Dient der Artenschutzzaun lediglich den Bauvorbereitungen für das Windrad?
Auf der Braucker Mottbruchhalde werden Kröten und Bürger ausgesperrt

Von der Öffentlichkeit unbemerkt wurde Ende Juli/Anfang August auf dem Gipfelplateau der Mottbruchhalde ein langer Artenschutzzaun errichtet. Somit können die auf der Halde heimischen Kröten nicht mehr die Feuchtbereiche gelangen. Die Gladbecker LINKE argwöhnt, der Zaun diene der Vorbereitung der Arbeiten für die Errichtung des umstrittenen Windrades.
  • Von der Öffentlichkeit unbemerkt wurde Ende Juli/Anfang August auf dem Gipfelplateau der Mottbruchhalde ein langer Artenschutzzaun errichtet. Somit können die auf der Halde heimischen Kröten nicht mehr die Feuchtbereiche gelangen. Die Gladbecker LINKE argwöhnt, der Zaun diene der Vorbereitung der Arbeiten für die Errichtung des umstrittenen Windrades.
  • Foto: LINKE Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Der Zaun ist da. Zweifelsohne. Und er kam völlig überraschend. Was sofort zu einem gehörigen Wirbel in sozialen Netzwerken führte. Was geschieht da auf dem Gipfelplateau der "Mottbruchhalde" in Brauck.

Vertreter Gladbecker LINKE machten sich jetzt selbst ein Bild vor Ort. Demnach ist der Weg auf dem Plateau abgesperrt und die Halde somit für Besucher kaum mehr zugänglich. Nach Angaben der LINKEN wurde der 30 Zentimeter hohe Artenschutzzaun im Auftrag der Haldeneignerin RAG errichtet, um die Kröten, die die Halde als Lebensraum auserkoren haben, von den dort vorhandenen Feuchtbereichen fern zu halten.

Wie die LINKE in einem Schreiben mitteilt, handelt es sich bei dem Artenschutzzaun handelt um eine Auflage des Kreises Recklinghausen zur Errichtung einer "Windenergieanlage" (WEA) auf der Mottbruchhalde. Die LINKE verweist diesbezüglich auf die durch den Kreis Recklinghausen erteilte Genehmigung. Unter dem Punkt 6.1.3 hießt es da: "Zum Schutz der Kreuzkröte sind die in der Artenschutzprüfung beschriebenen Maßnahmen von der ökologischen Baubegleitung zu koordinieren, anzuordnen und zu überwachen. Eingriffs- oder Lagerbereiche, die potenziell durch die Kreuzkröte genutzt oder besiedelt werden können, sind gegen einwandernde Kreuzkröten zu schützen (Amphibienschutzzaun). Innerhalb der eingezäunten Bereiche sind möglicherweise vorhandene Tiere abzusammeln und aus dem Gefahrenbereich auszusiedeln." Hinzu kommt der Punkt 6.1.4: "Im Umkreis mit einem Radius von 150 Meter um den Turmmittelpunkt sind aus Artenschutzgründen keine neuen und für Vögel attraktiven Strukturen wie Baumreihen, Hecken, Kleingewässer sowie Brachflächen anzulegen beziehungsweise zu entwickeln.“

Demnach steht für die LINKE fest, dass der errichtete Amphibienschutzzaun weder Amphibien noch das wertvolle Feuchtgebiet schützen soll, sondern er vielmehr den Bau des Windrades vorbereitet. Und geichzeitig würden die Bürger ausgesperrt, denn eine Querung der Halde mit dem Rad sei nicht mehr möglich.

Folgerichtig hat die Ratsfraktion DIE LINKE. Gladbeck einen Dringlichkeitsantrag für die nächste Ratssizung gestellt, um das Vorgehen der RAG zu erörtern und über den Stand des Verfahrens berichten zu lassen.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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