Gladbecker Verein löst sich nach 25 Jahren auf
"Herz und Hände für Tschernobyl" gibts bald nicht mehr

Ein letztes Mal Sachspenden sortieren und in Kartons verpacken war jetzt im Lager des Vereins "Herz und Hände für Tschernobyl" in der Zweckeler Maschinenhalle: Nach 25 Jahren hat der Verein seine Auflösung bekanntgegeben.
  • Ein letztes Mal Sachspenden sortieren und in Kartons verpacken war jetzt im Lager des Vereins "Herz und Hände für Tschernobyl" in der Zweckeler Maschinenhalle: Nach 25 Jahren hat der Verein seine Auflösung bekanntgegeben.
  • Foto: Kariger
  • hochgeladen von Uwe Rath

Es gibt Vereine, die ihr 25jähriges Bestehen als Jubiläumsfest gebührend feiern. Beim Verein "Herz und Hände für Tschernobyl" ist das anders: 25 Jahre nach der Vereinsgründung ist Schluss, denn es mangelt an neuen Mitgliedern, weshalb die aktuell Aktiven mit der Auflösung des Vereins liebäugeln.

Zehn Jahre nach dem Atom-Katastrophe von Tschernobyl, die sich am 26. April 1986 ereignete, waren es Pfarrer Rolf Ehring und dessen Ehefrau Ulla, die den Verein "Herz und Hände für Tschernobyl e.V. Gladbeck" offiziell aus der Taufe hoben. Ziel war es, den im Katastrophengebiet rund um den Atommeiler lebenden Menschen zu helfen.

Es waren mehr als 60 Hilfstransporte, die der Verein in den Folgejahren nach Belarus schickte. Die Hilfsgüter wurden von Vereinsmitgliedern in den im Sperrgebiet liegenden Dörfern persönlich verteilt. Nur so konnte gewährleistet werden, dass die Spenden auch wirklich bei den Ärmsten der Armen ankamen. Möglich wurden alle Transporte nur durch die vielen Sach- und Geldspenden, die bei "Herz und Hände" eingingen.

Viele der Vereinsmitglieder waren mindestens ein Mal selbst bei einem Hilfstransport dabei. Sie erinnern sich gerne daran, als sie immer wie Freunde empfangen und mit vielen Tränen verabschiedet wurden. In Erinnerung bleiben werden die einfach unbeschreibliche Gastfreundschaft, Herzlich- und Dankbarkeit der Bewohner.

Einen besonderen Dank richtet der Verein zum Abschluss an Maria Astopowa und Ada Sidorenko für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie die vielen schönen Momente während des Aufenthaltes in Weißrussland. Denn nur mit Hilfe der beiden genannten Damen war es überhaupt erst möglich, in Belarus tätig zu sein.

In die Dankesworte eingebunden sind die Spender, die dem Verein über 25 Jahre stets treu zur Seite standen. Gleiches gilt natürlich für die vielen helfenden Hände, die immer wieder beim Beladen der Lkw im Einsatz waren.

Die angestrebte Vereinsauflösung muss natürlich gemäß der geltenden Vereinssatzung erfolgen. Die Auflösung können die Vereinsmitglieder nur in einer Mitgliederversammlung auf den Weg bringen. Anschließend sind dann die weiteren Schritte gemäß des deutschen Vereinsrechts erforderlich.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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