Bislang schon 160 betroffene Standorte im gesamten Stadtgebiet
Stadt Gladbeck warnt eindringlich vor Eichenprozessionsspinner-Raupen

Auch in Gladbeck sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners zu einer echten Plage geworden. Insgesamt 160 betroffene Standorte wurden seitens der Stadtverwaltung bereits registriert.
  • Auch in Gladbeck sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners zu einer echten Plage geworden. Insgesamt 160 betroffene Standorte wurden seitens der Stadtverwaltung bereits registriert.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Uwe Rath

Gladbeck. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben auch Gladbeck wieder voll im Griff: In den vergangenen Tagen und Wochen traten die Tierchen immer häufiger auf und so wurden im Rathaus mittlerweile rund 160 betroffene Standort registriert.

Vor allem einzelstehende Eichen, sehr wohl aber auch Alleebäume sowie Bäume an Waldrändern werden von den Raupen heimgesucht. Der Eichenprozessionsspinner selbst ist ein Schmetterling, der sich über ein Larvenstadium entwickelt. Und eben diese Larven beziehungsweise Raupen haben es in sich: Auf der drei bis fünf Zentimeter langen Körperoberfläche trägt die Larve auffallend lange Härchen mit Widerhaken und einem Nesselgift, das bei Menschen allergische Haut- und Allgemeinreaktionen auslöst und daher besonders für Spaziergänger, spielende Kinder sowie Beschäftigte in Grünanlagen und Waldgebieten eine Gefahr darstellt. Ihre Giftwirkung können die Haare bei Berührung der lebenden oder auch toten Raupen sowie bei Kontakt mit bereits verlassenen Nestern entfalten. Folgen eines Kontaktes mit den Gifthaaren sind in der Regel juckende als auch brennende Hautrötungen und Schwellungen. Wer die feinen Härchen einatmut leidet oft an Reizerscheinungen an den Schleimhäuten sowie Husten.

Schon seit Wochen ist im gesamten Stadtgebiet von Gladbeck eine Spezialfirma im Einsatz, um sich um die Entfernung gemeldeter Nester zu kümmern. Die Bürger werden aber trotzdem um Berücksichtigung einiger Sicherheitshinweise gebeten:

* Meidung von Befallsarelen, * Gespinstnester oder Eichenprozessions-Raupen nicht berühren, * Schutz unbedeckter Körperbereiche wie vor allem Nackenpartie, Hals, Arme und Beine, * Bei Kontakt mit Brennhaaren trotz Juckreiz nicht kratzen, sondern vielmehr die Kleidung sofort wechseln, intensive Abbrausen der betroffenen Körperpartien inklusive ausgiebiger Handwäsche, * Kontaminierte Bekleidungsstücke zum Auswaschen der Brennhaare bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen, * Nach Kontakt mit giftigen Brennhaaren und entsprechenden Symptomen wie Störung des Allgemeinbefindens, allergischen Reaktionen, Hautausschlag, Augenbrennen, Schluck- und Atembeschwerden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Gladbecker, die ein Nest sehen oder vermuten, werden um sofortige Kontaktaufnahme mit dem Amt für öffentliche Ordnung, Tel. 02043-992437, beziehungsweise mit der Einsatzzentrale der Feuerwehr, Tel. 02043-992362, gebeten.

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