Erste "Refill"-Station am "Kotten Nie" kann ab sofort genutzt werden
Trinkwasser zum Nulltarif nun auch in Gladbeck

Freuen sich (von links nach rechts) darüber, dass nun auch Gladbeck über eine erste "Refill"-Station am "Kotten Nie" verfügt: RWW-Sprecher Ramon Steggink, Jörg Piontek-Möller (Umweltabteilung der Stadt Gladbeck), Bodo Dehmel (Vorsitzender des Fördervereins Kotten Nie) und Jürgen Harks (Leiter der Umweltabteilung der Stadt Gladbeck).
  • Freuen sich (von links nach rechts) darüber, dass nun auch Gladbeck über eine erste "Refill"-Station am "Kotten Nie" verfügt: RWW-Sprecher Ramon Steggink, Jörg Piontek-Möller (Umweltabteilung der Stadt Gladbeck), Bodo Dehmel (Vorsitzender des Fördervereins Kotten Nie) und Jürgen Harks (Leiter der Umweltabteilung der Stadt Gladbeck).
  • Foto: Rath/STADTSPIEGEL Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Das Problem ist bekannt: Irgendwo untewegs und der Durst meldet sich. Also die mitgeführte Trinkflasche aus der Tasche holen und dann die ernüchternde Erkenntnis: die Flasche ist leer. Also auf zum nächsten Supermarkt oder Kiosk. Aber es geht auch anders, denn es gibt "Refill".

"Refill"? Noch nie gehört? Dabei gibt es "Refill" in ganz Deutschland. In Cafés, Bars, Shops und sonstigen Einrichtungen, die sichtbar einen runden blauen Aufkleber „Refill-Station“ an Fenstern oder Türen tragen, ist es möglich, Leistungswasser kostenfrei in mitgebrachte Flaschen abzufüllen. Also Geld gespart und hinzu kommt ein schöner Nebeneffekt: Man vermeidet Müll, schont die Umwelt und inspiriert Menschen, plastikfreier zu leben.

Das Vorbild für "Refill" kommt aus englischen Stadt Bristol. Dort läuft es laut Webauftritt von "Refill Deutschland" seit 2015 sehr erfolgreich. Und seit März 2017 findet man "Refill" nun auch in Deutschland. Gestartet in Hamburg ist es mittlerweile zu einer deutschlandweiten Bewegung geworden. Und wieder einmal sind es Ehrenamtler, die in ihren Städten "Refill" organisieren, aktiv mithelfen der Plastikflut ein Ende zu bereiten und die Chance nutzen, auf weltweite Verschmutzungen durch Plastikmüll hinweisen.

"RWW" als Initiator

Auch in Gladbeck ist "Refill" nun angekommen. Bei der Suche nach einem Kooperationspartner wurde die "Rheinisch-Westfälische Wasserwerkgesellschaft" (RWW), in Gladbeck für die Wasserversorgung zuständig, an der Bülser Straße fündig. Am "Kotten Nie" war man gleich von dem vorgelegten Konzept überzeugt. "Jeder in Deutschland produziert pro Kopf jährlich mehrere Hundert Kilogramm Müll. Eine riesige Menge", so Bodo Dehmel, Vorsitzender des Fördervereins Kotten Nie. "Wir wollen nicht länger zusehen, wie wir in Plastik und Müll versinken - wir handeln.“ Dehmel sicherte im Beisein von Jürgen Harks, Leiter der städtischen Umweltabteilung, und RWW-Sprecher Ramon Steggink zu, in den Eingangsbereichen zum Kotten Nie-Areal Aufkleber sichtbar an der Pforte anzubringen. Aufkleber, die signalisieren, dass Durstige vor Ort ihre mitgebrachte Flasche mit bestem Trinkwasser kostenfrei auffüllen können.

Weitere Stationen geplant

Auch Harks sieht in der Aktion großes Potenzial in der Stadt: „Das Bundesumweltministerium hat Ende 2018 in seinem Fünf-Punkte-Plan für weniger Plastik explizit auch die Förderung des Leitungswassetrinkens angesprochen. Durch geändertes Trinkverhalten lässt sich leicht weiterer Müll vermeiden. Auch wir in Gladbeck wollen unseren Beitrag leisten. Daher breiten wir einige städtische Einrichtungen als Refill-Station vor.“

"RWW" selbst hat seit 2018 in Mülheim im "Aquarius Wassermuseum" und im "Haus Ruhrnatur" zwei Standorte als "Refill"-Station kenntlich gemacht. Steggink: "Es ist eine tolle Aktion. Einfacherer und effektiver kann man Umweltschutz in seinem Alltag kaum leben." Das sehen zahlreiche Gleichgesinnte ebenso und so gibt es in Deutschland mittlerweile schon mehr als 16.000 Refill-Stationen, Und das bei weiter deutlich steigender Tendenz.

Wer macht mit?

Gladbecker, die von der Aktion überzeugt sind und ebenfalls mitmachen möchtne, können sich Jörg Piontek-Möller von der städtischen Umweltabteilung wenden. Er möchte sich für Gladbeck als sogenannter "Refill"-Kümmerer registrieren lassen und wird künftig als solcher Aufkleber an Interessierte herausgeben und die Adressen der neuen Stationen im "Refill"-Portal eintragen.

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