"Präventionsteams" in öffentlichen Bussen
Vestische: Sicherheitsleute sollen in Bussen gegen Pöbler vorgehen

Die drei Präventionsteams bestehen jeweils aus einem ortskundigen Busfahrer und zwei Sicherheitsleuten. Sie sollen gegen übergriffige Fahrgäste vorgehen.
  • Die drei Präventionsteams bestehen jeweils aus einem ortskundigen Busfahrer und zwei Sicherheitsleuten. Sie sollen gegen übergriffige Fahrgäste vorgehen.
  • Foto: Vestische
  • hochgeladen von Oliver Borgwardt

Im öffentlichen Nahverkehr kommt es immer häufiger zu kritischen Situationen durch aggressive Fahrgäste. Mit eigenem Sicherheitspersonal geht die Vestische daher ab Dezember gegen Störer, Pöbler und übergriffige Fahrgäste vor. Die sogenannten "Präventionsteams" sollen vor allem das Sicherheitsgefühl in den Bussen stärken.

"Die Vestische reagiert auf die steigende Zahl von Übergriffen auf Busfahrerinnen und Busfahrer", erklärt der Pressesprecher der Vestischen, Norbert Konegen. Ab dem 1. Dezember setzt die Gesellschaft daher auf neu aufgestelltes Sicherheitspersonal in drei sogenannten "Präventionsteams". Die dreiköpfigen Teams sollen zunächst zwei Jahre lang an den Wochenenden während der Abendstunden "zur Unterstützung des Fahrpersonals in kritischen Situationen und zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Fahrgäste" dienen.

Die drei Sicherheitsteams bestehen jeweils aus zwei externen Sicherheitskräften und einem Fahrer der Vestischen, der über detaillierte Orts- und Linienkenntnisse verfügt. „Dadurch ist sichergestellt, dass jeweils ein Team schnell vor Ort ist, wenn eine Fahrerin oder ein Fahrer kritische Situationen im Fahrzeug erlebt, die noch keinen polizeilichen Einsatz notwendig werden lassen. Hierzu zählen insbesondere verbale Beleidigungen, Pöbeleien und Verstöße gegen die Beförderungsbedingungen“, erläutert Betriebsleiter Thomas Krämer den flexiblen Einsatz der Sicherheitskräfte.

Präsenz zeigen

"In der Zeit, in der die Präventionsteams zu keiner akuten Situation gerufen werden, zeigen sie vor allem Präsenz in den Bussen und führen ergänzend stichprobenartig Fahrscheinkontrollen durch", so Konegen.

Auch wenn sich die tätlichen Übergriffe nicht auf das Wochenende konzentrieren, fühle sich das Fahrpersonal vor allem an den Wochenenden und in den Abendstunden weniger sicher. Dies hätten Mitarbeiterbefragungen ergeben. "Zudem zeigen die Ergebnisse des Kundenbarometers, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu diesen Zeiten sinkt. Sie wünschen sich eine stärkere Präsenz von Servicekräften“, so Geschäftsführer Martin Schmidt.

Der Einsatz der Präventionsteams läuft mit Unterstützung des Landes NRW über 24 Monate im lokalen Busbetrieb. In diesem Zeitraum wird das Projekt ausführlich dokumentiert und regelmäßig überprüft. Über ihre Erfahrungen können Fahrgäste mittels eines Online-Fragebogens auf der Homepage der Vestischen ein Feedback geben. Die wissenschaftliche Auswertung wird dabei vom Europäischen Zentrum für Kriminalprävention e.V. (EZK) aus Münster durchgeführt.

(Mit Material der Vestischen)

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