Beim Kampf gegen Raser setzt die SPD in Butendorf auf Maßnahmen-Mix

An mehreren Stellen im Stadtgebiet hat die "Verkehrswacht Gladbeck" bereits so genannte "Geschwindigkeits-Displays" anbringen lassen. Die Anschaffung derartiger Geräte, die allerdings mobil einsetzbar sein sollten, schlägt nun die Butendorfer SPD vor. Damit wollen die Genossen dem Problem der Geschwindigkeitsverstöße begegnen.
  • An mehreren Stellen im Stadtgebiet hat die "Verkehrswacht Gladbeck" bereits so genannte "Geschwindigkeits-Displays" anbringen lassen. Die Anschaffung derartiger Geräte, die allerdings mobil einsetzbar sein sollten, schlägt nun die Butendorfer SPD vor. Damit wollen die Genossen dem Problem der Geschwindigkeitsverstöße begegnen.
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Der Kommunal-Wahlkampf 2020 ist Geschichte. Ein Wahlkampf, in dessen Verlauf auch die Kandidaten der Butendorfer SPD so manchen Hausbesuch absolvierten und dabei natürlich in Kontakt mit vielen Bürgern kamen. Und immer wieder wurden die SPD-Politiker mit dem leidigen Thema "Überhöhte Geschwindigkeit" konfrontiert.

Wer sich im Straßenverkehr bewege, habe sich an die geltenden Vorschriften der Straßenverkehrsordnung zu halten, stellt die Butendorfer SPD-Spitze unmissverständlich fest. Das sei für die meisten Verkehrsteilnehmer auch selbstverständlich. Doch würden bestimmte Verkehrsregeln gerne von einigen Verkehrsteilnehmern ignoriert. So mancher Autofahrer meine wohl, er könne das Tempolimit nach eigenem Ermessen nach oben korrigieren. "Wir nehmen dies nicht hin. Hier geht es schließlich nicht um Kleinigkeiten, sondern um erhebliche Verkehrsgefährdung. Vor allem Kinder, ältere Menschen und Haustiere werden durch Raserei in Wohngebieten gefährdet," ist einer Mitteilung des SPD-Ortsvereins Butendorf zu entnehmen.

Nicht zuletzt die Gespräche mit den Anwohnern hätten deutlich gemacht, dass es einen großen Handelungsbedarf gebe, führt die SPD-Butendorf aus. Doch der plakativen Forderung nach der Ausweitung von Kontrollen als vermeintlicher Königsweg gegen Raser will man sich nicht anschließen. Das greife zu kurz, glauben die Genossen. Natürlich müsse die Stadt ihren Messwagen, überall wo dies technisch möglich sei, auch in Wohngebieten stationieren. "Wir sind überzeigt, dass nur mit einem Mix aus Kontrollen, dem Einsatz moderner technischer Lösungen und baulicher Maßnahmen, dem wachsenden Problem wirklich begegnet werden kann. Gezwungene Geschwindigkeitsbegrenzungen wie Aufpflasterungen, Betonkübel oder Verkehrsinseln müssen noch konsequenter und schneller als bisher genutzt werden“, ist Benedikt Kapteina, stelllvertretender Vorsitzender und Mitglied des Stadtrates der SPD Butendorf, überzeugt.

Dustin Tix, ebenfalls im Stadrat vertreten, fordert: "Durch Verengungen etwa mit Blumenkübeln oder mit sogenannten Krefelder Kissen werden Autofahrer an die Geschwindigkeitsbeschränkung erinnert. Parkflächen am Straßenrand müssen raumgreifender organisiert werden, damit Straßen optisch verengt werden, um Raser zusätzlich einzubremsen. Auch der Einsatz von Fahrbahnschwellen in Wohngebieten ist eine wirkungsvolle Maßnahme, um auf Raser und zu hohe Geschwindigkeiten zu reagieren. Auch abends beziehungsweise nachts kann eine Temposchwelle das Unfallrisiko vermindern. Bei schlechten Licht- und Sichtverhältnissen erinnern die integrierten Reflektoren an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Durch eine frühzeitige Kennzeichnung werden Schäden beim Überfahren der Tempohemmschwellen vorgebeugt."

Auch SPD-Stadtratmitglied Uwe Zulauf meldet sich zu Wort: "Um Verkehrssünder dazu zu bewegen, langsamer zu fahren, stehen inzwischen vielerorts auch Dialog-Displays, wie auf der Horster Straße auf Höhe der Waldorfschule, auf denen Wörter wie "Danke" oder "Langsamer" aufleuchten. Wir setzen uns für die schnelle Anschaffung mobiler Dialog-Display ein, die flexibel auf Anfrage von Anwohnern überall aufgestellt werden können. Die Daten der Geräte werden gespeichert und können später für weitere Maßnahmen ausgewertet werden. Die Kosten von 2.500 und 4.500 Euro erscheinen für uns mehr als angemessen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen."

Doch das reicht der Butendorfer SPD noch nicht aus. "Mit Sorge sehen wir auch, wie viele Autofahrer Strecken durch Wohngebiete als Abkürzungen nutzen – auch eine Folge des in den vergangenen Jahren zunehmenden Verkehrs auf Gladbecks Straßen. Hier kann es im Einzelfall nötig sein, Erschließungsstraßen in Wohngebieten in reine Anliegerstraßen mit Zufahrtssperren oder Einbahnstraßen umzuwidmen, wenn dies zu einer Verkehrsberuhigung im Wohngebiet beiträgt. All diese sehr unterschiedlichen Maßnahmen müssen im Einzelfall an konkreten Standorten gemeinsam mit den Anwohnern und den Verantwortlichen in der Verwaltung der Stadt abgestimmt werden. Wenn die Umsetzung solcher Maßnahmen auch oftmals zu langsam vonstattengeht, wir bleiben am Ball!", verspricht Benedikt Kapteina.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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