Viel zu weit von der B 224 entfernt?
Bürgerforum kritisiert Messstellen-Standort

Ein alltägliches Bild auf der B 224. Daher wurde an der Goethestraße auch eine Messstation errichtet. Das "Bürgerforum Gladbeck" bemängelt nun, dass der Standort der Messstation viel zu weit weg vom Fahrbahnrand der B 224 liege und somit die ermittelten Werte nicht korrekt seien.
  • Ein alltägliches Bild auf der B 224. Daher wurde an der Goethestraße auch eine Messstation errichtet. Das "Bürgerforum Gladbeck" bemängelt nun, dass der Standort der Messstation viel zu weit weg vom Fahrbahnrand der B 224 liege und somit die ermittelten Werte nicht korrekt seien.
  • Foto: Archiv Dyhringer/Lokalkompass Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Gladbeck. Post vom "Bürgerforum Gladbeck" erhalten hat jetzt das "Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz" in Recklinghausen.

In dem Schreiben bittet das "Bürgerforum", das bekanntlich gegen den Ausbau der B 224 zur Autobahn A 52 ist, um eine Überprüfung der Positionierung der Schadstoffmessstation an der Gladbecker Goethestraße.

Die genannte Messstation sei unter anderem auf Betreiben des "Bürgerforums" aufgestellt worden, um die durch den Verkehr auf der B 224 entstehenden Immissionen zu dokumentieren, führt "Bürgerforum"-Vorstandsmitglied Matthias Raith aus. Die Station in Gladbeck stehe allerdings nicht an der B 224, sondern in mehr als 25 Meter Abstand vom Fahrbahnrand der Bundesstraße entfernt an der Goethestraße.

"Nach unseren Erkenntnissen können deshalb die Werte dieser Messstation für eine belastbare Bewertung der Schadstoffemmissionen durch den außerordentlich starken, überörtlichen Verkehr der innerörtlichen B 224 und damit zur Beurteilung der Gesundheitsgefährdung für die Gladbecker Bevölkerung nicht verwendet werden," glaubt Matthias Raith.

Raith verweist diesbezüglich darauf, dass nach europäischen als auch deutschen Vorschriften Stationen zur Messung von Verkehrsimmissionen nicht weiter als zehn Meter entfernt vom Fahrbahnrand der zu überwachenden Straße aufgestellt werden müssten. Leidglich für die Überwachung von "verkehrsreichen Kreuzungen" komme ein Abstand von 25 Meter in Betracht. Die Goethestraße sei aber eine schmale und relativ unbedeutende Gladbecker Stadtstraße, weshalb ihre Einmündung in die B 224 im Sinne der Normen nicht als "verkehrsreiche Kreuzung" bezeichnet werden könne. Damit also dürfe wohl der Zehn-Meter-Maximalabstand gelten, der aber deutlich verfehlt werde. Darüber hinaus, so Raith weiter, wird der vorgeschriebene Winkel "freier Anströmbarkeit" der Schadstoffe des vorbeifahrenden Verkehrs von 180 Grad bei weitem nicht erreicht.

"Die nach unserer Auffassung überprüfungsbedürftige Positionierung der Messstation Goethestraße führt aus lokalpolitischer Sicht auch deshalb zu reichlich schiefen "Erkenntnissen" über die Schadtstoffsituation in Gladbeck, weil die an der B 224 weiter südlich gelegene Messstation Gladbecker Straße in Essen offensichtlich richtig, nämlich unmittelbar am Fahrbahnrand der B 224 aufgestellt ist und deshalb bei vergleichbarer Verkehrslage naturgemäß wesentlich höhere Werte dokumentiert als ihre Gladbecker "Schwester", ist in dem Brief des "Bürgerforums" zu lesen. Und Raith orakelt sogar: "Die mitunter von Gladbecker Kommunalbeamten und Politikern öffentlich gemachten Meldungen von angeblich sauberer Luft in Gladbeck dürfen also aus der (falschen) Luft gegriffen sein."

Vom "Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz" erwartet das "Bürgerforum" nun eine zeitnahe Antwort und gegebenenfalls sogar die Einleitung sofortiger Konsequenzen.

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