aber gar nicht so schwer." Als anstrengend habe sie das "Text lernen" empfunden. Sie ist so begeistert, dass sie heute schon weiß, dass sie auch beim nächsten Mal teilnehmen will.

Der 23-jährige Urs Kessler hatte das AWO-Jugendlichen-Projekt zuerst als 15-Jähriger kennengelernt. Das bereitete quasi seiner Karriere den Boden. Denn er entschloss sich zu einem Studium an der Ruhrakademie Schwerte, das er im September als Diplom-Regisseur abschließt. In Rotthausen sei für ihn das besondere, dass "alle, die sich für die Technik interessieren, eine Chance kriegen". Schwierigkeiten gebe es kaum. "Wir müssen die Kinder anders motivieren als professionelle Schauspieler. Das sind deren Ferien, die sollen Spaß haben. Wir müssen das spielerisch verpacken." Zu viele Takes würde man deswegen eher vermeiden.

Die Szene im Wald brauchte nur vier Takes. Dann war sie im Kasten.
Nur Dank der finanziellen Unterstützung der AWO-Stiftung kann dieses Projekt gestemmt werden. Die Filmpremiere wird Ende September sein. "Jeder Teilnehmer bekommt dann eine DVD mit dem Film", verrät Carolin Plöger. Und Schulen können sich die DVDs kann für Unterrichtszwecke bei der AWO ausleihen. Kevin Kalbach (16) stellt Maxi dar, einen genervten Typen, der gerne Streiche spielt. Emma Summek (10) ist das erste Mal dabei, und ist als Ella die beste Freundin des oft gemobbten Flüchtlingkindes Tamineh, dargestellt von Zaranur Akyigit (12). Regisseur Urs Kessler (am Mikro) kooperiert oft mit Quest Media und somit auch mit Wayne Graves (Kamera).

Der Plot

Im spannenden Abenteuerfilm geht es um einen Jungen, bei dem bereits im Kindesalter die Vorurteile gegenüber Menschen anderer Hautfarbe, Herkunft, Sprache und Religion in der eigenen Familie geschürt worden sind. Er verbreitet seinen Hass und der schlägt sogar in Gewalt um. Doch das ändert sich bei einem schicksalhaften Schulausflug, als man in einer dramatischen Situation nur den einen Ausweg sieht: Zusammenhalt ...

Autor:

Harald Landgraf aus Gelsenkirchen

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