Lösungen oder Panik
Die Klimawende und der Glaubenskrieg

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Erinnern Sie sich noch 1981? Riesige Panik in Deutschland, Prof. Bernhard Ulrich schockte das Land mit seiner These vom Weltuntergang, er formulierte „Die ersten großen Wälder werden schon in den nächsten fünf Jahren sterben." Und weiter: „Es droht das Aussterben der Menschheit!“ Das sogenannte Waldsterben kennzeichnete damals eine Kampagne, die an einen Schwindel grenzte. Dabei hätte einfache Logik ausgereicht, um die These vom „Sauren Regen“ als Ursache zu widerlegen. Naturschutzaktivisten erkannten den Nutzen dieser hysterischen Stimmung. So zogen die Grünen mit oder besser durch dieses Thema in den Bundestag ein. Der Vorgang wurde zum Muster für spätere Kampagnen, obwohl einen gesunden Wald hat es nie gegeben und gestorben ist er auch nicht. Jedoch stand wenige Jahre später für Umweltschützer fest, das Auto war der Hauptsünder.

Geschichte wiederholt sich. Heute wird wieder von den Grünen von einer Klimakatastrophe, sogar von Kollaps geredet. Sie behaupten, es drohe der Weltuntergang, gemacht durch den Menschen.

Was ist dran an dieser Behauptung? Fest steht, seit es die Erde gibt, ändert sich das Klima laufend, teilweise auch dramatisch. Es gab Phasen der Abkühlung (Eiszeiten) und solche der Erwärmung. Diese Klimaveränderungen entstanden durch natürliche Einflüsse (es gab noch keine Menschen), bei der neueren Erderwärmung geht man jedoch auch von menschlichen Einfüssen aus.

Schauen wir uns die Klimageschichte der Erde an. Seit jeher wirkten sich sowohl punktuelle wie auch zyklische Ereignisse auf das Klima aus, nicht alle sind ausreichend erforscht. Die Sonne hat wohl den grössten Einfluss auf das Klima. Ebenso die Neigung der Erdachse und die Umlaufbahn der Erde um die Sonne. Erforscht hat das der Astrophysiker Milankovic. Obwohl uns als Betrachter das Sonnenlicht (unsere Heizung) stabil erscheint, ist das nicht der Fall. Satelliten zeigen, dass die Strahlung der Sonne starken Schwankungen unterworfen ist. Auch die sog. Sonnenwinde (elektr. geladene Teilchen) variieren stark. Von ihnen spricht man dann, wenn durch Eruptionen auf der Sonne eine unvorstellbare Menge Energie ins All geschleudert wird. Diese Sonnenflecken wurden schon von Galileo Galilei beobachtet.

Die Wissenschaft erforscht im Rahmen der Klimaforschung (Paläoklimatologie) in Bezug auf die Sonne drei wesentliche Faktoren:  Die UV-Strahlung der Sonne (hat wesentlichen Einfluss auf unsere Ozonschicht), die Sonnenwinde (sie sollen die Bildung von Wolken und die Wirkung auf das Klima durch Verhinderung von Sonneneinstrahlung beeinflussen) und die Sonnenaktivität und die daraus resultierende vermehrte kosmische Strahlung. Eine genaue Erforschung all dieser Phänomene wird aber noch Jahre dauern.

Für den natürlichen Klimawandel gibt es einen weiteren Faktor: den Kontinentaldrift. Auf der Erde bewegen sich riesige Landmassen. So war früher (vor Millionen Jahren) mal ein Kontinent, aus dem dann Afrika, Südamerika, Australien und die Antarktis entstanden sind. Auch schon bekannt ist, die weltweite Erwärmung entsteht, wenn der CO2 Anteil wächst und ein natürlicher Treibhauseffekt entsteht. Etwa durch Vulkane. Diese haben schon erheblich das Klima veändert (z.B. 1784 in Deutschland oder 1816 in Indonesien).

Der Klimawandel ist also Teil natürlicher Zyklen und so stellt sich zwangsläufig die Frage, was ist vom Menschen verursacht. Seit Milankovic wissen wir, dass schon geringe Änderungen der Sonnenstrahlung eine Änderung der Temperatur und diese eine Änderung des Kohlendioxid-Gehalts der Luft auslösen. Die Erhöhung der durchschnittlichenTemperatur (bislang 0,7 Grad von 1750 bis 2010) auf der Erde, ermöglicht durch den Treibhauseffekt, kann verschiedene Auswirkungen haben, allerdings schwer vorhersagbar. Als sehr wahrscheinlich gelten der Anstieg des Meeresspiegels, das Abschmelzen der Gletscher und eine geringere Schneebedeckung.

Während der vergangenen 740.000 Jahre bewegte sich der CO2-Gehalt der Erde immer zwischen 180 und 280 ppm, aber infolge der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Industrielle Revolution) in den letzten 200 Jahren stieg die Konzentration auf über 400 ppm. Jedoch schon bei der Abschätzung der Folgen des Klimawandels und der Klimasensivität gehen die Meinungen stark auseinander, auch was die richtigen Gegenmassnahmen angeht (Vorsorgeprinzip). Phänomene gab es schon immer: In Nordeuropa kam es während der Eiszeiten mehrfach zu teils abrupten Klimawechseln mit Temperaturanstiegen von über 10 Grad in nur einem Jahrzehnt (siehe Grönland). Hervorgerufen durch eine Veränderung der Meeresströmungen.

Zunächst steht fest, der Treibhauseffekt (inklusive der Treibhausgase wie CO2) garantiert Leben auf der Erde, diese Gase wirken wie eine Schutzschicht. Aber mit der Verbrennung fossiler Energieträger, intensiver Landwirtschaft und dramatisch steigender Weltbevölkerung explodieren die Emmissionen und damit der CO2-Anteil (wobei CO2 ein notwendiges Gas zur Photosynthese ist). Daher spricht man von anthropogenem Klimawandel (AKW). Mir persönlich erscheint insgesamt die Bevölkerungsexplosion auf der Erde die Ursache aller Probleme zu sein, verbunden mit einer Industrialisierung und Globalisierung, die scheinbar keine Grenzen kennt, und die Temperaturerhöhung ist folglich das Symptom.

Nach ausgiebiger Recherche von vielen Argumenten und Forderungen von Experten für oder gegen Klimawandel steht für mich fest, dass jede Seite plausible Aussagen macht und auch begründet. Ich warne aber davor, solchen Ideologien zu folgen, die aus den Klimaproblemen Panik (Weltuntergang) machen und den Klimawandel instrumentalisieren, um absurde politische Entscheidungen durchzusetzen.

So offenbart sich in der Diskussion ein weiteres Negativum. Ist es noch Klimawandel oder eher Glaubenskrieg? Patrick Moore, der Gründer von greenpeace, wirft seiner Umweltorganisation Panikmache vor. Was also wird geleugnet? Das Klima bestimmt nicht ! Es gibt nämlich nicht „ein“ Klima. Auch der reale Klimawandel, er wird nicht geleugnet. Ich halte es daher eher wie Prof. Dr. Matschullat von der TU Freiberg (Prof. für Geoökologie), der vor der Komplexität des Themas und einseitiger Diskussion/Information warnt.

Wissenschaftler sollten immer skeptisch sein, es ist eine positive Eigenschaft, aber im Rahmen einer Meinungsdiktatur verschwinden wissenschaftliche Erkenntnisse und vor allem die Seriosität. Wir haben es mit einer Vielzahl an Meinungen oder Interpretationen zu tun, niemand ist im Besitz der Wahrheit. Sowohl Fachliteratur wie auch behördliche Informationen sind wertvoll, doch auch Fehleinschätzungen sind durchaus möglich. Und wen wunderts, auch eine Änderung der wissenschaftlichen Auffassung sollte möglich sein.

So wechselte der ehemalige Leiter des Hamburger Max-Planck-Instituts, Lennart Bengtsson, in den Akademischen Beirat von GWPF. Ihr Ziel: Überreaktionen gegen die globale Erwärmung durch Informationskampagnen verhindern. Das einbrechende Mobbing anschliessend gegen ihn und die Intoleranz anderer stehen im „ ... Widerspruch zu den Grundprinzipien der wissenschaftlichen Debatte“, so warnten Kollegen/Insider. Also doch Meinungsdiktatur?

Die Klimadebatte braucht eine realistische Diskussion über die richtigen Instrumente. Und nicht diese unrealistische Forderung „Wir müssen / Die Politik muss“ oder „Wir müssen nicht“. Meine Forderung: Beendet den unsäglichen Kulturkampf in der Klimadebatte. Wir haben nur eine Erde, daher geht es nicht um Aktionismus als Folge von Panik, sondern um Lösungen auf der Basis Vernunft.

Fazit: Gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma? Nein, nicht wirklich. Jeder muss seine eigene Entscheidung treffen und sich fragen, welche Antwort suche ich? Eine einfache Antwort gibt es nicht. Was aber auf jeden Fall richtig ist, ist die Tatsache, dass ein Jeder Verantwortung trägt. Jeder sollte daher bei sich beginnen und nicht auf andere warten. Zweifelsohne gilt, gesundes Essen, mehr Bewegung und sorgsamer Umgang mit Energie/Ressourcen können nicht schaden.

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