"Bürgerforum" bittet alle Gladbecker um Unterstützung
Kampagne für die "Haldenwelt" läuft

So sahen die Pläne für die "Braucker Alpen" im Jahr 2016 aus. Auch die Mottbruchhalde war noch Bestandteil der Pläne. Bekanntlich hat sich die Sachlage aber deutlich verändert, denn der Kreis erteilte die Erlaubnis zur Errichtung eines großen Windrades.
  • So sahen die Pläne für die "Braucker Alpen" im Jahr 2016 aus. Auch die Mottbruchhalde war noch Bestandteil der Pläne. Bekanntlich hat sich die Sachlage aber deutlich verändert, denn der Kreis erteilte die Erlaubnis zur Errichtung eines großen Windrades.
  • Foto: Archiv Kariger/STADTSPIEGEL Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Brauck. In die nächste entscheidende Phase getreten ist die Kampagne zur Durchsetzung der Gladbecker „Haldenwelt“: Koordiniert durch das "Bürgerforum Gladbeck" haben jetzt mehrere besonders stark betroffene Bürger begründete Widersprüche gegen die Genehmigung einer Windkraftanlage auf der Mottbruchhalde durch den Recklinghäuser Landrat eingelegt. Darüber hinaus beantragen die Beschwerdeführer beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gegen den vom Kreis ermöglichten sofortigen Arbeitsbeginn für das Windrad die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ihrer Widersprüche.

Das "Bürgerforum" hat diese Mmaßnahmen mit Hilfe eines Gladbecker Fachanwalts für Verwaltungsrecht organisiert und die erforderliche Finanzierung fürs Erste mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen ermöglicht.
„Die Gladbecker Haldenwelt,“ erklärt "Bürgerforum"-Vorstand Matthias Raith, „ist eine Jahrhundertchance für Gladbeck und die Region. Wir werden alles daransetzen, dass das Projekt realisiert und in die bevorstehende Internationale Gartenausstellung integriert werden kann“.

Die intensive Prüfung der Sach- und Rechtslage habe ergeben, so Raith weiter, dass das Windrad energiepolitisch nicht von besonderem Belang sei. Seine Genehmigung greife aber massiv und unzulässig in die Rechte vieler Anwohner ein. Sie mache eine einmalige Perspektive für die Menschen der Region zunichte. Nur mit einem sofortigen Stopp von Planung und Bau der Anlage habe der Gladbecker Haldenpark wieder eine realistische Chance.

Nach Auffassung des "Bürgerforums" müsse die Nutzung der Halden nicht nur in einem Gerichtsverfahren, sondern letztlich politisch entschieden werden. Dazu Raith: „Gesellschafter der Steag sind nicht irgendwelche namenlosen Anleger, sondern Ruhrgebietsstädte. Sie sind darauf angewiesen, vernünftig miteinander und mit ihren Nachbarstädten umzugehen. Ihr Versuch, ein Windrad auf der Mottbruchhalde zu errichten, ist gegenüber Gladbeck ein unfreundlicher, politisch nicht tragfähiger Akt. Die Großstädte des Reviers machen damit nicht nur ein einmaliges Planungsvorhaben für die Zukunft der ehemaligen Bergbauregion zunichte, sie greifen auch gezielt in die Rechte vieler Bürger der Ruhrstadt ein. Das dürfen die Gladbecker nicht wehrlos hinnehmen!“

Nach Ansicht des "Bürgerforums" ergänzen die jetzt auf den Weg gebrachten Anträge die bereits eingereichte Klage der Stadt Gladbeck gegen das Windrad in optimaler Weise. Denn die Stadt könne sich mit ihrer Klage nur auf die Verletzung ihrer Planungshoheit und auf eine nicht korrekte Beteiligung im vorgeschalteten Verwaltungsverfahren berufen. Die Rechte der betroffenen Anwohner könne sie nicht geltend machen. Dem trage aber die Kampagne des "Bürgerforums" Rechnung.

Das "Bürgerforum Gladbeck" bittet nun alle Bürger der Stadt bei allen bevorstehenden Aktionen um tatkräftige Unterstützung der „Haldenwelt“ und nicht zuletzt um Spenden und Darlehenszusagen. Näheres dazu findet sich auf der Website buergerforum-gladbeck@web.de .

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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