Stadt Gladbeck setzt auf verstärkte Kontrollen
KOD-Mitarbeiter in Zivil im Streifeneinsatz

Die KOD-Mitarbeiter Maurice Saslona (vorne) und Ruby Eßlinger-Lemke (hinten) kontrollierten in Zivil auch auf der Lambertistraße.
  • Die KOD-Mitarbeiter Maurice Saslona (vorne) und Ruby Eßlinger-Lemke (hinten) kontrollierten in Zivil auch auf der Lambertistraße.
  • Foto: Stadt Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Die Stadt Gladbeck lässt ihren Worten Taten folgen und geht entschlossener denn je gegen "Dreckspatzen" vor: In der letzten Januarwoche ging der "Kommunale Ordnungsdienst" (KOD) verstärkt mit Teams in Zivil Streife, um auch bislang eher nicht verfolgte kleinere Vergehen zu entdecken und zu ahnden.

Denn achtlos weggeworfener Müll, Zigarettenkippen oder auch rücksichtslose Radfahrer in der Innenstadt sind oftmals für andere Bürger durchaus ein Ärgernis.

Zu den KOD-Einsatzkräften gehörten auch Ruby Eßlinger-Lemke und Maurice Saslona, die in neutraler Kleidung in der Innenstadt unterwegs waren. „Wir schauen besonders auf Vergehen, die wir ohne Uniform besser feststellen können. Dabei achten wir vor allem auf Radfahrer und Menschen, die ihre Abfälle unsachgemäß entsorgen“, erklärt Maurice Saslona.

Die Stadt Gladbeck hat bekanntlich Ende des vergangenen Jahres die Verwarngelder erhöht. Das bedeutet vor allem härtere Strafen für das Wegwerfen von Müll, Zigarettenkippen und Kaugummis. „Radfahrer erwartet eine Strafe von 15 Euro, bei Zigarettenkippen sieht es schon anders aus: Da sind wir bei 100 Euro“, nennt der KOD-Mitarbeiter die Spanne der möglichen Strafen.

Insgesamt verwarnte der Kommunale Ordnungsdienst in der Aktionswoche 20 Radfahrer, die unerlaubt in der Innenstadt gefahren sind (je 15 Euro), eine Person, die eine Zigarette auf den Boden geworfen hat (100 Euro), sowie eine weitere, die gegen die Anleinpflicht verstieß (55 Euro).
„Die Menschen reagieren ganz unterschiedlich. Manche wollen sofort bezahlen, andere diskutieren auch mal mit uns. Das sind wir aber mittlerweile gewohnt“, erzählt Maurice Saslona. Die meisten „ertappten“ Innenstadtbesucher zeigten sich jedoch einsichtig und zahlten direkt vor Ort das Verwarnungsgeld an die Ordnungsamtsmitarbeiter.

Ein Augenmerk richtete der KOD auch auf die „Trinkerszene“ rund um Willy-Brandt-Platz und Friedrich-Ebert-Straße: Bei insgesamt 32 Kontrollen wurden hier 26 Platzverweise ausgesprochen.
„Unsere Innenstadt soll sicher und sauber bleiben. Es geht uns nicht darum, die Stadtkasse zu füllen“, betont Ordnungsamtsleiter Gregor Wirgs, der ein positives Fazit der ersten Schwerpunktkontrolle zog: „Die Aktion ist in der Bevölkerung auf sehr positive Resonanz gestoßen und trägt zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsempfindens der Bürgerinnen und Bürger bei.“

„Wir werden uns weiterhin mit unterschiedlichen Aktionen Schwerpunktthemen widmen, auch um dem Sicherheitsgefühl in unserer Stadt noch gezielter Rechnung zu tragen“, versichert Ordnungsdezernentin Linda Wagner. Hierzu zählen in den kommenden Monaten unter anderem die Kontrolle von Hundehaltern in Grünanlagen und von Parkverstößen in den Stadtteilen, Schulwegkontrollen mit der Polizei sowie Überprüfungen auf Sport- und Spielplätzen.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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