Nach zwei Monaten Mietzeit kam endlich der Garagenschlüssel

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Mehr als zwei Monate wartete Karl-Heinz Schillo aus Butendorf vergeblich auf die Schlüssel für seine angemietete Garage. (Foto: burgitH/pixelio.de)

Butendorf. Das Warten und auch die nervigen Telefonanrufe haben ein Ende: Seit dem 11. Dezember verfügt Karl-Heinz Schillo aus Butendorf endlich über die Schlüssel für seine neue Garage.

Was eigentlich ganz einfach aussieht - Mietvertrag mit Nennung des Mietbeginns unterschreiben und die Schlüssel für das angemietete Objekt in Empfang nehmen - hat sich für Karl-Heinz Schillo über mehr als zwei Monate hingezogen. Denn die „Deutsche Annington“ als Vermieter der Garage an der Hirschberger Straße kam irgendwie nicht klar mit dem Fall.

Seit dem 1. Oktober sollte Schillo die neu angemietete Garage nutzen können, doch der Schlüssel für das Garagentor ließ auf sich warten. „Am Anfang übt man sich in Geduld, dann haben wir immer wieder telefoniert. Und dann irgendwann verliert man die Geduld,“ erklärt Karl-Heinz Schillo dem STADTSPIEGEL. Zunächst sei die Schlüsselübergabe auf den 16. Oktober verschoben worden und dann habe man ihn nur noch vertröstet. „Die vereinbarte Monatsmiete von etwa mehr als 50 Euro wurde aber immer schön von meinem Konto abgebucht,“ kommt bei dem Butendorfer langsam Ärger auf. „Von den vielen Telefonaten, bei denen wir immer wieder neue Ansprechpartner, die von der ganzen Sache nie nur ein Fünkchen Ahnung hatten, ganz zu schweigen.“

Aber Karl-Heinz Schillo hatte noch „Glück im Unglück“: Die bisher von ihm angemietete Garage, auch im „Annington“-Besitz, konnte er weiter (ungefragt) nutzen. Obwohl er diese Garage ja eigentlich zum 30. September gekündigt hatte. „Da hat sich nie jemand darum gekümmert.“

Doch ein einziger Anruf des STADTSPIEGEL beim Vermieter „Annington“ brachte innerhalb kürzester Zeit jede Menge Bewegung in die Angelegenheit. Mit einem überraschenden und erfreulichen Ergebnis zugleich: Noch am 11. Dezember meldete sich die „Annington“ bei den Schillos und schon am 12. Dezember erfolgt pünktlich um 11 Uhr, so war es auch abgesprochen, die offizielle Schlüsselübergabe. „Mit einer so schnellen Klärung hatte ich nicht gerechnet,“ kommentiert ein vor Freude strahlender Karl-Heinz Schillo die Ereignisse.

Ereignisse, die aus Sicht der „Annington“ das Ergebnis einer Verkettung unglücklicher Umstände waren. Man habe mehrfach versucht, den Vormieter der Garage zu kontaktieren, versichert Katja Weisker (Annington-Pressestelle) gegenüber dem STADTSPIEGEL. Alle Bemühungen seien aber erfolglos gewesen, weshalb man nach der gesetzlich vorgeschriebenen Wartefrist die Garage habe öffnen lassen. Dabei habe man festgestellt, dass der Vormieter noch viele Gegenstände, zum Teil sicher auch Schrott und Müll, in der Garage zurückgelassen habe. „So konnten und wollten wir die Garage nicht an den Nachmieter übergeben,“ so Katja Weisker. Also habe man erneut Kontakte zum Vormieter gesucht und habe dabei erfahren, dass dieser Mann inzwischen verstorben sei. Und dann habe es auch schon die STADTSPIEGEL-Nachfrage gegeben.

Dabei stören die Hinterlassenschaften des Vormieters Karl-Heinz Schillo gar nicht. „Wir hatten ausgemacht, dass wir die Sachen übernehmen und, falls nicht mehr zu gebrauchen, entsorgen.“

Das wird jetzt auch so geschehen, nachdem Karl-Heinz Schillo im Besitz der begehrten Schlüssel ist. Und der Butendorfer darf sich freuen: Bis zum 31. Dezember 2012 muss er für seine neue Garage keine Miete zahlen. Als kleine Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten verzichtet die „Annington“ auf das Geld. „Das ist alles einfach total unglücklich gelaufen,“ so nochmals Pressesprecherin Katja Weisker.
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 11.12.2012 | 17:25  
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