Ein perfekter Pannenauftritt im Gladbecker Café Stilbruch

Werner und Tommy Krappweis
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  • Werner und Tommy Krappweis
  • Foto: © Julia Röken Medienkonzepte
  • hochgeladen von Michael Petrikowski

Der eine oder andere Zuschauer bzw. Zuhörer bei der Lesung von Tommy Krappweis und Vater Werner Krappweis mag sich gefragt haben, ob die kleinen technischen Pannen, die den Abend begleitet haben, mit zur Show gehörten. Denn geboten wurde ein buntes, unterhaltsames Programm aus Lesung, Filmvorführung und Anekdoten, bei denen sich Vater und Sohn gegenseitig den Ball zuspielten. Doch immer wieder musste Tommy Krappweis die Bühne in dem bis auf den letzten Platz ausverkauften Café Stilbruch kurzzeitig verlassen, um die Verkabelung der Technik zu überprüfen. Mal waren die höheren Töne nicht zu hören, mal brummte es bei der Vorführung von einem der sehr gut gemachten Filme, einer Mischung aus Gesprächen und lustigen Zeichentrickfilmen, die in direktem Bezug zu dem Erzählten stehen. Was den Comedian nervte, schien den Zuschauer nicht im geringsten zu stören, sondern eher zu amüsieren. Vater Krappweis nutzte diese kurzzeitigen Gelegenheiten um kleine Anekdoten zu erzählen. So erfuhr der geneigte Zuhörer quasi zwischen den Programmpunkten, dass die beiden mit dem Zug von München nach Gladbeck angereist waren. Das waren qualvolle fünf Stunden für den Vater: „Mein Sohn spricht nix, er arbeitet immer, immer mit seinem Laptop“, erzählte Werner Krappweis und tippte dabei auf einer imaginären Tastatur.

Die Show, denn dieses Programm nur als Lesung zu bezeichnen, wäre stark untertrieben, drehte sich um das neue Buch von Tommy Krappweis „Das Vorzelt zur Hölle“. Dieses besagte Vorzelt war natürlich auch Thema des Abends. Es wurde damals gebraucht gekauft und Vater Krappweis geriet leicht ins Schwärmen, wenn er von den gelben und orangen Streifen erzählte, die so ein besonderes Licht ergaben, wenn die Sonne darauf schien. Doch Sohn Tommy holte ihn schnell wieder in die Realität zurück, denn schon der Aufbau des Zeltes gestaltete sich als extrem schwierig. Da die Winkel, die dafür erforderlich waren, optisch nicht wahrnehmbare Abweichungen hatten, musste deshalb das Zelt mehrmals auf- und abgebaut werden, bis es endlich gerade stand. Aber auch die Verbindung von Vorzelt und VW-Bus erwies sich als äußerst schwierig.

Über die Entstehung von „Das Vorzelt zur Hölle“ konnte das Publikum erfahren, dass Tommy Krappweis für den Verlag ein Testkapitel über seinen ersten Campingurlaub geschrieben hatte. Worin er von seinem Vater überredet wurde mit ihm ins Wasser zu kommen und so machte er Bekanntschaft mit einer giftigen Feuerqualle. Bei einem späteren Versuch trat er in einen Seeigel und verbrachte danach den Urlaub lieber in der „Wackelgarage“, einem kleinen Zelt, an dem der Reißverschluss bereits ab Kaufdatum klemmte. Doch „zwecks dem Buach“ wollte Werner Krappweis Gelegenheit haben sich zu rechtfertigen und verfasste selber etwas dazu.

Am Ende des gelungenen Abends meinte Werner Krappweis: „Ich wollte etwas mit meinem Sohn zusammen machen, was uns gleich viel Spaß macht.“ Das ist ihm damals beim Camping nicht gelungen. Zum Glück, möchte man sagen, denn nun machen die beiden etwas zusammen, was nicht nur ihnen, sondern auch dem Publikum enormen Spaß bereitet.

Autor:

Michael Petrikowski aus Gladbeck

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