Wichtigkeit ist Sehenden unbekannt
"Blindenleitsystem" in Gladbeck wird oft blockiert

Besonders an Markttagen in der Gladbecker Innenstadt ein alltägliches Bild: Fahrzeuge von Markthändlern oder auch deren Verkaufsstände blockieren das "Blindenleitsystem", das aber für sehbehinderte und natürlich auch blinde Personen von größter Wichtigkeit ist.
  • Besonders an Markttagen in der Gladbecker Innenstadt ein alltägliches Bild: Fahrzeuge von Markthändlern oder auch deren Verkaufsstände blockieren das "Blindenleitsystem", das aber für sehbehinderte und natürlich auch blinde Personen von größter Wichtigkeit ist.
  • Foto: Behindertenbeirat Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Seit 1998 gibt es den vom Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband ausgerufenen "Tag der Sehbehinderung", der jährlich am 6. Juni begangen wird.

Wer sehbehindert oder blind ist, steht seit Beginn der Corona-Krise vor ganz neuen Problemen im Alltag. Daher ist der Bezug zur Corona-Krise für den Aktionstag in diesem Jahr naheliegend und das Motto lautete daher "Unterstützung für sehbehinderte und blinde Menschen in der Corona-Krise".

In diesem Zusammenhang möchte der Behindertenbeirat der Stadt Gladbeck darauf aufmerksam machen, dass auch in Gladbeck viele Menschen aller Altersgruppen mit einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Sehbehinderung oder gar Blindheit leben. Deshalb wurde beim Umbau der Gladbecker Fußgängerzone wurde ein Blindenleitsystem in die Gehflächen „eingebaut“. Doch die Wichtigkeit taktiler Blindenleitsysteme für sehbehinderte und blinde Menschen ist sehr vielen sehenden Menschen unbekannt. Die Bodenindikatoren aus Rippen- und Noppenplatten werden beispielsweise für Kunst am Bau oder auch Regenrinnen gehalten. Oft werden die Leitlinien daher aus Unkenntnis zugestellt. Beispielsweise stehen Marktstände, Fahrräder oder Mülltonnen darauf oder Bauzäune und Autos blockieren sie.

Der Behindertenbeirat hat in den Treffen zur Zukunft der Innenstadt mehrfach darauf hingewiesen, dass bei den nächsten Öffnungsschritten und möglicherweise einer Ausdehnung des Handels und der Gastronomie auf die Gruppe der sehbehinderten und blinden Menschen geachtet werden muss. Das Blindenleitsystem muss von Hindernissen freigehalten werden. Für blinde und sehbehinderte Menschen sind dies nicht nur Hindernisse, sondern wahre Stolperfallen.

Auch in den Treffen zur Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes ist der Behindertenbeirat mit seinen sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern aktiv um auf eine behindertengerechte Umgestaltung zu achten.

Der Behindertenbeirat der Stadt Gladbeck setzt sich seiner Gründung dafür ein, dass Inklusion in Gladbeck möglich wird. In ihm sind aktuell 52 Selbsthilfegruppen, Vereine und Verbände, sowie sachkundige Bürger organisiert. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat oder Beratung wünscht, kann sich an die Beiratsvorsitzende Josi Marten wenden.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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