Apotheker Witzke aus Gladbeck rät: Vor Beginn der Grippewelle impfen lassen

Der Appell von Apotheker Christoph Witzke ist eindeutig: "Vor Beginn der Grippewelle impfen lassen!".
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Gladbeck. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben es gezeigt: Erst nach dem Jahreswechsel dürften sich die saisonalen Grippefälle wieder häufen. "Wer noch nicht gegen die Influenza geimpft ist, sollte das schleunigst noch machen, um gut geschützt zu sein," empfiehlt daher der Gladbecker Apotheker Christoph Witzke.

Noch halte sich die Zahl der Influenzaerkrankungen in Grenzen, führt Witzke weiter aus. Erfahrungsgemäß rolle die saisonale Grippewelle erst nach dem Jahreswechsel an. Eine Impfung könne vor einer Erkrankung schützen und solle idealerweise bereits im Herbst erfolgt sein. Doch nicht jeder sei schon geschützt. Daher nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema:

Lohnt es sich noch, sich jetzt erst impfen zu lassen?

"Ja, auf alle Fälle lohnt es sich", sagt Christoph Witzke. "Vorzugsweise sollte man sich im Oktober und November impfen lassen, aber es ist immer sinnvoll, sich noch vor Beginn der Grippewelle impfen zu lassen."

Bis wann ist eine Immunisierung noch ratsam?

Erfahrungswerte besagen, dass die saisonale Grippewelle meist um oder nach dem Jahreswechsel beginnt und im Februar ihre Hochphase hat. «Es dauert nach der Impfung etwa 14 Tage, bis der volle Schutz aufgebaut ist», erklärt der Gladbecker Apotheker. "Es wird daher empfohlen, nicht zu warten, bis die Grippewelle da ist." Denn dann könne man sich schon angesteckt haben - eine Impfung zu diesem Zeitpunkt sei daher in der Regel nicht mehr sinnvoll.

Wer sollte sich auf jeden Fall impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung grundsätzlich allen Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken sowie Bewohnern von Alters- oder Pflegeheimen. Bei ihnen sei das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besonders hoch, führt Witzke aus. Außerdem sollten sich medizinisches Personal und Menschen, die eine mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Personen sein können, impfen lassen.

Welche Art von Impfstoff kommt zum Einsatz?

Erwachsene werden mit einem Totimpfstoff immunisiert. Für Zwei- bis 17-Jährige ist Witzke zufolge in Deutschland seit der vergangenen Grippe-Saison ein Lebendimpfstoff zugelassen, der als Nasenspray verabreicht wird. Die Stiko empfiehlt ihn vor allem für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Bei dieser Altersgruppe habe sich gezeigt, dass er besser schützt als ein Totimpfstoff.

Mit welchen Nach- beziehungsweise Nebenwirkungen ist zu rechnen?

"Grundsätzlich ist die Impfung gut verträglich", versicherte Witzke. "Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten." Gelegentlich röte sich die Partie um die Einstichstelle oder schwelle an. Außerdem könne es manchmal sein, dass der frisch Geimpfte in den ersten drei Tagen nach der Spritze fröstele, müde sei und etwas Muskelschmerzen habe.

Stimmt es, dass die Impfung weniger anfälliger für Erkältungen macht?

Leider nein, auch wenn das oft behauptet wird. "Man ist nicht weniger anfällig dadurch für Infekte", betont Witzke. Da aber Erkältungserscheinungen im Volksmund oft auch grippaler Infekt oder schlicht Grippe genannt würden, halte sich diese falsche Annahme hartnäckig. 

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