"Spotlight": Theaterprojekt gegen Mobbing
Raus aus der Opferrolle

Am Projekttag nahmen Schüler und Schülerinnen der 6. Klasse teil.
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  • Am Projekttag nahmen Schüler und Schülerinnen der 6. Klasse teil.
  • Foto: Helga Bokel
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„Man kann Öl ins Feuer gießen, oder das Feuer löschen“ – so das Resümee nach dem Projekttag gegen Mobbing für die 6. Klassen des Gevelsberger Gymnasiums.

Die Pädagogen des Arbeitskreises soziale Bildung und Beratung e.V. (kurz ASB) haben das Theaterstück „Spotlight“ entwickelt, welches das Thema Mobbing in der Schule im wahrsten Sinne des Wortes beleuchtet.
Auf der Bühne waren Szenen zu sehen, die sich so oder ähnlich täglich im Klassenzimmer abspielen. Zwei der Pädagogen mimten ein Filmteam, bestehend aus der schrägen Regisseurin Margarethe und ihrem Regieassistenten Mäxchen. Der Rest des Teams schlüpfte in die Rollen der Schüler.
„Klappe, die erste“ hieß es und schon betrat die „NEUE“ die Bühne, pardon – das Klassenzimmer. Natürlich waren die Klamotten „voll uncool“ und überhaupt, so meinten die Lästermäuler, passe die neue Mitschülerin gar nicht zu ihnen. „So ein bisschen lästern, das macht doch jeder“, sagte einer der Protagonisten auf der Bühne und sicher hat ein Großteil des jungen Publikums ihm da insgeheim zugestimmt. Was dies aber für die Gemobbten bedeuten kann, darauf wollten die Pädagogen aufmerksam machen. Angstzustände, Leistungsabfall und psychosomatische Erkrankungen können die Folge sein.
Der ASB hat sich zum Ziel gesetzt, die Schüler für das Thema Mobbing zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass sich andere ganz schnell ausgegrenzt und allein fühlen können. Im weiteren Verlauf des Vormittages wurden mit dem Team des ASB und den jeweiligen Klassenlehrern in den einzelnen Klassen Wege aus der Mobbingfalle erarbeitet.
Schließlich kam man in der Aula wieder zusammen, um die letzte Szene des Theaterstückes anzusehen. Plötzlich wurde der Kummer der neuen Mitschülerin von zwei Mädchen wahrgenommen. Sie sahen ein, dass sie sich falsch verhalten hatten und machten auch die Jungs der Clique darauf aufmerksam. Sie luden ihre neue Mitschülerin ein, die Pause gemeinsam mit Ihnen zu verbringen. „Feuer gelöscht!“
Finanziert wurde dieser Projekttag durch den „Arbeitskreis Gemeinsam gegen Gewalt“, ein Zusammenschluss aus Schülern, Lehrern und Eltern des Gymnasiums. Anliegen dieses Arbeitskreises ist es, ein Schulklima zu schaffen, unter dem es gar nicht erst zu Gewalt kommt beziehungsweise in dem man Gewalt frühzeitig entgegen tritt. Daher werden präventiv für die verschiedenen Altersgruppen regelmäßig Projekte angeboten, die sich mit Themen wie Teambildung, Sozialtraining, (Cyber-)mobbing und so weiter beschäftigen. Monetär unterstützt wird dies durch die Sparkasse und die Taubenväter, die den Arbeitskreis auch im vergangenen Jahr wieder mit einer Spende bedacht haben.

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