Weihnachts- und Neujahrsgrüße aus dem Rathaus

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Liebe Gladbeckerinnen, liebe Gladbecker!

2012 - was für ein Jahr! Spannend, überraschend, wichtig für die weitere Entwicklung unserer Stadt!

Das Frühjahr 2012 beherrschte ein Thema: Wollen wir den Ausbau der B 224 zur A 52?

Es gab, zum ersten Mal in der Geschichte unserer Stadt, einen Ratsbürgerentscheid. Ich war und bin ein überzeugter Anhänger des Ausbaus der B 224 zur A 52 auf Gladbecker Stadtgebiet unter den zwischen Stadt, Land und Bund intensiv ausge-handelten Voraussetzungen. Aber: Eine deutliche Mehrheit hat sich gegen den Aus-bau entschieden. Das Ergebnis gilt, egal, wie man selbst dazu steht. Dies ist eine Frage demokratischer Glaubwürdigkeit!
2012 – auch ein wichtiges Jahr für unsere Stadtfinanzen!

Erstmals hilft eine NRW-Landesregierung ihren Städten beim Kampf gegen die fi-nanzielle Not: mit dem „Kommunalen Stärkungspakt“. Er gibt auch uns die einmalige Chance, unseren Stadthaushalt auszugleichen. Die Teilnahme am „Stärkungspakt“ bedeutet für uns vor allem: Sparen! Sparen allein reicht aber nicht aus!
Natürlich müssen wir auch unsere Einnahmen erhöhen. Dazu gehören die Grundsteuer, die alle Bürgerinnen und Bürger betrifft, und die Gewerbesteuer der Gladbecker Unternehmen. Im Ergebnis werden die Einsparungen mit zwei Dritteln und die Mehreinnahmen mit einem Drittel zum Haushaltsausgleich beitragen.
Dieser Weg ist dem „Sparkommissar“ vorzuziehen. Er würde uns Einsparungen und Steuererhöhungen verordnen, die schmerzhafter wären! Das Land hilft uns dabei bis 2020 mit insgesamt rund 68 Mio. Euro!

Ein drittes wichtiges Thema: der demografische Wandel.
Als ich vor 40 Jahren bei der Stadt anfing, hatten wir jährlich rund 1.200 Schulanfän-ger, heute ist es nur noch knapp die Hälfte. Unsere Stadt wird sich aufgrund des demografischen Wandels in den nächsten Jahren weiter verändern! Wir werden weniger, wir werden älter, und wir werden verschiedener!
Diese Entwicklung betrifft nicht nur Gladbeck allein, sie gibt es im gesamten Ruhrgebiet, in unserem ganzen Land. Aus diesem Grund werden Kirchen geschlossen, Kindertagesstätten und Schulen aufgegeben, auf Sportplätze verzichtet. Gleichzeitig werten wir Vorhandenes auf; so z.B. durch Kunstrasen für den Sportplatz am Nord-park. Selbstverständlich werden wir in Gladbeck aber weiter ein gut erreichbares und leistungsfähiges Schulsystem haben. Denn wir legen Schulen lieber zusammen, anstatt sie zu schließen.

Wichtig ist: Wir müssen unsere Infrastruktur der heutigen Zeit anpassen. Wir machen unsere Stadt mit diesen Entscheidungen fit für die Zukunft.
Gerade haben wir unser historisches Rathaus von außen neu beleuchtet. St. Lamberti-Kirche, Christuskirche und Schürenkamptunnel folgen in den nächsten beiden Jahren. Dieses Lichtkonzept ist Teil des familienfreundlichen Umbaus unserer Fuß-gängerzone. Erste Planungen haben wir in einer Bürgerversammlung und bei Stadtspaziergängen schon diskutiert. Ich bin sicher, dass das Herz unserer Stadt dadurch schöner und attraktiver für alle Gladbeckerinnen und Gladbecker wird.

Wie stolz wir auf unsere Stadt sind, können wir seit kurzem mit dem neuen GLA-Kennzeichen an unserer Stoßstange zeigen. Es ist ein wichtiges Zeichen für die Ver-bundenheit mit Gladbeck!

2012 war nicht nur ein spannendes Jahr. Es war auch ein gutes Jahr für uns. Wir haben Entwicklungen auf den Weg gebracht, die für die Zukunft unserer Stadt wich-tig sind!
In den nächsten Jahren werden wir verstärkt investieren in:
* den Innenstadtumbau,
* die U-3-Betreuung – hier sind wir im Vergleich zu anderen Städten schon sehr weit,
* die Schulen,
* die Erneuerung der Skateranlage in Butendorf,
* ein neues Begegnungszentrum für Brauck,
* Straßen, Radwege und Brücken.

Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen im neuen Jahr fortzusetzen!

Ihnen, Ihren Familien und Freunden wünsche ich friedliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Herzlichst Ihr

- Ulrich Roland -
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1 Kommentar
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Heinz Kolb aus Gelsenkirchen | 24.12.2012 | 13:30  
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