Gladbecker CDU fordert Anbieterwechsel
Der "Nordwestbahn" den Auftrag entziehen'?

Nach Angaben von "Nordwestbahn" mangelt es dem Unternehmen aktuell an Zugführern. Daher wurde der Betrieb der Regionalbahn 44 auf der Strecke Dorsten - Gladbeck - Oberhausen um 50 Prozent reduziert. Das bringt die Gladbecker CDU "auf die Palme" und so fordern die Christdemokraten nun vom zuständigen "VRR" einen Anbieterwechsel.
  • Nach Angaben von "Nordwestbahn" mangelt es dem Unternehmen aktuell an Zugführern. Daher wurde der Betrieb der Regionalbahn 44 auf der Strecke Dorsten - Gladbeck - Oberhausen um 50 Prozent reduziert. Das bringt die Gladbecker CDU "auf die Palme" und so fordern die Christdemokraten nun vom zuständigen "VRR" einen Anbieterwechsel.
  • Foto: Lokalkompass Dorsten
  • hochgeladen von Uwe Rath

Gladbeck. Heftige Kritik übt die Gladbecker CDU in Richtung der "Nordwestbahn": Bekanntlich hat das Unternehmen mit Wirkung ab dem 18. Februar den Betrieb der Regionalbahn 44 zwischen Dorsten über Gladbeck nach Oberhausen um die Hälfte reduziert. Und das soll voraussichtlich bis Ende April so bleiben.

Für diese Kürzung haben die Christdemokraten keinerlei Verständnis, verweisen vielmehr auf das Krisengespräch zwischen der "Verkehrsverbund Rhein Ruhr" (VRR) und der "Nordwestbahn" Ende Januar. Auch bei diesem Gespräch ging es um die bereits zuvor Bedienung des RB-44-Streckenangebotes. Von einer "mangelhaften Bedienung" spricht die CDU. Das sah wohl auch der "VRR" so, denn nach dem Treffen flatterte der "Nordwestbahn" eine Abmahung ins Haus.

"Ist dies nun das erbärmliche Ergebnis dieses VRR-Krisengespräches mit der NWB?", stellt die Gladbecker CDU eine provokative Frage. Von einer Verbesserung des Streckenangebotes könne hier wohl kaum gesprochen werden, wenn gerade werktags Berufspendler im morgendlichen Berufsverkehr auf eine zuverlässige Bahnverbindung nach Oberhausen zwingend angewiesen seien, so die CDU. Durch die Ausdünnung des Bahnangebotes würden vielmehr die angewiesenen Berufspendler im Stich gelassen. Da nütze auch ein für den Zeitraum angebotener anschlussfeindlicher Schienenersatzverkehr kaum, der zum einen eine wesentlich längere Fahrtzeit beansprucht und zum anderen die Anschlussverbindungen in Oberhausen zum Beispiel unmöglich machen.

"Werden hier nicht gerade in Zeiten von Dieselskandal und überfüllter Straßen im Ruhrgebiet die falschen Signale gesetzt, wenn ein solcher unzumutbarer ÖPNV angeboten und seitens VRR akzeptiert wird?" folgt sogleich eine zweite Frage der CDU. Zudem werde der Straßenverkehr durch den Einsatz weiterer Busse im Rahmen des Ersatzverkehrs zusätzlich belastet. Und die CDU befürchtet auch, dass am Ende zusätzlich treue ÖPNV-Pendler, die pünktlich jeden Monat ihre Überweisung für ein jährlich immer teurer werdendes Ticket-Abo bezahlen, in der aktuell sehr viel schlechteren beziehungsweise nzumutbaren Qualität der Gegenleistung verprellt.

Aus der Sicht der Gladbecker CDU hat die "Nordwestbahn" nunmehr alle Chancen verspielt habe, die genannte Strecke im Auftrag der VRR zu bedienen und müsse somit folgerichtig den Auftrag verlieren. Die CDU sieht den VRR in der Pflicht, einen neuen Anbieter zu gewinnen. Die CDU nennt diesbezüglich Unternehmen wie "Abellio", "Keolis" oder auch die "DB".

"Dies auch vor dem Hintergrund, dass der ÖPNV in Zeiten verstopfter Straßen nicht noch mehr Kunden verlieren sollte. Vielmehr muss das Ziel sein, neue ÖPNV-Kunden mit attraktiven Angeboten zu gewinnen. Nur so kann eine Alternative zum PKW-Individualverkehr geschaffen werden," so CDU-Ratsherr Dr. Martin Lange abschließend.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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