AWO reagiert auf Strukturwandel

Gerhard Ludwig, Leiter Seniorenzentrum, Claudia Frieß, Projektleitung, Jörg Richard, stellv. Geschäftsführer AWO Bezirksverband Westliches Westfalen, Michael Kerkmann, Bauleitung und AWO Fachberater Klaus Kiesheyer.
  • Gerhard Ludwig, Leiter Seniorenzentrum, Claudia Frieß, Projektleitung, Jörg Richard, stellv. Geschäftsführer AWO Bezirksverband Westliches Westfalen, Michael Kerkmann, Bauleitung und AWO Fachberater Klaus Kiesheyer.
  • hochgeladen von Christian Gensheimer

Im AWO Seniorenzentrum, Enfieldstraße 243, ist nun der Startschuss für ein größeres Bauvorhaben gefallen. In die Modernisierung des Gebäude-Komplexes der AWO in Rentfort-Nord, das mit 240 Bewohnern die größte Pflege-Einrichtung in Gladbeck ist, werden rund vier Millionen Euro investiert.

Der erste Teil des Projekts hat bereits begonnen: Die 40 Jahre alte Küche hat am kommenden Montag ausgedient und so wird in diesem Bereich eine komplett neue Großküche entstehen.
Doch das ist er der Anfang:
In einem weiteren Bauabschnitt werden das Erste Obergeschoss und das Erdgeschoss des ehemaligen Mitarbeiterwohnhauses abgetragen. Auf den Kellerräumen entstehen ab dem Frühjahr 2012 ein Neubau mit 16 barrierefreien, 47 bis 53 m² großen Wohnungen, von denen vier für Rollstuhlfahrer geeignet sind.
Die 176 bestehenden Wohneinheiten bleiben erhalten. Die Anzahl der Plätze wird von 240 auf 230 reduziert, einige Zimmer werden mit neuen Bädern ausgestattet. Jörg Richard, stellvertretender Geschäftsführer AWO Bezirk Westliches Westfalen, erklärt die Notwendigkeit der Baumaßnahmen so: „Die Bewohnerstruktur hat sich in den letzten 20 Jahren völlig verändert.“
Das Durchschnittsalter derjenigen die stationär betreut werden, sei seitdem stark angestiegen und läge heutzutage bei 85 Jahren. Außerdem kämen mehr Menschen, derzeit etwa 60 %, direkt aus dem Krankenhaus in das Seniorenzentrum.
„Und auf diesen Wandel muss der Träger natürlich entsprechend reagieren und die Infrastruktur anpassen.“ Daher sollen „Tagesstrukturierende Maßnahmen“ den an Demenz Erkrankten mit einem geregelten Ablauf helfen, im Rhythmus des Lebens zu bleiben.
Eine Verbesserung der Infrastruktur soll allgemein zum Wohlbefinden der Bewohner beitragen. Ein großzügiger Aufenthaltsbereich mit einem ansprechenden Wohn- und Wohlfühlambiente wird sich in naher Zukunft an Demenzerkrankte - die immerhin knapp die Hälfte der Bewohner ausmachen- richten. „Beispielsweise werden Weglauf-Reflexe abnehmen. Die Erfahrung hat gezeigt, das solch ein Umfeld zu einer Erleichterung des Lebens beiträgt.“
Neben kleineren energetischen Arbeiten, entstehen auch neue zusätzliche Aufenthaltsräume in den jeweiligen Wohnbereichen. Gerhard Ludwig, Leiter des Seniorenzentrums, verwies auf die angrenzenden Grünflächen mitsamt See als weiteren Wohlfühlfaktor. „Das viele Grün wissen unsere Bewohner besonders zu schätzen.“ Hier wird außerdem ein abgeschlossenes Gartenareal entstehen.
Während der Maßnahme, die im März 2012 abgeschlossen sein sollte, wird der laufende Betrieb unbehelligt fortgeführt.

Autor:

Christian Gensheimer aus Essen-Nord

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