Gevelsbergerin Mareike Breith hat ein spannendes Buch geschrieben
Kleine Oma ganz groß im Jugendbuch

Mareike Breith mit Tochter Ylvi und dem neuen Buch. Foto: Pielorz
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Mareike Breith (30) lebt seit wenigen Monaten in Gevelsberg. Die junge Mutter der vier Monate alten Tochter Ylvi hat in den letzten zwei Jahren ihr erstes Buch geschrieben. Die studierte Psychologin, die zuletzt in München in der Personalabteilung einer Firma für Augenlaser gearbeitet hat, schrieb ein Jugendbuch unter dem Titel „Bitte nicht füttern“. Auf fast 600 Seiten erleben die Leser die Geschichten von Oma Rosi, die allerhand Abenteuer beim Babysitten mit fünf Kindern durchstehen muss. Und diese Kinder haben es irgendwie in sich.

„Die Geschichten der Oma gibt es wirklich, denn es ist meine Oma, die hier eine Hauptrolle spielt. Wir haben ihr das fertige Buch zu Weihnachten geschenkt und sie war sehr gerührt, aber wohl auch ein kleines bisschen peinlich berührt, dass sie jetzt eine Hauptfigur ist“, lächelt Mareike Breith. Spannung und Action kommen bei dem Buch nicht zu kurz, gibt es doch Fabelwesen und eine Verfolgungsjagd rund um die Welt. Wie das genau zusammenhängt, sollte man aber selbst lesen. Jedenfalls kann man so viel verraten, dass Feenwesen mit Vogelfüßen genauso eine Rolle spielen wie irische Kobolde und asiatische Drachen. Trolle, Vampire und Werwölfe finden sich im angehängten „Bestiarium“ ebenso wieder wie der Zashiki Warashi, ein japanischer Hausgeist, der die Häuser und ihre Menschen beschützt.
„Ich habe immer gern geschrieben“, erzählt die Autorin. „Am Anfang waren es Artikel für meinen Sportverein ATSV Erlangen oder für Hochzeitszeitungen. Vor fünf Jahren habe ich für eine Freundin eine private Trilogie geschrieben und die kam sehr gut an. Aber es waren eben private Texte und ich habe erst danach angefangen, die Geschichten meiner Oma mit anderen Personen und einer Handlung zu verbinden und daraus ein Buch zu schreiben, was auch veröffentlicht werden sollte.“ Zwei Jahre hat sie die Geschichte zu Papier gebracht. Und in so mancher Figur in dem Buch steckt zumindest die Charaktereigenschaft einer tatsächlichen Person. Oder sagen wir besser – Mareike Breith hat sich inspirieren lassen von Menschen ihrer Umgebung. Leser können jetzt zwischen der gedruckten Printversion oder dem E-Book wählen.
„Damals, beim Start des Buches, wohnte ich noch in München“, berichtet die Neu-Gevelsbergerin, die der Liebe wegen in den Ennepe-Ruhr-Kreis zog. Ihr Partner ist Mitglied der Irish-Folk-Punk-Band „The O‘Reileys and the Paddyhats“, gegründet 2011, und Vollblutmusiker. Mareike Breith kommt aus einem „Mädelshaushalt“ mit drei Geschwistern und hat mit Offenbach, den USA, Erlangen, Eichstätt und München einige Lebensstationen bereits hinter sich. „Für Fußballgucken hatte Papa einen Fernseher im Keller, damit seine Mädels ihn in Ruhe ließen“, lacht sie. Neben dem Schreiben begeistert sie sich für Kajakfahren, Badminton und für Geige. „Aber die spiele ich nicht wirklich gut, möchte das aber gern“, sagt sie.

Schon neue Werke in Arbeit

Die erste Geige spielt im Moment sowieso Töchterchen Ylvi, obwohl Mama Mareike schon mit zwei weiteren Büchern an den Start gegangen ist. „Ich schreibe sie parallel. Das eine ist ein Mittelalterbuch und eine etwas düstere Story, das andere ein Jugendbuch mit einer Hauptfigur, die panische Angst vor Mathe hat. Richtige Alpträume durch die Welt der Zahlen bekommt.“ Mareike Breith gibt übrigens Schülern Mathenachhilfe.
In diesem Jahr werden die Bücher aber nicht mehr erscheinen. Da will sich die Autorin auf Ylvi konzentrieren und ihr Buch „Bitte nicht füttern“ vorstellen. „Das ist durch die Corona-Pandemie etwas zu kurz gekommen, weil Veranstaltungen ja nicht wirklich möglich waren. Vor allem von Eltern habe ich aber ein gutes Feedback bekommen. Viele der Geschichten erinnerten sie an die eigenen Familien und sorgten dann auch für Lacher. Aber es bleibt ein spannendes Jugendbuch für Leser und Leserinnen ab etwa 14 Jahren.“
Auch der heimische Buchhandel unterstützt die junge Autorin, die sich jetzt auf Lesungen freut. Und die könnte sie mit dem Füller signieren, den sie zu Weihnachten geschenkt bekam. „So ein Buch schreibt sich nicht von allein. Man braucht Lieblingsmenschen, die einen unterstützen“, sagt Mareike Breith. Die finden sich gelistet am Ende des Buches – nach einer spannenden Reise um die Welt und der Erkenntnis, welche Vielfalt tatsächlich zwischen Himmel und Erde existiert.
Mareike Breith, Bitte nicht füttern, ISBN978-3-7526-0873-1

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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