Viele Wildtiere bekommen jetzt Junge
Mit etwas Rücksicht viel Tierleid vermeiden

Viele Jungtiere brauchen jetzt besonderen Schutz und Rücksicht von Besuchern in Wald und Feld.
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  • Foto: (Symbolbild)
  • hochgeladen von Oliver Borgwardt

Wenn die Wohnung zu klein wird, zieht es die Menschen in die Natur. Frische Luft, der beginnende Frühling und ein Ausgleich zur Isolation daheim sind Grund genug, die Zeit im Wald und in der Flur zu genießen. Doch gerade jetzt ist die heimische Natur besonders sensibel. Viele heimische Wildtiere bringen im Frühjahr ihren Nachwuchs zur Welt.

„Wir verstehen nur zu gut, dass viele Menschen in Coronazeiten ihre Zeit in der Natur verbringen.“, erklärt Petra Bauernfeind-Beckmann, Vorsitzende der Kreisjägerschaft Hubertus Recklinghausen. „Dabei muss sich aber jeder bewusst sein, dass wir gerade jetzt Rücksicht nehmen müssen. Die Brut- und Setzzeit ist in vollem Gange.“ Junge Feldhasen, Frischlinge, Bodenbrüter und Co. brauchen aktuell viel Ruhe. Die Elterntiere können wegen Stress und Störungen sogar ihren Nachwuchs verlassen oder das Füttern einstellen. “Deswegen appellieren wir an alle Naturbesucher: Verhalten Sie sich bitte achtsam!“, so die Vorsitzende.

Hundebesitzer müssen aufpassen

In Zeiten der Brut- und Aufzuchtzeit ist es besonders wichtig, dass Vierbeiner beim Spaziergang im Einflussbereich bleiben, oder besser noch an der Leine geführt werden. „Besonders freilaufende Hunde können dem wilden Nachwuchs schaden.“, betont Bauernfeind-Beckmann. Grundsätzlich gilt die Anleinpflicht in Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzgebieten, hier dürfen auch die Wege nicht verlassen werden. Schon ein paar Meter entfernt können Jungtiere sein, gut getarnt vor Fressfeinden und die meiste Zeit des Tages allein, bis die Elterntiere sie abholen. Hat ein Jungtier aber den Geruch des Menschen angenommen, wird es oft von den Elterntieren verstoßen. Vermeintlich verwaiste Jungtiere sollten daher unter keinen Umständen angefasst werden.

„Mit Bedacht in der Natur aufhalten ist gar nicht schwer. Wenn Sie auf den Wegen bleiben, fühlen sich die Wildtiere nicht gestört. Sie können aber die Natur genießen und in diesen besonderen Zeiten, Ihren Akku auftanken.“, empfiehlt die Vorsitzende, „Wenn wir uns an diese Verhaltensregeln halten, können wir alle viel Tierleid vermeiden!“.

Autor:

Oliver Borgwardt aus Gladbeck

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