Schlägel- & Eisensiedlung: Aufräumarbeiten ziehen sich in die Länge

Länger als geplant dauern die Aufräumarbeiten im Bereich der Siedlung "Schlägel & Eisen" durch Mitarbeiter des "ZBG". Schon häufiger, obiges Foto entstand im Jahr 2014, wurde in der leer stehenden Siedlung illegal Müll entsorgt.
  • Länger als geplant dauern die Aufräumarbeiten im Bereich der Siedlung "Schlägel & Eisen" durch Mitarbeiter des "ZBG". Schon häufiger, obiges Foto entstand im Jahr 2014, wurde in der leer stehenden Siedlung illegal Müll entsorgt.
  • Foto: Archiv: Kill
  • hochgeladen von Uwe Rath

Zweckel. Wie bereits berichtet, hat die Stadt Gladbeck auf die anhaltende Kritik aus der Bevölkerung und auch aus dem politischen Bereich reagiert und den "Zentralen Betriebshof" (ZBG) damit beauftragt, die seit Jahren leer stehende Siedlung "Schlägel & Eisen" in Zweckel auf Stadtkosten reinigen zu lassen.

Im Rathaus sah man sich zu dieser Maßnahme gezwungen, da der Eigentümer des Privatgeländes seinen Pflichten schon seit geraumer Zeit nicht nachkommt. Leider ist der Verursacher der aktuellen Verschmutzung, bei der es sich in erster Linie um Gründschnitt handelt, weiterhin unbekannt.

Und nun hat der "ZBG" mitgeteilt, dass sich die Aufräumarbeiten aufgrund der Schwere der Vermüllung noch bis mindestens zum 13. April (Mittwoch) hinziehen könnten. Denn neben dem Gründschnitt sind die ZBG-Mitarbeiter auch auf illegal entsorgten Elektroschrott und Bauschutt gestoßen. Und zwar in einer solchen Menge, dass eine Entsorgung an ein oder zwei Tagen gar nicht möglich ist.

Kosten zu Lasten des Steuerzahlers

Zu einem großen Ärgernis im Bereich "Schlägel & Eisen" geworden ist inzwischen auch das unerlaubte und zudem extrem gefährliche Betreten der leer stehenden Häuser. Auch hier kommt der aktuelle Eigentümer der Immobilien ins Spiel, der sich derzeit in der Insolvenz befindet und seiner Sicherungspflicht nicht nachkommt. Aufgrund dieser Lage wird die Ersatzmaßnahme durch die Stadt vorgenommen und die Kosten wird der Steuerzahler tragen müssen. Hinzu kommt noch das Problem der erforderlichen Sicherungsmaßnahmen, die nötig sind, um das illegale Betreten der Ruinen zu verhindern. Die vorgenommenen Sicherungen werden erfahrungsgemäß immer innerhalb kürzester Zeit wieder zerstört, weshalb eine Fremdfirma beauftragt werden muss, die Zugänge zu den Häusern erneut zu verschließen. Auch diese Kosten gehen zu Lasen des Steuerzahlers.

Daher ist der Stadt Gladbeck auch sehr an sachdienlichen Hinweisen gelegen, die bei der Ermittlung der Umweltsünder helfen könnten. Aus diesem Grund wurde auch eine Belohnung von 100 Euro pro Hinweise ausgelobt. Hinweise werden unter Tel. 02043/992616 entgegeen genommen, können per Mail aber auch an buergermail@stadt-gladbeck.de geschickt werden.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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