Terroranschläge - Nicht im Namen meiner Religion - Es reicht!

Die traurige Erkenntnis aus den Terroranschlägen der vergangenen Tage ist, dass wir alle – egal welchen Glauben oder Nichtglauben wir haben – dem Terror hilflos gegenüberstehen.
Ob in Paris, Ankara, Istanbul oder Brüssel – Terror trifft immer Unschuldige.
Jetzt, wo der Terror in Europa angekommen ist, sollten wir nicht vergessen, dass andernorts Anschläge traurigerweise schon längst “zum Alltag” gehören. Wir dürfen die Menschen im Irak, in Afghanistan, Syrien, Israel und anderen betroffenen Ländern nicht vergessen, nur weil uns die Attacken näher rücken.
Gegen Terrorismus gilt es aktiv vorzugehen! Wenn Anschläge „im Namen des Islam“ verübt werden, so sage ich als Muslimin und Mitglied des Liberal Islamischen Bundes, LIB, (www.lib-ev.de) mit aller Deutlichkeit:

Es reicht!
Diese feigen und widerwärtigen Terrorakte verurteilen wir mit aller Kraft!

Aber die muslimischen Verantwortlichen in den Moscheegemeinden und in der Lehre müssen auch langsam erkennen, dass der Islam inzwischen weltweit mit Gewalt und Intoleranz assoziiert wird und gegensteuern. Wir müssen uns fragen, warum im Kontext unserer Religion, wo eigentlich schon der Begriff "Islam" Frieden bedeutet, eine solche Gewaltbereitschaft entsteht. Allein zu sagen, der Islam ist keine gewalttätige, sondern eine friedliche Religion, ist zu wenig. Es muss eine kritische Auseinandersetzung mit den Quellen und eine zeitgemäße Auslegung erfolgen. Muslime, die diesen Weg gehen, brauchen in Europa und Deutschland die Unterstützung der Mehrheitsgesellschaft und müssen mehr Stimme bekommen.

Verschiedene Kulturen und Religionen in einer Gesellschaft sind eine Bereicherung, aber unser Fundament und unser Rahmen ist die freiheitlich demokratische Grundordnung, ist das Grundgesetz. Wir müssen mit allen zusammenstehen – gleich welcher Kultur und Religion - die diese Werte respektieren und uns nicht spalten lassen.

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