"Trinkerszene" beschäftigt nun aber auch die Politik
Ein "Alkoholverbot" ist laut Stadt Gladbeck rechtlich nicht möglich

Mit dem Thema "Trinkerszene" werden sich nun auch die Politiker der Gladbecker Parteien beschäftigen.
  • Mit dem Thema "Trinkerszene" werden sich nun auch die Politiker der Gladbecker Parteien beschäftigen.
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  • hochgeladen von Uwe Rath

Gladbeck. Die Reaktion aus dem Rathaus kam prompt: Nach dem Bekanntwerden der Bürgerbeschwerden betreffs der "Trinkerszene" im Bereich Oberhof/Kolpingstraße in Stadtmitte, teilte die Stadt Gladbeck mit, dass der Punkt "Trinkerszene" Bestandteil der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Montag, 1. April, sein werde.

Bekanntlich würden sich auch in Gladbeck, genau wie in vielen anderen Städten, gerade an warmen Tagen immer wieder Menschengruppen treffen und Alkohol konsumieren, schreibt die Stadt Gladbeck in einer Mitteilung. Dies sei keine neue Entwicklung, sondern Verwaltung und Polizei seit Jahrzehnten bekannt. In den 1990er-Jahren habe sich die sogenannte Trinkerszene vom Oberhof, auf Bestrebungen von Polizei, Vestischer und Stadtverwaltung, zum Bunker am Marktplatz verlagert.

Jetzt, nach Schließung von „Kaufland“, werde wieder vermehrt der Bereich zwischen Citycenter und Oberhof mit dem nahen Discounter frequentiert. Obwohl von der Szene keine unmittelbare Gefahr für Passanten ausgehe und auch keinerlei kriminelle Handlungen dort bekannt seien, hat man am Willy-Brandt-Platz offenbar Verständnis für die Sorgen und Beschwerden von Anwohnern und Geschäftsleuten. Gregor Wirgs, Leiter des Ordnungsamtes: „KOD und Polizei kontrollieren diesen Bereich fast täglich, gehen Beschwerden nach, sprechen mit den Menschen.“

Aber, und auch darauf weist Gregor Wirgs hin, der oft geäußerte Wunsch nach einem generellen Alkoholverbot in der Innenstadt, sei rechtlich nicht durchzusetzen. „In Duisburg wurde das verhängte Verbot schon nach wenigen Tagen gerichtlich gekippt.“ Wirgs verweist darauf, dass erst wenn es durch den Alkoholkonsum zu regelmäßigen Rechtsverletzungen komme, gehandelt werden könne. Dies sei bei der derzeitigen Situation in Gladbeck aber nicht der Fall.

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