Stadt schnürt ein Paket zur Förderung von Handel, Gastronomie und Wirtschaft
Gelsenkirchen startet durch!

Wirtschaftsdezernent Dr. Christopher Schmitt, Standort- und Projektentwickler Siegbert Panteleit und Citymanagerin Angela Bartelt stellten die Pläne vor.
Foto: Gerd Kaemper/Stadt Gelsenkirchen
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  • Wirtschaftsdezernent Dr. Christopher Schmitt, Standort- und Projektentwickler Siegbert Panteleit und Citymanagerin Angela Bartelt stellten die Pläne vor.
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Geschlossene Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe, zusammengebrochene Lieferketten, geringe Nachfrage – der Lockdown zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie hat in vielen Branchen deutliche Spuren hinterlassen.

Vor Ort in Gelsenkirchen hat die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit allen relevanten Partnern bereits verschiedene Hilfen angeboten. Mit einem weiteren Kraftakt wird jetzt zusätzlich ein Paket unter dem Titel „Gelsenkirchen startet durch!“ zur Unterstützung von Handel und Gastronomie geschnürt.
Wirtschaftsförderer Dr. Christopher Schmitt erklärt: „Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Stadtzentren, die von den Folgen der Pandemie besonders stark betroffen sind. Im Fokus der Hilfen stehen aber auch alle anderen Wirtschaftsteilnehmer.“

Gebührenverzicht für die Gastronomen

Speziell für die Gastronomiebetriebe, die durch die derzeitigen Abstandsregelungen ihr Angebot drastisch reduzieren mussten, schlägt die Verwaltung den Verzicht auf Sondernutzungsgebühren für den Außenbereich vor.
Gleichzeitig wird angeboten, verstärkt städtische Flächen für die Ausweitung der Außengastronomie anzubieten. Um Bewegungsflächen etwa für Einsatzkräfte oder um Fluchtwege zu garantieren, ist hier jeweils eine Einzelabsprache notwendig.

Mehr Attraktivität des örtlichen Handels

Um den örtlichen Handel attraktiver zu machen, will Wirtschaftsförderer Dr. Schmitt einen möglichst einfachen Zugang zu den Geschäftszentren in der City und in Buer schaffen. So sollen an vier Samstagen alle Besucher der Hauptzentren kostenlos Busse und Bahnen nutzen können.
Bei der Terminsuche muss noch eine Abstimmung mit dem Bundesligaspielplan erfolgen, um ein Zusammentreffen der Aktion mit dann eventuell wieder möglichen Heimspielen des FC Schalke 04 vor Publikum in der Veltins-Arena zu vermeiden. Ziel ist es, mindestens einen Adventssamstag dabei mit einzubeziehen.
Auch die Fahrt mit dem Fahrrad oder dem E-Bike in die Innenstädte soll attraktiver werden. Gezielte Aktionen für Fahrradfahrer mit Sonderaktionen wie dem Einsatz einer Radwaschanlage oder attraktiven Giveaways sollen zusätzliche Anreize für eine umweltfreundliche Fahrt in die Innenstädte bieten. Dabei helfen auch die kürzlich vorgestellten Fahrradrouten. Diese Aktionen lassen sich auch mit den Wochenmärkten kombinieren.
Auch für den Handel ist ein temporärer Verzicht auf Sondernutzungsgebühren im Außenbereich vorgesehen.

Attraktive Innenstadt durch Veranstaltungen

Bereits jetzt plant die Stadt Gelsenkirchen gemeinsam mit den Partnern für die Zeit nach der Aufhebung der Kontaktbeschränkungen. Ziel ist es, durch attraktive Veranstaltungen wieder mehr Leben in die Zentren zu bringen. Neben den bereits langfristig geplanten Veranstaltungen werden gemeinsam mit allen Akteuren weitere Ideen entwickelt und gebündelt.
„Wir wollen auch die bereits etablierten Veranstaltungsformate mit Blick auf die Pandemie-Folgen gezielt weiterentwickeln und mit den Akteuren gemeinsam bewerben. Hier sehe ich etwa das Format 'Heimatshoppen' der IHK oder das Format 'Goldstücke' des Referats Kultur, das in diesem Jahr zum Beispiel um ein 'late light shopping' erweitert werden könnte.“
Überlegt wird weiterhin, besondere Angebote neu zu etablieren. So könnte ein Kulturprogramm in den Einkaufsstraßen eine Auftrittsmöglichkeit für Künstler bieten.

Eine neue Taskforce „Citylagen“

Daneben soll die Attraktivität der Innenstädte gemeinsam mit den örtlichen Akteuren durch Stadtfeste und Musikveranstaltungen erhöht werden.
Damit der Prozess insgesamt gesteuert und begleitet werden kann, wird Dr. Christopher Schmitt eine „Taskforce Citylagen“ einrichten, die sich referats- und vorstandsübergreifend mit den „Post-Corona-Herausforderungen“ regelmäßig auseinandersetzt.
Diese stadtinterne Taskforce sollte regelmäßig tagen und eng mit den Citymanagerinnen GE-City und GE-Buer sowie der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und dem Einzelhandelsverband zusammenarbeiten.
Dies begrüßt auch Citymanagerin Angela Bartelt: „Ein regelmäßiger Austausch mit den relevanten Partnern ist sinnvoll und stellt die Basis, um gemeinsam die Innenstädte wiederzubeleben. Die Aussetzung vieler liebgewonnener Veranstaltungen und auch die fehlenden verkaufsoffenen Sonntage in Gelsenkirchen reißen ein Loch sowohl in den Eventkalender der Stadt als auch in die Kassen der Einzelhändler. Die gemeinsame Umsetzung von Maßnahmen, dem Handel aus der Corona-Zeit zu verhelfen, begrüßen wir seitens der City Initiative Gelsenkirchen sehr.“

Wochen - und Feierabendmärkte

Der Rechtsrahmen für das Marktgeschehen in Gelsenkirchen hat sich seit Beginn des Lockdowns dynamisch entwickelt. Die Verwaltung passt ihre Marktkonzepte diesen Entwicklungen laufend an, um so unter Beachtung der erforderlichen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte ein Höchstmaß an Verbraucherfreundlichkeit zu schaffen. So wurde beispielsweise jüngst der Wochenmarkt in Buer ergänzt um einen Blumenmarkt im Robinienhof, der sich inzwischen großer Beliebtheit erfreut.
Leider wird das Feierabendformat vorerst nicht in der gewohnten Form stattfinden können. Ab dem 24. Juni startet dafür auf dem Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen und am 25. Juni in Buer in der Zeit von 15 bis 19 Uhr ein Versorgermarkt mit Händlern des Feierabendmarktes.
Der Markt ist auf den Verkauf von Lebensmittel und Feinkost beschränkt. Essen und Trinken vor Ort findet nicht statt. Angesprochen werden auch die lokalen und regionalen Erzeuger, die mit Saisonwaren das Angebot erweitern können.
Dr. Siegbert Panteleit: „Unsere Stadt ist dafür bekannt, dass wir immer wieder etwas Neues versuchen und an den Start bringen. Hier geht es vorrangig darum, wieder Frequenz in die Innenstadt zu bringen, den Kunden Einkaufserlebnisse zu bieten und unserer Gastronomie Flankenschutz zu geben. Wichtig ist, loszulegen und dranzubleiben. Wir vom mobilen Gewerbe sind für ständige Bewegung zuständig. In Gelsenkirchen ist die Bewegung klar nach vorne gerichtet.“

Unterstützung für Online-Angebote

Die Einschränkungen für die Gastronomie und den stationären Einzelhandel haben die Bedeutung von Online-Foren erhöht. Aus diesem Grund unterstützt die Stadt Gelsenkirchen zwei Online-Plattformen beziehungsweise onlinebasierte Initiativen:
„Support your locals“ ist als Gemeinschaftsleistung von Stadtmarketing Gesellschaft und dem Referat Öffentlichkeitsarbeit ins Leben gerufen worden. Sie ruft die Gelsenkirchener zur Solidarität und Unterstützung mit den örtlichen Einzelhändlern und Gastronomen auf.
Die Initiative motiviert zum Einkauf „vor Ort“ auch online und zur Inanspruchnahme von Lieferservices. Die Initiative sensibilisiert für den Kauf von Gutscheinen als Stützungsmaßnahme der Betriebe.
Die Citymanagements GE-City und GE-Buer haben mit eigenen zusätzlichen Kommunikationsinstrumenten auf ihren Internetplattformen (www.gelsenkirchen-city.de; www.supportbuer.de) „Support your locals“ flankiert.
Die Gelsenkirchener Plattform „Gelsenhelf“ wurde fußend auf der bereitgestellten Technologie des Unternehmens „Railslove“ von der Wirtschaftsförderung Gelsenkirchen initiiert. Diese Plattform zielt darauf ab, insbesondere die Gastronomen durch den Verkauf von Gutscheinen, die später eingelöst werden können, zu unterstützen. Die Einnahmen fließen zu 100 Prozent an die Betriebe. Die Betriebskosten werden seitens der Initiatoren (Wirtschaftsförderung Gelsenkirchen und der Adunique GmbH als Mitentwickler der Plattform) übernommen.

Kaufkraftbindung in den Zentren

Gutschein- und Rabattsysteme können dazu beitragen, die Kaufkraftbindung in den Zentrenlagen abzusichern und zu erhöhen. Gemeinsam mit dem Handelsverband Westfalen-West, der hier die Trägerrolle übernehmen würde, kann unter Rückgriff auf einen externen Online-Dienst ein Stadtgutscheinsystem installiert werden. Mit einem solchen Gutschein ließe sich dann bei definierten Anbietern einkaufen.
Denkbar ist auch eine Weiterentwicklung des Gutscheinkonzeptes unter Mitwirkung von Gelsenkirchener Arbeitgebern. Diese könnten ihren Mitarbeitern einen Gutschein als „Incentive“ zukommen lassen.
Auch die Idee eines „Shopping Guides“ haben die beiden Citymanagerinnen erarbeitet. Ein attraktives Heft in gedruckter Form soll alle Aktivitäten in den Innenstädten ankündigen und auf Gutscheine oder Rabattaktionen aufmerksam machen.

Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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