UPDATE! Fakten geschaffen: Gladbecker "Luther-Forum" schließt und Verein meldet Insolvenz an! Haupt- und Finanzausschuss lehnt "Beseitigung der Insolvenzantragspflicht" ab!

Einen Tag vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Gladbeck hat der Verein "Martin Luther Forum Ruhr" Fakten geschaffen: Die Mitglieder folgten dem Vorschlag des Vorstandes, wonach der Betrieb des Forums zum 9. Juli 2018 eingestellt und die Rückgabe des Gebäude-Ensembles zum 30. September 2018 an die Kirchengemeinde erfolgen sollen. Zudem sieht sich der Vereinsvorstand gezwungen, für den Verein einen Insolvenzantrag zu stellen.
  • Einen Tag vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Gladbeck hat der Verein "Martin Luther Forum Ruhr" Fakten geschaffen: Die Mitglieder folgten dem Vorschlag des Vorstandes, wonach der Betrieb des Forums zum 9. Juli 2018 eingestellt und die Rückgabe des Gebäude-Ensembles zum 30. September 2018 an die Kirchengemeinde erfolgen sollen. Zudem sieht sich der Vereinsvorstand gezwungen, für den Verein einen Insolvenzantrag zu stellen.
  • Foto: archiv STADTSPIEGEL Gladbeck
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Gladbeck-Ost. Da wurden noch ganz schnell Fakten geschaffen: Am Tag vor der Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Gladbeck zum Thema "Martin-Luther-Forum" hielt der Verein "Martin-Luther-Forum Ruhr" eine Mitgliederversammlung ab. Und beschlossen wurde mehrheitlich, die Option zur Verlängerung des Nutzungsvertrages um weitere fünf Jahre nicht auszuüben. Demnach soll der Betrieb des Forums zur Sommerpause, also zum 9. Juli 2018, eingestellt und das Gebäudeensemble zum 30. September 2018 an die Kirchengemeinde zurückgegeben werden.

In einer Mitteilung schreibt der Vereinsvorstand, dass man in den letzten Wochen und Tagen eine Vielzahl von Gesprächen geführt habe und anschließend zu der Erkenntnis gekomme sei, das der Verein sowohl aufgrund mangelnder personeller als auch finanzieller Ressourcen nicht mehr in der Lage sei, das Forum weiter zu betreiben.

Dabei macht der Vereinsvorstand die Stadt Gladbeck für die aktuelle Situation verantwortlich. Ursprünglich, so ist der Mitteilung zu entnehmen, sei ein "strukturierter Zeitplan" vorgesehen gewesen, wie zum Beispiel die Durchführung der Mitgliederversammlung des Fördervereins am 21. März 2018. Doch dieser Zeitplan sei "obsolet" geworden. "Weder die Kirchengemeinde, noch die Kirchenkreise, noch die Stadt Gladbeck sehen sich in der Verpflichtung und auch nicht in der Lage, das Forum in anderer Trägerschaft selbst weiter zu betreiben," schreibt der Vereinsvorstand.

Rückzahlung von Fördergeldern

Für den Fall, dass der Verein "Martin Luther Forum Ruhr" den Betrieb zum 30. September 2018 einstellt, hat die Stadt Gladbeck nach Angaben des Vereinsvorstandes angekündigt, den Verein für die Rückzahlung der Fördermittel in Anspruch zu nehmen. "Von daher ist der Vorstand des MLFR gezwungen, Insolvenzantrag zu stellen, wenn die Stadt nicht an der Beseitigung des Insolvenzantrages mitwirkt. Abgesehen von der etwaigen Forderung der Stadt ist der Verein finanziell gesund," ist der Mitteilung des Vereinsvorstandes zu entnehmen.

Und der Vereinsvorstand sieht die Stadt Gladbeck in der Pflicht: "Wirkt die Stadt an der Beseitigung der Insolvenzantragspflicht mit, kann die Stadt in Ruhe mit der Kirchengemeinde, die Eigentümerin der Gebäude ist, über eine Folgenutzung für die ehemalige Markuskirche beraten und entscheiden."

Lobesworte für ehrenamtliche Helfer

Lobesworte gibt es abschließend für die Mitglieder des Fördervereins. Insbesondere den Ehrenamtlichen werde ausdrücklich Anerkennung für die herausragenden Leistungen während der Lutherdekade ausgesprochen, versichert der Vereinsvorstand. "Nur durch das außerordentliche Engagement der aktiven Ehrenamtlichen des Fördervereins war es möglich, das Projekt zu einem derartigen Erfolg zu führen."

UPDATE:

In der am 16. Februar durchgeführten Sondersitzung des "Haupt- und FInanzausschusses" wurde die Verärgerung der Stadtspitze aber auch der Kommunalpolitiker über das Vorgehen des Vereins "Martin-Luther-Forum" mehr als deutlich. Es verwundert daher kaum, dass die Ausschussmitglieder einstimmig einen Verzicht auf die mögliche Rückzahlung von Fördermitteln und damit auch die "Beseitigung der Insolvenzantragspflicht" abgelehnt haben. Für den Anfang der 8. Kalenderwoche hat die Stadt Gladbeck eine neuerliche Stellungnahme angekündigt.

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