Gladbeck: Bombe in DHL-Paket? Polizei "entschärft" Christstollen!

Einen harmlosen - vielleicht auch schmackhaften - Christstollen enthielt das Paket, das am Dienstag, 19. Dezember, in Gladbeck-Rentfort einen "Bombenalarm" mit viel Polizeipräsenz auslöste.
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Rentfort. Große Aufregung am Dienstag, 19. Dezember, in Rentfort: In der "Delphin-Apotheke" an der Kirchhellener Straße lieferte ein Fahrer des Unternehmens "DHL" ein Paket ab. Eigentlich nichts ungewöhnliches, doch es fehlte eine Absender-Angabe.

Den Mitarbeiterinnen der Apotheke kam die Sendung "verdächtig" vor. Dies vor allen Dingen vor dem Hintergrund der Meldungen, wonach unbekannte Erpresser damit gedroht hatten, weitere Pakete mit explosivem Inhalt per DHL zu verschicken, sollte das Unternehmen nicht die geforderte Geldsumme bezahlen. Umgehend informierten die Mitarbeiterinnen ihren Chef Christoph Witzke, der sich aufgrund der unklaren Lage dazu entschied, die Polizei zu informieren.

Gegen 11 Uhr landete der Anruf des Gladbecker Apothekers in der Polizei-Leitstelle Recklinghausen. Und die Polizei reagierte umgehend. "Ich habe gar nicht gewusst, wie schnell die Polizei sein kann. Das hat nur ganz wenige Minuten gedauert," schildert Witzke seine Erlebniss dem "Lokalkompass".

Die Einsatzkräfte nahmen das Paket, das auf Anweisung der Polizei von Witzke inzwischen in den Keller des mehrgeschossigen Ärztehaus gebracht wurde, in Augenschein. Und natürlich wurde versucht, die eventuelle Herkunft der ominösen Lieferung herauszufinden. "Ich habe aber ein solches Paket nicht erwartet, Ich habe auch keine Bestellungen per Internet durchgeführt. Ich hatte absolut keine Ahnung, was sich in dem Paket verbarg," versichert Christoph Witzke. Auch eine Paket-Rückverfolg per DHL-Code schlug fehl.

Schließlich entschied sich der Polizei-Einsatzleiter dazu, das "Bomben-Räumkommando" anzufordern. Gleichzeitig erging die Anordnung, das gesamte Gebäude zu evakuieren. So mussten nicht nur die Mitarbeiter der "Delphin-Apotheke" ihren Arbeitsplatz verlassen, sondern auch die Mitarbeiter der Arztpraxen und die sich im Gebäude befindlichen Patienten.

Die vor Ort eintreffenden Sprengstoff-Experten stuften nach einer ersten Sichtung des Paketes die Sache als eher ungefährlich ein. Doch auf diese Einschätzung allein wollten sich die Profis nicht verlassen und unterzogen das verdächtige Paket in ihrem Laborfahrzeug einem Röntgentest. "Ungefährlich" lautete auch dieses Mal die Diagnose.

Und so entschlossen sich die Verantwortlichen dazu, das Paket mit gebührender Vorsicht zu öffnen. Zu Tage kam schließlich ein Christstollen! "Ein Weihnachtsgeschenk von einem unserer Lieferanten," konnte am Ende auch Apotheker Witzke wieder ein wenig lächeln. Und so konnte die Polizei ihren Einsatz gegen 14 Uhr für beendet erklären.

Christoph Witzke indes griff umgehend zum Telefon: "Ich habe sofort den Lieferanten angerufen und ihn darauf hingewiesen, dass er bitteschön Pakete, die er künftig verschickt, mit einem gut leserlichen Absender versehen sollte!"

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