Toxische Tuben?! - Wie gefährlich ist "Fluorid"?

In Maßen ungefährlich: "Fluorid wird bei korrekter Anwendung eine hochwirksame, kariesvorbeugende Wirkung zugesichert, " so die Gladbecker Zahnärztin Ina Rietkötter.
  • In Maßen ungefährlich: "Fluorid wird bei korrekter Anwendung eine hochwirksame, kariesvorbeugende Wirkung zugesichert, " so die Gladbecker Zahnärztin Ina Rietkötter.
  • Foto: Laura Janzen
  • hochgeladen von Christian Gensheimer

Wer zum Frühstück gerne Eier isst, wird dem Ei angesichts des aktuellen Dioxin-Skandals wohl nicht mehr ganz so unbeschwert auf die Pelle rücken. Gut, lässt man das Ei morgens eben weg. Kein Problem. Doch wenn es nach verschiedenen Berichten geht, die im Internet zu lesen sind, sollten wir uns alle vielmehr darum kümmern, mit was für Zahnpasten wir uns täglich die Zähne reinigen.
Die Rede ist von „Fluorid“. Salze, die in beinah jeder handelsüblichen Zahnpasta sind und die Zähne vor Karies schützen sollen; in Wahrheit aber toxisch seien und auch in kleinen Dosierungen chronische Krankheiten wie Stoffwechselerkrankungen oder Gehirnschäden auslösen können.
Der Warnhinweis auf jeder fluoridhaltigen-Tube „Kinder ab 6 Jahren bitte nur unter Aufsicht benutzen“ gebe ein erstes Indiz zur gesundheitsschädlichen Substanz.
„Von der größten medizinischen Lüge unseres Jahrtausends“ ist auf einschlägigen Seiten im Internet und in Foren die Rede. Ein „Abfallprodukt der Aluminiumindustrie“, das von den Pharmakonzernen dankend abgenommen und als „Karies-Killer“ vermarket werde, wird der Pharmaindustrie vorgeworfen.

Wir fragen Experten

Tatsächlicher Betrug an unserer Gesundheit? Oder alles Unfug? Der STADTSPIEGEL wollte es genauer wissen und hat daher jemanden gefragt, der es wissen muss. Die Gladbecker Zahnärztin Ina Rietkötter, Gemeinschaftspraxis an der Schwechater Straße 38, gibt Entwarnung. Fluorid werde bei korrekter Anwendung eine hochwirksame, kariesvorbeugende Wirkung zugesichert.
„Ein Überfluoridierung sollte allerdings vermieden werden,“ so Ina Rietkötter. Zur Kariesprävention sei die „Fluoridierung“ zwar unerlässlich, eine „überhöhte Fluoridaufnahme könnte an den Zähnen zu ästehtischen Beeinträchtigungen in Form von weißen Schmelzflecken führen,“ erklärt die Patienteninformation der Bundeszahnärztekammer. Fluoride würden auch über fluoridhaltiges Speisesalz, Fluoridtabletten, fluoridierte Mundspüllösungen oder Gele in die Mundhöhle eingebracht und könnten dort mit der Zahnoberfläche reagieren. Gewisse Grenzwerte sollten aber nicht überschritten werden.
„Daher sollten beispielsweise Eltern bei Kleinkindern achtsam mit der Zahnpastamenge umgehen, da die Kinder eher Zahnpasta herunterschlucken als ausspucken,“ so die Zahnärztin. Eine Erkrankung des Organismus durch eine „Überfluoridierung“ sei bei korrekter Anwendung ebenfalls nicht zu erwarten.

In kleinen Dosen nicht schädlich

„Das verhält sich so ähnlich, wie mit den meisten Substanzen. Man müsste schon Unmengen an Zahnpasta schlucken, um seine Gesundheit ernsthaft zu gefährden.“ Schließlich kommt es immer auf die richtige Dosierung an. Selbst der Genuss von Wasser kann in zu hohen Dosen schädlich sein.

Autor:

Christian Gensheimer aus Essen-Nord

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