"Einsatzhonorar" für die Freiwillige Feuerwehr Gladbeck
Der Wahlkampf hat schon begonnen

Ein Kommentar

SPD-Fraktionschef Michael Hübner befürwortet die Einführung einer Art "Einsatzprämie" für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Gladbeck. Flugs springt auch die CDU auf den fahrenden Zug auf, findet den Vorschlag gut, verweist aber umgehend auf bereits in der Vergangenheit in die Wege geleiteten eigene Aktivitäten in dieser Sache. Und die Christdemokraten wollen die "Prämie" auch auf andere Hilfsorganisationen wie THW, DRK, Malteser, Johanniter und ASB ausweiten.

Der Vorschlag indes kommt für Gladbeck zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Auf der einen Seite fordert die Bezirksregierung die Schließung des 2,1 Millionen-Euro-Lochs im Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 und auf der anderen Seite sollen nun pro Jahr 50.000 Euro für eine freiwillige Leistung locker gemacht werden.

Die vorgeschlagene "Prämie" haben sich die Ehrenamtler zweifelsohne absolut verdient. Doch wie sollen diese Ausgaben finanziert werden? Das wissen doch auch die Damen und Herren der Gladbecker Parteien, um am Ende sagen zu müssen "Wir wollten ja, aber...".

Leider ist es wohl so, dass der Vorschlag schlichtweg der Rubrik "Wahlkampfgetöse" zugeordnet werden muss...

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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