Bombensuche in Ellinghorst - "Kampfmittelerkundung" im Bereich der alten Deponie

Aufgrund der gemessenen erhöhten Methan- und Kohlenstoffdioxidgehalte soll die ehemalige Deponie in Ellinghorst eine Gasdränage erhalten. Im Vorfeld der Bauarbeiten wird es in den nächsten drei Monaten zunächst aber erst einmal eine "Kampfmittelerkundung" geben.
  • Aufgrund der gemessenen erhöhten Methan- und Kohlenstoffdioxidgehalte soll die ehemalige Deponie in Ellinghorst eine Gasdränage erhalten. Im Vorfeld der Bauarbeiten wird es in den nächsten drei Monaten zunächst aber erst einmal eine "Kampfmittelerkundung" geben.
  • Foto: Lokalkompass Düsseldorf
  • hochgeladen von Uwe Rath

Ellinghorst. Am Montag, 10. April, beginnen wird im Bereich der ehemaligen Deponie Ellinghorst eine so genannte "Kampfmittelerkundung", die im Auftrag des AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung - im Zeitraum von rund zwölf Wochen, durchgeführt wird.

Nach Angaben der Verantwortlichen sind die Arbeiten erforderlich, weil im Bereich der zukünftigen Trasse der geplanten Gasdränage zur Fassung des Deponiegases die Kampfmittelfreiheit vor Durchführung der Arbeiten nachgewiesen werden muss.

Im Rahmen dieser Arbeiten mit einem Bohrgerät muss der Spazierweg auf der Halde Ellinghorst zeitlich begrenzt gesperrt werden. Auch der direkte Zuwegung aus den Gärten der Anwohner auf die Halde wird zeitweise nicht möglich sein, da die Bohrarbeiten unmittelbar hinter den Gärten stattfinden.

Erst wenn die Kampfmittelfreiheit nachgewiesen ist, kann im nächsten Schritt die Verlegung der Gasdränage erfolgen, bevor sich die weiteren Arbeiten wie die Kampfmittelerkundung im Bereich der zusätzlichen Dränrohre und die Verlegung der Dränrohre anschließen.

Der AAV, die Stadt Gladbeck und der Kreis Recklinghausen bitten für die Maßnahmen und die unvermeidliche Lärmbelästigung durch das Bohrgerät um Verständnis.

Nach Angaben der Stadt Gladbeck und des Kreises Recklinghausen produziert die ehemalige Deponie Ellinghorst in Teilbereichen erhöhte Methan- und Kohlenstoffdioxidgehalte. Daher sei nicht auszuschließen, dass diese Deponiegase wandern und sich ihren Weg in die Keller der anliegenden Gebäude suchen. Aufgrund der Nähe zu den Wohnhäusern und der Schule soll daher zwischen Halde und Bebauung vorsorglich eine Dränage verlegt werden, über die das Gas entweichen kann.

An Grundstücken, bei denen besonders auffällige Deponiegas-Gehalte in den Bodenluft-Messstellen gemessen wurden, soll an die Gasdränage außerdem ein Dränrohr angeschlossen werden, durch das die Deponiegase abgeführt werden. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Anlieger weiterhin gefahrlos im Bereich der Deponie Ellinghorst wohnen können.

Falls betroffene Anwohner noch Fragen haben sollten, können sie sich bei Barbara Sasse (Stadt Gladbeck, Amt für Planen, Bauen, Umwelt, Abteilung Umwelt, Telefon: 02043-992099, melden.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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